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 Marburg, den 30.07.2010
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Pressemeldung 105/2010 09.03.2010
Landesehrenbriefe als Dank und Ansporn für sieben engagierte Menschen - Landrat Robert Fischbach händigt Auszeichnung für langjährigen bürgerschaftlichen Einsatz aus

Marburg-Biedenkopf – Für langjähriges ehrenamtliches Engagement hat Landrat Robert Fischbach sieben Menschen am Dienstag den Ehrenbrief des Landes Hessen ausgehändigt. Der Landrat dankte den Geehrten für ihren ausdauernden Einsatz in verschiedenen Bereichen des bürgerschaftlichen Engagements.

Das Engagement an exponierter Stelle begann bei Melanie Krämer-Kowallik 1997 im Bereich der Politik. Von 1997 bis 2001 war sie Mitglied im Ortsbeirat des Gladenbach Ortsteils Römershausen. Ebenfalls in 1997 wurde sie Vorsitzende der Jungen Union (JU) Gladenbach, Mitglied im Kreisvorstand der JU, Kreis- und Landesdelegierte. Diese Ämter hatte sie bis 2001 inne. Seit 1997 ist sie zudem Vorstandsmitglied in der Vereinsgemeinschaft Römershausen, 2008 übernahm sie dort die Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden. Seit 2001 ist sie4 darüber hinaus die Ortsvorsteherin von Römershausen, Mitglieder der Gladenbacher Stadtverordnetenversammlung und Mitglied im Ausschuss für Jugend, Sport, soziale und kulturelle Angelegenheiten. Seit 2006 sitzt sie diesem Ausschuss vor. Seit 2006 ist sie Kreistagsabgeordnete im Landkreis Marburg-Biedenkopf, stellvertretende Patientenfürsprecherin und Mitglied im Schul- und Kulturausschuss des Landkreises. Seit 2008 ist sie außerdem Mitglied im Elternbeirat des katholischen Kindergartens in Gladenbach.

Anita Ochs aus Neustadt setzt sich seit 1989 für die Belange ihrer Mitmenschen ein.  Von 1989 bis 1993 und von 2003 bis heute war und ist sie Mitglied der Neustädter Stadtverordnetenversammlung. Von  1989 bis 1993 war sie dort Mitglied im Jugend- und Sozialausschuss, seit 2004 ist sie Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss. Von 1997 bis 2006 bekleidete sie das Amt der Ortsvorsteherin im Stadtteil Speckswinkel und seit 1996 ist sie die 2. Vorsitzende beim Gemischten Chor "Frohsinn" Speckswinkel.

Karlheinz Kurz aus Neustadt begann seine ehrenamtliche Karriere 1982 als 2. Vorsitzender des Mengsberger Schützenvereins. Von 1985 bis 1996 übernahm er dort die Funktion des 1. Vorsitzenden. 1998 wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Schützenvereins ernannt. Als Ortsvorsteher kümmert er sich zudem seit 2006 um die Interessen des Stadtteils Mengsberg und der Bürgerinnen und Bürger, die dort leben.

Mit vollem Einsatz widmet sich Thomas Wittmann aus Weimar-Roth dem Sport-Club (SC) Roth/Argenstein. 1996 übernahm er dort das Amt des 1. Vorsitzenden und lenkt seit dem die Geschicke des Vereins.

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist Arthur Meischt aus Weimar-Niederweimar für den Schützenverein in seinem Heimatort aktiv. Von 1975 bis 1979 war er Mitglied im erweiterten Vorstand. Von 1979 bis 1990 übte er dort auch die Funktion des Schriftführers aus. Ebenfalls im Jahr 1990 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden beim Schützenverein Niederweimar und übt dieses bis heute aus.

