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Pressemitteilung 133/2018

17.04.2018

Kreis und Kirchhain bekräftigen Wunsch nach Multifunktionshaus – Landrätin und Bürgermeister unterzeichnen Absichtserklärung

Marburg-Biedenkopf – Landrätin Kirsten Fründt und Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann haben mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung ihren gemeinsamen Wunsch bekräftigt, in Betziesdorf ein Multifunktionshaus einzurichten. Als Gebäude steht hierfür die ehemalige Grundschule in dem Kirchhainer Stadtteil zur Verfügung.

Mit dem Projekt soll die Möglichkeit geschaffen werden, vielfältige Angebote an einer Stelle zu etablieren, wodurch das Gebäude multifunktional nutzbar sein wird. Landkreis und Stadt Kirchhain möchten gemeinsam die örtlichen Strukturen insbesondere im ländlichen Raum stärken und dafür bedarfsorientierte Angebote vor Ort schaffen. Dies soll die Attraktivität des Ortes erhöhen und helfen etwaige Mobilitätsengpässe bei den Einwohnern auszugleichen.

Nach Beratung und positiver Entscheidung in den politischen Gremien soll das weitere Vorgehen vertraglich geregelt werden. In diesem Vertrag sollen dann auch Fragen zur Überlassung des Gebäudes, zum Nutzungszweck, zur Projektbeschreibung, zur Dauer der Überlassung, zu Regelungen zu einer möglichen dauerhaften Übergabe der Liegenschaft oder auch zu Kosten aufgearbeitet werden.

Gerhard Kobermann, Mitglied des Ortsbeirates, stellte zu Beginn der Veranstaltung den Bürgerinnen und Bürger von Betziesdorf die möglichen Nutzungsoptionen für das künftige Multifunktionshaus anhand von Beispielen wie Friseur, Fußpfleger oder Physiotherapeut vor, die der Ortsbeirat auf einer Informationsreise nach Mecklenburg-Vorpommern gesammelt hat.

Der Stadtverordnete Klaus Weber hob die Bedeutung dieses Projektes hervor. „Betzisdorf ist die erste Gemeinde in Hessen, die ein solches Multifunktionshaus umsetzen könnte“. Ebenfalls sei es ein Novum, dass man von den Erfahrungen der neuen Länder lerne.

Für den Ortsvorsteher Dieter Tourte ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger von Betziesdorf der Schlüssel zum Erfolg des Projektes: „Wir brauchen die objektive Meinungsbildung aus dem Ort“, betonte Tourte. Es sei wichtig, dass die Angebote sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientieren, ohne dass eine Konkurrenz zu etablierten Systemen entstünde.

Bürgermeister Olaf Hausmann bittet die Bürgerinnen und Bürger sich an der Entwicklung dieses Projekts zu beteiligen. „Die Frage der Trägerschaft ist noch nicht geklärt, weil dies das Denken begrenzt. Wir wollen durch solche Vorgaben nicht den möglichen Handlungsraum einschränken“, betonte Hausmann.

Landrätin Kirsten Fründt sieht im Erfahrungstransfer aus den neuen Ländern eine wertvolle Bereicherung für die interkommunale Zusammenarbeit: „Man muss das Rad nicht neu erfinden und kann voreinander lernen“. Der Strukturwandel beträfe gerade den ländlichen Raum. Dies sei aber nicht schlimm und man müsse es als Herausforderung und Chance sehen, so Fründt: „Wir nehmen unsere Heimat, unser Quartier ernst und entwickeln neue Wege. Lasst uns visionär sein“, forderte die Landrätin die anwesenden Bürgerinnen und Bürger auf.

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