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Pressemitteilung 091/2020

10.03.2020

Folgemeldung 1: Nachuntersuchung bestätigt 2. Infektion mit Coronavirus – Betroffene hatten keine Kontakte zu anderen

Marburg-Biedenkopf – Nach dem positiven Test auf das Coronavirus bei einer 50 Jahre alten Frau hat die Nachuntersuchung auch bei ihrem gleichaltrigen Ehemann den Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Damit gibt es im Landkreis Marburg-Biedenkopf zwei bestätigte Corona-Infektionen. Beide waren am Wochenende im eigenen Pkw aus Südtirol zurückgekehrt. Kontakte zu anderen hatten die Betroffen seit ihrer Rückkehr nicht. 

Nach der Rückkehr aus Südtirol, das als Risikogebiet gilt, hat das Ehepaar selbst Kontakte gemieden und ärztlichen Rat eingeholt. Ein folgender Test auf das Coronavirus fiel bei der Frau, die auch leichte Symptome hat, positiv aus. Das Testergebnis bei ihrem Mann war zunächst nicht eindeutig. Die notwendige Nachuntersuchung bestätigte schließlich, dass sich der 50-Jährige ebenfalls mit dem Erreger infiziert hat. Beide Betroffenen halten sich in häuslicher Isolierung auf. Ärzte des Gesundheitsamtes betreuen sie. 

Die Isolierung wird voraussichtlich zwei Wochen andauern. Voraussetzung für eine Aufhebung der Isolierung ist, dass die Betroffenen keine Beschwerden mehr haben und zwei Tests negativ verlaufen. 

„Die Betroffenen haben richtig gehandelt und Kontakte zu Dritten bis zur ärztlichen Abklärung vermieden“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. Dies sei der richtige Weg, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen, betonte auch Dr. Birgit Wollenberg, Leiterin des Gesundheitsamtes, die gleichzeitig nochmals auf die wichtigsten Hygieneregeln hinwies:

  1. Hände gründlich mit Seife waschen – die Anwendung von Desinfektionsmitteln ist nicht nötig!
  2. Einhalten der Nies- und Hustenetikette!
  3. Zu Hause bleiben, wenn man krank ist!
  4. Räume regelmäßig gut lüften!

„Wir teilen auch die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, dass die Gefährdung für die Bevölkerung derzeit als mäßig einzuschätzen ist“, sagte die Landrätin. Wichtig sei es, einen kühlen Kopf zu bewahren, die Lage aufmerksam zu beobachten und angemessen zu reagieren“, unterstrich die Landrätin. 

Die Verläufe einer Infektion mit dem Coronavirus seien meist mild, gleichwohl könnten aber auch, insbesondere bei älteren Menschen oder bei Menschen mit Vorerkrankungen schwerere Verläufe vorkommen, erläuterte Dr. Wollenberg. 

Das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat eine Telefon-Hotline eingerichtet, unter der Informationen, zum Beispiel für Reiserückkehrer, erfragt werden können. Das Gesundheitsamt bittet Reiserückkehrer aus Risikogebieten sich bei der Hotline zu melden. Sie ist werktags in der Zeit von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 06421 405-4444 erreichbar. Eine aktuelle Übersicht über die Risikogebiete bietet die Website des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de

Im Krankheitsfall können sich Betroffene außerdem an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 oder an ihren Hausarzt wenden. Außerdem steht die Hotline des Hessischen Sozialministeriums unter 0800-555 4 666 zur Verfügung. 

Wichtige Informationen sind außerdem online auf der Website des Landkreises Marburg-Biedenkopf unter www.marburg-biedenkopf.de einsehbar.

 

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