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Pressemitteilung 407/2018

26.10.2018

Mehr als 530.000 Euro für fünf Projekte in Wetter – Landrätin übergibt Förderbescheide für Dorf- und Regionalentwicklung

Marburg-Biedenkopf – Förderbescheide für die Dorf- und Regionalentwicklung in einer Gesamthöhe von 536.924 Euro hat Landrätin Kirsten Fründt am Donnerstag, 25. Oktober 2018, an Vertreter der Stadt Wetter übergeben. Mit dem Geld werden fünf Projekte gefördert, die die Lebensqualität und Infrastruktur weiter steigern sollen. 

„Wir haben das gemeinsame Ziel, unsere ländlich geprägte Region als attraktiven Lebensraum zu erhalten und gute Lebensqualität zu schaffen“, sagte Landrätin Kirsten Fründt bei der Übergabe der Bescheide in Unterrosphe. Ein Baustein hierzu sei das Dorf- und Regionalentwicklungsprogramm, das über Fördertöpfe des Landes und der Europäischen Union wichtige finanzielle Impulse für kommunale und auch private Projekte gäbe. 

Der Festplatz in Unterrosphe soll zu einem Multifunktionsplatz werden. Dazu wird der Platz in zwei Bereiche unterteilt. Der hintere Bereich soll weiter als Festplatz dienen. Der vordere Bereich wird mit einem Pavillon und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Zusätzlich werden Tischtennisplatten aufgestellt und die Multifunktionsfläche wird in eine Sandsportfläche umgewandelt. Die Gesamtkosten für den Umbau betragen rund 170.000 Euro, davon werden 75.000 Euro mit Zuschüssen gefördert. 

Das Bürgerhaus in Oberrosphe, seit 2016 in Trägerschaft des Vereins „Gut Leben im Dorf – hier in Oberrosphe e.V.“, bekommt einen Anbau. In der Folge soll das Bürgerhaus als Begegnungscafé betrieben werden. Dieses soll dann an zwei Tagen in der Woche geöffnet haben. Mit dem Anbau sind in Zukunft auch parallel mehrere Veranstaltungen möglich. Die bisher gute Belegung kann damit weiter gesteigert werden. Die Gesamtkosten für den Um- und Anbau betragen rund 264.000 Euro, davon werden 147.000 Euro mit Zuschüssen gefördert. 

In Treisbach wird das Raiffeisengebäude saniert und umgebaut. Mit dem Einbau eines Backhauses sowie eines großen multifunktionalen Raumes mit Umkleiden und Sanitäreinrichtungen sollen weitere Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden. Derzeit nutzen die Treisbacher Burschenschaft und der Jugendclub das Gebäude. Die Gesamtkosten dieses Projekts belaufen sich rund 488.000 Euro. Bezuschusst wird das Projekt mit 276.000 Euro. 

Der Jugendclub in Unterrosphe ist in einem schlechten Zustand und kaum nutzbar. Die Eingangstür, die sich noch zur Straße hin befindet, wird auf die Rückseite des Gebäudes versetzt. Dadurch soll die neu zu gestaltende Freifläche auf der Rückseite in die Nutzung miteinbezogen werden. Die bisherige Tür wird durch ein Fenster ersetzt. Im Inneren des Gebäudes werden Türen und Gebäudetechnik erneuert. Die Sanierung kostet insgesamt rund 36.000 Euro und wird mit 18.750 Euro bezuschusst.

Das Backhaus in Oberrosphe im ehemaligen Bürgerhaus soll einen neuen Backofen erhalten. Der alte Backofen ist in einem schlechten Zustand. Der Neubau ist aufgrund der nicht mehr ausreichenden Tragfähigkeit des Fundamentes notwendig. Trotz dieser Tatsache werde noch regelmäßig im Backhaus gebacken. Mit dem neuen Ofen sowie der Renovierung der zugehörigen Räume soll hier die Backtradition im Ort fortgesetzt werden. Der Neubau des Backofens kostet insgesamt rund 32.000 Euro und wird mit 20.174 Euro bezuschusst.

 

Hintergrund:

Die Ziele der Dorf- und Regionalentwicklung

  • Innenentwicklung stärken: Erhalt und Stärkung einer guten Wohn- und Lebensqualität
  • Aufbau sozialer und kultureller Netzwerke zur Förderung der Daseinsvorsorge
  • Erhalt der Vielfalt dörflicher Lebensformen
  • Zukunftspotentiale in wirtschaftlicher und sozialer Sicht nutzen und ausbauen
  • Lösungskonzepte entwickeln, um dem Demographischen Wandel zu begegnen
  • Energetische Sanierung, Steigerung der Energieeffizienz
  • Leerständen entgegenwirken
  • Aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger

Die Europäische Union und das Land Hessen unterstützen ländliche Regionen mit speziellen Förderprogrammen, die als Anschubfinanzierung für eigenständige Regionalentwicklungen gedacht sind. Dabei soll das vorhandene Potenzial genutzt und die Stärken der Regionen ausgebaut werden.

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