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Monuments Men in Marburg

Das Staatsarchiv Marburg als Central Collecting Point

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

00:00 bis 23:59

Geschichte der Sammelstelle, die die amerikanische Militärregierung zur Sicherung von Kulturgütern, zwischen Mai 1945 und August 1946 im Marburger Staatsarchiv eingerichtet hatte.

Ausstellung "Monuments Men in Marburg"

Marburg im April 1945: Der amerikanische Kunstschutzoffizier Walker Hancock inspiziert die hessische Universitätsstadt auf der Suche nach nationalsozialistischem Raubgut und um den Zustand bedeutender Bauwerke zu begutachten. Zur Sicherung von Kulturgütern, die in einem Siegener Bergwerksstollen entdeckt worden waren, richtete die amerikanische Militärregierung im Marburger Staatsarchiv eine Sammelstelle ein, die etwas mehr als ein Jahr Bestand hatte.

Die Kunstschutzoffiziere waren der „Monuments, Fine Arts, and Archives Section“ (kurz MFA&A) zugeordnet und wurden aufgrund ihrer Tätigkeit informell als „Monuments Men“ bezeichnet. Sie trugen Kunstwerke, die von deutschen Einheiten aus den besetzten Ländern geraubt worden waren, zusammen und händigten sie ihren ursprünglichen Besitzern wieder aus.
Im Marburger „Central Collecting Point“, der als Vorbild für weitere in Wiesbaden und München fungierte, wurden die Kunst­gegenstände katalogisiert, wenn nötig restauriert und vor allem in Kooperation mit den Mitarbeitern des Kunsthistorischen Instituts und des Bildarchivs Foto Marburg unter der Leitung von Richard Hamann fotografiert.

Die Ausstellung, die als Kooperation mit dem Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg noch bis 12. September 2021 im Staatsarchiv Marburg zu sehen sein wird, beleuchtet die Gründungsumstände des „Marburg Central Collecting Point“ im Kontext des militärischen Kunstschutzes sowie die weitere Entwicklung der Sammelstelle. Sie verdeutlicht die politischen aber auch wirtschaftlichen Schwierigkeiten einer letzten Endes erfolgreichen deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit inmitten der von großem Mangel geprägten frühen Nachkriegszeit. Auf anschauliche Weise veranschaulicht sie, inwieweit Marburg und die dort angesiedelten Institutionen mit ihren Akteuren in welthistorisch relevante Prozesse involviert waren – von Mai 1945 bis August 1946.

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