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Reddehausen in der Dorferneuerung - Landrat Fischbach und Bürgermeister Carle stellen Gesamtinvestitionsrahmen vor
(Pressemeldung 17/2003 vom 20.01.2003) Reddehausen ist nach Schönstadt der zweite Ortsteil der Gemeinde Cölbe, der als Förderschwerpunkt für das Hessische Dorferneuerungsprogramm anerkannt wurde. Der Ort hat 415 Einwohner und stellt sich als landwirtschaftlich geprägtes Haufendorf dar. Die Anerkennung als Förderschwerpunkt erfolgte im Januar 2000 durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Minister Posch überreichte am 2. Februar 2000 im Rahmen einer kleinen Feierstunde persönlich den Anerkennungsbescheid.

Das Entwicklungskonzept für Reddehausen und der Maßnahmenkatalog wurden unter starker Bürgerbeteiligung vom Arbeitskreis Dorferneuerung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Cölbe, dem Büro für Architektur und Stadtplanung (BAS) und der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung beim Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf erarbeitet.

Wie Landrat Robert Fischbach und Bürgermeister Volker Carle erläuterten, wurde nach einer Phase der intensiven konzeptionellen Planungsarbeit jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht. Im Dezember 2002 fand ein gemeinsames Gespräch zwischen den genannten Beteiligten und der InvestitionsBank Hessen AG (IBH), als hessenweite Koordinierungs- und Bewilligungsstelle für das Dorferneuerungsprogramm, statt. Als Ergebnis wurde der kommunale Maßnahmenkatalog sowie der Gesamtinvestitionsrahmen für die öffentlichen Maßnahmen in Cölbe-Reddehausen abgestimmt. Für den bis zum Jahr 2008 reichenden Förderzeitraum wurde ein Investitionsrahmen für die in Trägerschaft der Gemeinde durchzuführenden Maßnahmen in Höhe von 710.000,- Euro vereinbart.

Fischbach und Carle sind sich dahingehend einig, dass die wichtigste Maßnahme die Schaffung von Räumlichkeiten für die örtlichen Aktivitäten ist. Schon zu Beginn der Planungsphase wurde bemerkt, dass die vielfältigen Aktivitäten der Reddehäuser durch fehlende Räumlichkeiten eingeschränkt werden. Was für die Vereinsaktivitäten gilt, trifft für größere Feiern und Familienfeste in verstärktem Maße zu. Diese müssen mangels Möglichkeit zurzeit noch in andere Orte verlagert werden. Im Rahmen der Dorferneuerung soll im Bereich des Sportplatzes ein neues Gebäude errichtet werden, das zukünftig allen Aktiven zur Verfügung stehen soll. Wesentlicher Bestandteil des Nutzungskonzeptes ist, dass das "Management" des Gebäudes sowie die Betriebskosten im Ort organisiert und vom Ort getragen werden.

Im Arbeitskreis Dorferneuerung wurde die neu zu schaffende Einrichtung bisher unter dem Arbeitstitel Versammlungsraum geführt. Nachdem jetzt die Voraussetzung für eine Realisierung geschaffen wurden, ist die erste Aufgabe, einen prägnanten Namen für das Haus zu finden. Alle Reddehäuser sind aufgefordert, sich in dieser Frage kreativ einzubringen. Vorschläge nimmt der Ortsvorsteher, Ralf Küch, entgegen.

Weitere wichtige Maßnahmen sind die gestalterische Aufwertung des Dorfzentrums um die Linde und die Gaststätte, dem Denkmalsplatz und dem Jugendclub. Im Rahmen einer Projektarbeit soll der Erhalt und die Nutzung der vorhandenen Streuobstbestände aufgegriffen werden. Geplant ist auch die Umnutzung eines bestehenden Gebäudes für Lagerung und Verarbeitung des Obstes sowie die Anschaffung einer eigenen Presse.

Bisher wurde aber nicht nur geplant. Die Umgestaltung des Brunnenplatzes mit Wiederherstellung des historischen Brunnens ist bereits in vollem Gange und soll bereits in diesem Frühjahr abgeschlossen werden. Weitere für das Jahr 2003 vorgesehene Maßnahmen sind die Umgestaltung des Denkmalsplatzes inklusive der Anlage eines Fußweges zwischen Oberrospher Straße und Waldstraße sowie die Bauplanung für den oben genannten Versammlungsraum.

Die Dorferneuerung beschränkt sich nicht nur auf die öffentlichen Maßnahmen. Privaten Bauherrschaften bietet sie die Möglichkeit, Fördergelder für notwendige Instandsetzungsarbeiten an der historischen Bausubstanz zu beantragen. Für bauliche Fachfragen steht das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro BAS zur Verfügung. Dieses kann für eine kostenlose Grundberatung herangezogen werden. Bei Fragen zu Fördermöglichkeiten und Förderverfahren sind die Mitarbeiter der Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung Marburg behilflich.

Anträge sollten möglichst frühzeitig an das zuständige Landratsamt, Hauptabteilung Regionalentwicklung, Kataster, Abteilung Dorf- und Regionalentwicklung, Robert-Koch-Str.17, 35037 Marburg, gestellt werden.
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