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Pressemitteilung 284/2018

08.08.2018

Unwetter trifft vor allem Kirchhain schwer – Hunderte Einsatzkräfte waren die Nacht hindurch im Einsatz

Knapp 900 Notrufe gingen im Zusammenhang mit dem gestrigen Unwetter in der Rettungsdienstleitstelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf ein und führten zu mehr als 500 Einsätzen. Neben einer Brandbekämpfung nach einem Blitzeinschlag galt es vor allem vollgelaufene Keller vom Wasser zu befreien und Sturmschäden wie abgedeckte Dächer oder umgestürzte Bäume zu beseitigen. Betroffen war mit knapp 400 Einsätzen insbesondere die Stadt Kirchhain im Ostkreis. Dort waren laut des Wetterdienstes Kachelmannwetter innerhalb von nur drei Stunden 150 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Stadtverwaltung richtete ein Bürger-Telefon, dass bis einschließlich Freitag, 10. August 2018, in der Zeit von 7:30 bis 16:30 Uhr unter der Rufnummer 06422-808 100 erreichbar ist. 

Zur Unterstützung der Kirchhainer Feuerwehren wurden zusätzliche Einheiten des Katastrophenschutzes der Feuerwehren Gladenbach, Wetter, Marburg und Cölbe sowie die Feuerwehr Dautphetal-Holzhausen mit speziellem Gerät für den Einsatz bei Hochwasser, unterstützt von der Feuerwehr Niederwalgern, eingesetzt. Eine weitere Einheit der Feuerwehr Biedenkopf wurde in Bereitschaft versetzt. Ein Betreuungszug des DRK Kreisverbandes Marburg-Gießen verpflegte die Einsatzkräfte vor Ort. Weitere Vorbereitungen für eine mögliche Verschärfung der Lage wurden getroffen, indem vorsorglich der Katastrophenschutz-Stab des Landkreises einberufen wurde. Damit waren insgesamt etwa 400 Einsatzkräfte eingebunden.

„Wieder einmal haben unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gezeigt, dass man auf sie zählen kann wenn es gilt. Ich bin von dem Engagement und vom Durchhaltewillen, den ich vor Ort erleben durfte, sehr beeindruckt. Gerade in so einer Lage, die sich durch die Nacht bis in den Morgen zog. Allen Beteiligten gilt mein herzlicher Dank“, sagte Landrätin Kirsten Fründt am Mittwochmorgen.

Schäden entstanden sowohl an Privatgebäuden und in Unternehmen als auch an einigen Schulen. Noch am späten Dienstagabend ordnete Fründt vor Ort an, den Unterricht an der Alfred-Wegener-Schule sowie an der Grundschule Kirchhain am Mittwoch ausfallen zu lassen. Ab Donnerstag, 9. August 2018, kann der Unterricht allerdings bereits wieder fortgesetzt werden. Andernorts dauert die Ermittlung von Schäden noch an.

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