Erich Sänger aus Angelburg-Gönnern erkannte bereits 1978 die Bedeutung des Naturschutzes und begann, sich in diesem Bereich zu engagieren. Von 1978 bis 1980 war er der 2. Vorsitzende des Vogelschutzvereins Gönnen. Von 1981 bis 1982 übernahm er dort  das Amt des 1. Vorsitzenden. Von 1980 bis 1994 war er Vorstandsmitglied bei der NABU-Ortsgruppe Lixfeld. 1994 übernahm er dort das Amt des 2. Vorsitzenden und 2002 das des 1. Vorsitzenden. Seit 1995 arbeitet er auch bei der Deutschen Ameisenschutzwarte mit. Seit 2000 ist er Vogelschutzbeauftragter der Staatlichen Vogelschutzwarte Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland. Seit 2002 ist er zudem Kreisbeauftragter für Vogelschutz im Altkreis Biedenkopf und seit 2005 stellvertretendes Mitglied im Naturschutzbeirat Marburg-Biedenkopf. Seit 2006 arbeitet er darüber hinaus noch in der Landesarbeitsgruppe Ornithologie (Vogelkunde) des NABU Hessen mit und ist seit 2003 naturkundlicher Betreuer im Waldkindergarten in Lixfeld.

Für die Belange seines Heimatortes Cölbe-Schwarzenborn hat sich Wilhelm Fus von 1993 bis 2006 eingesetzt. Den meisten Schwarzenbornern ist er auch als Wahlhelfer bekannt: Seit 1960 bis zur Europawahl im uni 2009 hat er als Wahlhelfer oder Wahlvorstand regelmäßig seinen Dienst im Wahllokal verrichtet.

Landrat Robert Fischbach betonte bei der Aushändigung der Auszeichnung die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft. Ohne den unermüdlichen Einsatz der vielen Helferinnen und Helfer würden viele, auch lieb gewonnene Dinge nicht mehr funktionieren. "Der Staat könnte dies alles gar nicht leisten. Gleichwohl kann der Staat aber vernünftige Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen", betonte der Landrat. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten noch mehr Menschen dazu motiviert werden, sich ehrenamtlich zu engagieren. Eine diese Hilfestellungen sind zum Beispiel die Weiterbildungsangebote für ehrenamtliche Führungskräfte in den Vereinen. "Die Ehrenamtsförderung des Landkreises bietet Seminare zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel Steuerrecht für Vereine, Versicherungen, GEMA, Vereinsrecht oder Finanzmittelbeschaffung an", erläuterte der Landrat.

"Mit diesen Weiterbildungsangeboten, die von den Ehrenamtlichen sehr gut angenommen werden, versuchen wir den Menschen, die sich ehrenamtlich einsetzen, den Rücken zu stärken", so Landrat Fischbach. Die Auszeichnung mit dem Landesehrenbrief sei zudem eine öffentlich wahrnehmbare Würdigung für jahrelangen Einsatz. "Diese Ehrung sollte aber möglichst als Zwischenzeugnis und nicht als Abschiedsurkunde verstanden werden", erklärte Robert Fischbach.

Hintergrund:
Der Ehrenbrief des Landes Hessen ist eine 1973 vom damaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald gestiftete Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl.  Mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet werden kann, wer sich mindestens zwölf Jahre lang in herausgehobener Position bei Vereinen, sozialen oder Kulturellen Institutionen oder in der Kommunalpolitik ehrenamtlich verdient gemacht hat.
 
 

In der Kreisverwaltung wurden Landesehrenbriefe von Landrat Fischbach ausgehändigt. Vorschau - Foto: Landkreis
In der Kreisverwaltung wurden Landesehrenbriefe von Landrat Fischbach ausgehändigt (v.l.n.r., vordere und zweite Reihe): Landrat Robert Fischbach, Thomas Wittmann, Melanie Krämer-Kowallik, Wilhelm Fus, Anita Ochs, Karlheinz Kurz, Erich Sänger und Arthur Meischt (3. und 4. Reihe): Bürgermeister Volker Muth, Bürgermeister Thomas Groll, Bürgermeister, Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim, Volker Carle und Bürgermeistre Norbert Mai. Foto: Landkreis
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