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Netzwerk knüpft Hilfestrukturen in der Pflege

16.10.2018

50 Vertreter ambulanter Pflegedienste, stationärer Pflegeeinrichtungen, Kommunen und Bürgerhilfen diskutierten die derzeitige Versorgungssituation im Landkreis während der Gesamtnetzwerk-Konferenz.

Unter Federführung des Pflegestützpunktes des Landkreises Marburg-Biedenkopf standen in den Beratungen im Auditorium der Universitätsklinik Marburg der Ausbau der Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks und die Weiterentwicklung des gemeinsamen Angebots in den Bereichen Gesundheit, Pflege und soziale Hilfen im Fokus.

In den vergangenen vier Jahren sei die Nachfrage nach Beratung und Case Management drastisch gestiegen. Dieser Entwicklung müsse Rechnung getragen werden, verdeutlichte Martina Berckhemer von der Stabsstelle Altenhilfe des Landkreises den Hintergrund der Konferenz.

Innerhalb dieser Zeit habe sich die Zahl mehr als verdoppelt. Seien es im Jahr 2014 noch 548 Menschen gewesen, die sich in den Pflegestützpunkten des Landkreises hätten beraten lassen, seien es 2017 bereits 1446 Klienten gewesen. Zwar hätten insbesondere lokale Anbieter auf Versorgungslücken im Bereich der stationären, teilstationären und häuslichen Pflege bereits reagiert und dabei vor allem die Unterstützung ambulanter Einrichtungen nach und nach ausgebaut, allerdings gelte es nach wie vor geeignete Strategien zu entwickeln, um den Klienten entgegenzukommen, hob Berckhemer hervor.

Das taten die Teilnehmenden unter anderem in mehreren Arbeitsgruppen. So etwa zu Versorgungslücken bei Betreuungs- und Entlastungsleistungen in der Häuslichkeit oder zur möglichen Stärkung der Profile von Bürgerhilfen und der Versorgungsstruktur insgesamt. Eine Idee bestand etwa darin, Anlaufstellen bei Fragen der Pflege in Form von „Pflege-Coaches“ bereits in kleinen und mittelständischen Betrieben unterzubringen. Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit einschließlich eigener Informationsveranstaltungen soll das Beratungsangebot bekannter machen und gemeinsame Veranstaltungen mit Patienten und Klienten könnten zukünftig zum Angebot zählen. Vertieft werden die Arbeitsergebnisse im kommenden Jahr in regionalen Netzwerkkonferenzen.

Auskünfte hierzu, einschließlich der bereits feststehenden Termine, gibt Martina Berckhemer von der Stabsstelle Altenhilfe unter der Telefonnummer 06421 405-1543 oder per E-Mail an BerckhemerMmarburg-biedenkopfde.

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