Inhalt anspringen

Girls'Day 2018 in der Kreisverwaltung

Dreizehn Mädchen haben dieses Jahr beim Girls’Day in der Kreisverwaltung des Landkreises mitgemacht. Erfahrungen sammelten die Mädchen in den Bereichen Informationstechnik, KFZ und Technisches Gebäudemanagement.

Der Landkreis bot ebenfalls Plätze in den Bereichen „Frauen in der Politik“ und „Ich werde Chefin“ an. Beim Besuch des Technischen Gebäudemanagements, das die kreiseigenen Liegenschaften wie Schulen, Sporthallen und Verwaltungsgebäude im Landkreis Marburg-Biedenkopf betreut, konnte Svenja (13) einen Bauplan ihrer eigenen ehemaligen Grundschule am PC digital erstellen, was sie „echt cool“ fand. Von den Architektinnen und Architekten und Ingenieurinnen und Ingenieuren erfuhr sie, wie viele kleine Schritte nötig sind, bis ein Schulgebäude errichtet oder umgebaut ist und von der Schule genutzt werden kann.

Lene (12) hatte sich für einen Tag beim Fuhrpark des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der für die Überprüfung und Reparatur aller Dienstwagen zuständig ist, entschieden. Sie testete ein Elektroauto und ein Elektrofahrrad und erfuhr zudem, wie wichtig auch Organisation und Dokumentationen in einer Werkstatt sind. Außerdem blickte sie unter die Motorhaube eines defekten Transporters und lernte einiges über den Motor eines Wagens.

Auch die IT-Abteilung gab zwei Mädchen die Möglichkeit, sich die Bereiche Informatik, Technik und Cybersicherheit anzuschauen. Julia (11) und Pauline (11) arbeiteten selber an Computern, installierten Sicherheitssysteme und lernten kabellose Übertragungstechniken kennen. „Erst haben wir uns ein Virenschutzprogramm auf den Computer installiert und dann haben wir mit einem Testvirus geschaut, ob alles sicher ist und richtig funktioniert“, erzählte Pauline.

„Außerdem kenne ich jetzt eine coole Suchmaschine, um Informationen über mein Deutschbuch zu finden“, sagte Pauline. „Wir wissen jetzt worauf wir achten müssen, wenn wir im Internet surfen und wie wir uns schwere Passwörter ausdenken und diese testen können“, freute sich Julia, nachdem die Mädchen das Projekt Cybersicherheit besucht hatten.

Die Wirtschaftsförderung informierte unter dem Motto „Ich werde Chefin“ sieben Mädchen über die Voraussetzungen einer Unternehmensgründung und wie sie als Frau eine Führungsrolle in Unternehmen einnehmen können. Die Mädchen recherchierten an Laptops zu der Frage „Wie gründe ich ein Unternehmen?“ Dabei stellten sie Faktoren fest, die bei einer Existenzgründung bedacht werden müssen.

Anschließend interviewten die Mädchen zwei Unternehmerinnen aus dem Landkreis, die sich im Bereich Tischlereihandwerk und Modedesign selbstständig gemacht haben. Zu folgenden vorher gemeinsam erarbeiteten Punkten erhielten sie unter anderem Informationen und Tipps: berufliche Ausbildung, kaufmännische Kenntnisse, Erfahrungen in der jeweiligen Branche.

Gemeinsam sprachen sie auch die unterschiedlichen Erfahrungen der Unternehmerinnen als Frau und Kopf eines Unternehmens an. Mal eine „echte Unternehmerin“ kennengelernt zu haben, fanden alle Mädchen inspirierend. Einige stellten fest, noch nie darüber nachgedacht zu haben, dass eine Existenzgründung oder die Rolle als Leiterin eines Unternehmens, für sie eine echte Option sein könnte.

Genau dafür ist der Girls’Day notwendig“ betonte Landrätin Kirsten Fründt. „Mädchen auch ihnen bisher unbekannte, entweder technisch ausgerichtete Berufe oder auch Positionen vorzustellen, die sie für sich bisher noch nie in Betracht gezogen haben. Wir freuen uns daher sehr, dass wir den Girls’Day gemeinsam mit den vielen Unternehmen und Betrieben aus dem Landkreis unterstützen können.“ 

Im gesamten Landkreis Marburg-Biedenkopf standen allein auf der Online-Plattform dieses Jahr 481 Plätze in Organisationen, Betrieben und Institutionen zur Verfügung. Die Mädchen konnten aus 68 Angeboten wählen.

„Ebenso wichtig wie neue Berufe kennenzulernen und damit das Spektrum zu erweitern, ist es auch, den Mut zu bekommen, „groß zu denken“ und die Ziele hoch zu setzen. Zum Beispiel als Ingenieurin, als Chefin, als Landrätin oder Ähnliches arbeiten zu wollen“, ergänzte Frauenbeauftragte Claudia Schäfer. „Hierzu möchten wir die Mädchen ermutigen und Ihnen erfolgreiche Beispiele vorstellen“.

Dies konnten auch Selina (13) und Emely (13) erfahren. Sie begleiteten die Landrätin Kirsten Fründt zu einem Termin, schauten sich gemeinsam die Leitstelle der Gefahrenabwehr an und arbeiteten mit der Pressestelle zusammen. „Ich war überrascht über die vielen verschiedenen Tätigkeiten, die die Landrätin jeden Tag zu erledigen hat.“ erzählte Selina erstaunt. „Es war ein schöner Einblick, den wir bekommen konnten!“ das Fazit von Emily am Ende des Tages.

Informationen zum Girls’Day – Mädchen Zukunftstag gibt es ganzjährig auf der Homepage www.girls-day.de.

Bildergalerie

Vielen Dank fürs Teilen

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos ...