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Pressemitteilung BVK/2017

24.11.2017

Hartmut Reiße erhält Bundesverdienstkreuz am Bande – Finanzminister Dr. Schäfer: „Mit Hartmut Reiße ehren wir einen verdienten Mitbürger und Botschafter der Region Marburg-Biedenkopf.“

Hartmut Reiße erhielt für sein langjähriges Engagement im Rahmen von Völkerverständigung und Brauchtumspflege das Bundesverdienstkreuz am Bande. Mit ihm freuten sich dessen Ehefrau Iris Reiße sowie Landrätin Kirsten Fründt (li.) und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (r.). Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf

„Mit Hartmut Reiße ehren wir heute einen verdienten Mitbürger: Er hat sich über viele Jahrzehnte ehrenamtlich für die Völkerverständigung und Brauchtumspflege eingesetzt sowie für die Kommunalpolitik in Cölbe engagiert. Dafür möchten wir ihm heute unseren Dank und unsere Anerkennung aussprechen.“ Mit diesen Worten überreichte der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer gemeinsam mit Kirsten Fründt (Landrätin im Kreis Marburg-Biedenkopf) das Bundesverdienstkreuz an Hartmut Reiße aus Cölbe. Die Auszeichnung wurde dem Geehrten vom Bundespräsidenten in der Ordensstufe „Verdienstkreuz am Bande“ verliehen. „Sehr geehrter Herr Reiße, im Rahmen ihres Engagements für die Kommunalpolitik und Brauchtumspflege haben Sie auch die Partnerschaft zwischen Cölbe und der polnischen Stadt Kościerzyna ganz entscheidend vorangetrieben. Sie sind dadurch auch zu einem Botschafter unserer Region geworden“, so der Minister in seiner Laudatio.

„Mit ihrem Engagement seit ihrer frühesten Jugend haben sie Verbindungen über Grenzen hinweg geschaffen und geholfen diese zu überwinden. Denn für sie gibt es keine Grenzen“ sagt Landrätin Kirsten Fründt. „Gerade der Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen, den sie organisiert haben, stellt einen enormen Beitrag zur Völkerverständigung dar. Ihr Engagement hat den Blick vieler Menschen auf Europa verändert“. Fründt betont: „Und ganz konkret hat sich aus ihrem Engagement die Freundschaft zu unserem Partner-Landkreis Koscierzyna in Polen entwickelt“.

Hartmut Reiße, geboren 1948, studierte Jura und arbeitete anschließend bis 1981 bei einer Messe- und Ausstellungsgesellschaft in Hannover und Fulda. Daraufhin war er bis 1984 bei der Hamburg-Mannheimer AG tätig. Im Anschluss folgte seine Tätigkeit als Verwaltungsangestellter beim Landkreis Marburg-Biedenkopf bis 2014. Seitdem führte er die Geschäfte der TOuR GmbH Marburg-Biedenkopf bis Ende 2015. Bis heute ist er Geschäftsführer des Hessischen Tourismusverbandes e.V. - eine Funktion, die er bereits seit 2005 innehat.

Der Geehrte hat sich in der Kommunalpolitik, für die Völkerverständigung und Brauchtumspflege eingesetzt: Er war von 1981 bis 1990 Mitglied der Gemeindevertretung von Cölbe. Die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Cölbe und der polnischen Stadt Kościerzyna war ihm dabei ein besonderes Anliegen. So knüpfte Reiße auch frühzeitig Kontakte nach Osteuropa, die auf seinem Engagement in folkloristischen Vereinigungen beruhten. Ferner war er an der Organisation von jährlichen Hilfstransporten dorthin beteiligt. Bis heute hat der Geehrte den Vorsitz des Partnerschaftsvereins „Cölbe-Kościerzyna e.V.“ inne, an dessen Gründung er beteiligt war.

Seit über 40 Jahren widmet sich Reiße der Trachten-, Tanz- und Brauchtumsarbeit in Hessen. Von 1961 bis 1980 war er maßgeblich an der Organisation der Europäischen Jugendwochen – einer Veranstaltung für jugendliche Volkstanz- und Musikgruppen auf Burg Ludwigstein – beteiligt. Im Jahr 1981 übernahm er den Vorsitz des „Arbeitskreis Europäische Jugendwochen Burg Ludwigstein e.V.“, den er bis 2002 innehatte. Seitdem ist er als Ehrenvorsitzender immer noch für den Verein aktiv. Ferner ist er seit 1979 Vorsitzender des „Arbeitskreis Internationales Folklore-Festival Marburg-Biedenkopf e.V.“ und übt dieses Amt bis heute aus.

Finanzminister Dr. Schäfer erklärte an den Geehrten gerichtet: „Ihr langjähriges Engagement für die Völkerverständigung hat entscheidend dazu beigetragen, dass vielfältige Kontakte aus der Region Marburg-Biedenkopf in das europäische und internationale Ausland entstanden sind und gepflegt werden. Gerade in einer Zeit, in der nationale Egoismen wieder erstarken, erscheint mir der kulturelle Austausch mit unseren europäischen Nachbarn besonders wichtig. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Ihr ehrenamtlicher Einsatz auch weitere Menschen inspiriert, sich dafür zu engagieren.“

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