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Genesenennachweis

Der Genesenennachweis bescheinigt eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die Infektion durch eine positive PCR-Testung nachgewiesen worden war. Mit diesem Nachweis können Betroffene Ausnahmen entsprechend der Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung geltend machen.

Im Nachweis genannt wird der Gültigkeitszeitraum: mindestens 28 Tage nach der ersten positiven PCR-Testung und maximal sechs Monate danach. Für diesen Zeitraum wird ein Schutz vor einer erneuten Ansteckung mit dem Coronavirus angenommen und damit eine deutliche Verminderung des Übertragungsrisikos auf andere Personen.

Als „genesen“ im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion gilt eine Person, vom Gesundheitsamt aus der Isolierung entlassen wurde. Damit endet die Betreuung durch das Gesundheitsamt, das dann auch kein Anrecht mehr auf Informationen über die Person wie etwa Corona-Folgeerkrankungen hat. Der hier verwendete Begriff „genesen“ bedeutet also nicht in jedem Fall, dass die betroffene Person auch ganz gesund geworden ist.

Die Voraussetzungen zum Ausstellen eines Genesenennachweises sind in § 2 Nr. 5 der Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung (SchAusnahmV) des Bundes geregelt: 

Ein Genesenennachweis [ist] ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 […] in verkörperter oder digitaler Form, wenn die zugrundeliegende Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt.

Die Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung ist eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf setzt diese Verordnung um und ist an diese rechtliche Vorgabe gebunden. Die Verordnung bietet auch keine Rechtsgrundlage für abweichende Einzelfallentscheidungen. 

D. h. der ausschließliche Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern im Blut oder die aufgrund typischer COVID-Symptome nur vermutete Erkrankung ist nicht ausreichend für die Ausstellung des Genesenennachweises.

Genesenenbescheide werden ab sofort vorrangig digital erstellt durch (Haus-)Ärztliche Praxen und Apotheken. 

Erforderlich hierzu ist die Vorlage eines PCR-Nachweises.

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