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Pressemitteilung 005/2019

17.01.2019

Landkreis ehrt Denkmalschützer für ihr Engagement – Ein Anwesen in Amöneburg, ein historisches Wohnhaus in Schweinsberg und ein ehemaliger Güterbahnhof in Fronhausen werden ausgezeichnet

Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (re.) überreichte die Urkunden zum Denkmalschutzpreis sowie jeweils einen Scheck in Höhe von je 1.000 Euro. Geehrt wurden Ulf Stiller (3. v. li.) und Dr. Astrid Wetzel (4. v. li.). Hartmuth Gläser (nicht im Bild) war leider verhindert. Dr. Renate Buchenauer (2. v. re.), Vorsitzende des Denkmalbeirats, Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert (li.) und Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab (2. v. li.) zollten den Geehrten Dank und Anerkennung.

Marburg-Biedenkopf – Den Denkmalschutzpreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf haben in diesem Jahr Dr. Astrid Wetzel aus Amöneburg, Hartmuth Gläser aus Schweinsberg sowie Ulf Stiller aus Fronhausen erhalten. Sie haben sich durch viel privates Engagement um den lokalen Denkmalschutz und die Denkmalpflege verdient gemacht. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sowie eine Plakette, die das Gebäude auszeichnet.

Der Denkmalschutzpreis ist eine Auszeichnung, die der Landkreis Marburg-Biedenkopf jährlich gemeinsam mit dem Denkmalbeirat des Kreises verleiht. Mit der Verleihung des Denkmalschutzpreises soll privates Engagement der Bürger des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Bereich der Denkmalpflege sowohl geweckt als auch gewürdigt werden.

„Denkmalschutz und Denkmalpflege sind wichtige kulturelle Aufgaben. Mit dem Denkmalschutzpreis wollen wir ein Zeichen setzen: Ob für Privatpersonen, Vereine oder Dorfgemeinschaften. Ein Denkmal ist nicht Last sondern Lust und es kann für alle ein Gewinn sein, die Sanierung und Erhaltung zu wagen“, unterstrich der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. „Unser Ziel ist es, Menschen zu motivieren, in ihr Denkmal zu investieren. Deswegen bieten wir mit der Denkmalagentur einen guten Service sowie schnelle und leicht verständliche Verfahren an“, sagte Zachow.

Dr. Astrid Wetzel hat mit dem sorgsamen und behutsamen Sanieren des „Amanahof“ in Amöneburg maßgeblich zur Verbesserung des Stadtbildes beigetragen. Sie baute das Wohnhaus und Teile der Scheune in ein Atelier um. Das Anwesen selbst liegt in exponierter Lage direkt oberhalb der historischen Stadtmauer. Durch die Sanierung wird die Kernstadt im Bereich Tourismus und Infrastruktur gestärkt. Die Eigentümerin hat die Arbeiten mit außerordentlichem Idealismus und viel Eigenleistung bewältigt und dabei nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Kostenrechnungen abgewogen. Mit dem Umbau konnte ein Kulturdenkmal-Komplex in seinem historisch gewachsenen Umfeld nachhaltig erhalten werden. Die Sanierung stellt daher einen beispielhaften Beitrag zur besonderen Identität des Landkreises dar.

Hartmuth Gläser hat in großen Teilen in Eigenleistung das historische Wohnhaus am Marktplatz 12 im Schweinsberg saniert und renoviert, das zuvor mehrere Jahre leer stand und einen sanierungsbedürftig war. Das äußere Bild des ursprünglichen Gebäudecharakters war durch die Farbe der Fassade, die nicht unterteilten Fenster mit Rollladenkästen und das Vordach aus Kunststoffplatten gestört. Auch der Zustand der Wohnräume entsprach nicht mehr den heute anzusetzenden Standards. Er hat mit dem Erhalt des Gebäudes einen wertvollen Beitrag zur Aufwertung und des Ortsbildes im Ortskern von Schweinsberg geleistet. Er hat Wohnraum geschaffen und stärkt so den von Leerstand bedrohten Ortskern. Das Wohnhaus liegt am Markplatz in Schweinsberg, am Eingang zur Torstraße an einer städtebaulich besonderen Stelle. 

Ulf Stiller hat in Fronhausen den ehemaligen Güterbahnhof, der zuvor auch als Lagerhalle genutzt wurde, zu einer Gast- und Veranstaltungsstätte umgebaut und gleichzeitig ein Kulturdenkmal der frühen Eisenbahngeschichte im Landkreis dauerhaft erhalten. In aufwändiger, kleinteiliger Arbeit und qualitätsvoller Ausführung wurde das Klinkergebäude erhalten und hat heute einen neuen Nutzen. Dabei hat er die eigene Prägung und Optik des Gebäudes als Lagerhalle im Äußeren wie auch im Inneren erhalten können. Ein mit einer Holzlamellenfassade versehener Anbau birgt Sanitär-, Technik- und Küchenräume. Für Rad- und Wandertouristen ist mit dem neuen Raum- und Gastronomieangebot eine attraktive Infrastruktur in Fronhausen geschaffen worden.      

„Die Leistungen und die harte Arbeit haben nicht nur zur Erhaltung der Gebäude und zur städtebaulichen und Ortsbildaufwertung in den Gemeinden des Landkreises einen wertvollen Beitrag geleistet“, stellte Dr. Renate Buchenauer, Vorsitzende des Denkmalbeirats fest. „Sie schafften damit ein attraktives Angebot, das auch zur funktionalen Aufwertung und Stärkung der oft mittelalterlichen Stadt- und Ortskerne beiträgt“. Dr. Buchenauer betonte, dass der moderne Denkmalschutz kein Selbstzweck sei, sondern sich an den Bedürfnissen der Menschen in der Region orientieren solle.

Auf Vorschlag des Denkmalbeirats des Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte der Kreisausschuss die Vorschläge für die Preisträger bestätigt. Damit ausgezeichnet werden besonders anerkennenswerte denkmalpflegerische Maßnahmen und beispielhafte denkmalpflegerische Leistungen zur Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmälern.

Bildunterschriften

  • 005-Denkmalschutzpreis_01 (alle Preisträger):
    Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (re.) überreichte die Urkunden zum Denkmalschutzpreis sowie jeweils einen Scheck in Höhe von je 1.000 Euro. Geehrt wurden Ulf Stiller (3. v. li.) und Dr. Astrid Wetzel (4. v. li.). Hartmuth Gläser (nicht im Bild) war leider verhindert. Dr. Renate Buchenauer (2. v. re.), Vorsitzende des Denkmalbeirats, Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert (li.) und Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab (2. v. li.) zollten den Geehrten Dank und Anerkennung.
  • 005-Denkmalschutzpreis_02 (Fronhausen):
    Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (2. v. li.) überreichte die Denkmalschutzplakette. Geehrt wurde Ulf Stiller (Mitte). Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert (re.) und Dr. Renate Buchenauer (li.), Vorsitzende des Denkmalbeirats, sowie Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab (3. v. li.) dankten dem Ausgezeichneten für dessen Engagement.
  • 005-Denkmalschutzpreis_03 (Amöneburg):
    Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (li.) überreichte die Denkmalschutzplaketten. Geehrt wurde Dr. Astrid Wetzel. Auch Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg (2. v. li.) und Ortsvorsteher Sefa Elmaci (re.) gratulierten zu der Auszeichnung.
  • 005-Denkmalschutzpreis_04 (Schweinsberg):
    Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (2. v. li.) überreichte gemeinsam mit Cornelius Bettex (li.), Fachdienst Bauen, Dr. Renate Buchenauer (3. v. li.), Vorsitzende des Denkmalbeirats, und Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab (re.) die Denkmalschutzplakette und das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro an Hartmuth Gläser in Schweinsberg.
  • 005-Denkmalschutzpreis_05 (Schweinsberg):
    Hartmuth Gläser hat in großen Teilen in Eigenleistung das aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende historische Wohnhaus in Schweinsberg am Marktplatz saniert und renoviert, das zuvor mehrere Jahre leer stand und einen sanierungsbedürftig war.
  • 005-Denkmalschutzpreis_06 (Amöneburg):
    Dr. Astrid Wetzel hat mit dem sorgsamen und behutsamen Sanieren des „Amanahof“ in Amöneburg maßgeblich zur Verbesserung des Stadtbildes beigetragen. Sie baute das Wohnhaus und Teile der Scheune in ein Atelier um.
  • 005-Denkmalschutzpreis_07 (Fronhausen):
    Ulf Stiller hat in Fronhausen den ehemaligen Güterbahnhof, der zuvor auch als Lagerhalle genutzt wurde, zu einer Gast- und Veranstaltungsstätte umgebaut und gleichzeitig ein Kulturdenkmal der frühen Eisenbahngeschichte im Landkreis dauerhaft erhalten.

Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf


Kontakt

Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Presse- und Medienarbeit, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, E-Mail: pressestellemarburg-biedenkopfde. Tel.: 06421 405-1350, Fax.: 06421 405-921350. www.facebook.com/landkreis.marburg.biedenkopf, alle Pressemitteilungen unter www.marburg-biedenkopf.de. Pressesprecher: Stephan Schienbein.

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