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Positive Bilanz nach einem Jahr KreisJobCenter - Erfolge durch großes Engagement
(Pressemeldung 30/2006 vom 27.01.2006) Marburg-Biedenkopf – Landrat Robert Fischbach und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern stellten zusammen mit dem stellvertretenden Leiter des KreisJobCenters, Uwe Pöppler, der Presse eine erste Bilanz nach einjähriger Tätigkeit des KreisJobCenters vor. Die KreisJobCenter sind für die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) zuständig, das heißt für die zusammengeführte Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe. Sie sind außerdem zuständig für diejenigen Antragssteller, die derzeit Sozialhilfebezieher sind und einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II gestellt haben

„Trotz des immens großen Zeitdrucks ist es uns in kürzester Zeit gelungen, Ende 2004 eine neue Behörde aufzubauen, die im Januar 2005 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Viele haben mit großem Engagement daran mitgewirkt, dass wir das zeitgerecht realisieren konnten. All diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Personen und Firmen sowie der Stadt Marburg und der Stadt Stadtallendorf gilt unser Dank“, so Landrat Robert Fischbach. Es sei in jedem Fall richtig gewesen, die Option zu ziehen. Es zeige schon jetzt, die größere kommunale Flexibilität der kommunalen Zuständigkeit für diese Aufgabe. Das weise in die richtige Richtung.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Kasten McGovern, der als zuständiger Dezernent für das KreisJobCenter verantwortlich ist, bedankte sich vor allem bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im KreisJocCenter aber auch bei den beteiligten Trägern. „Nur die gemeinsame Arbeit und das große Engagement aller hat den Erfolg des ersten Jahres möglich gemacht“, so Dr. McGovern. „Unsere Stärke ist das aufgebaute regionale Netzwerk und die Möglichkeit, Maßnahmen vor Ort ergreifen zu können, um langzeitarbeitslosen Menschen passgenaue Hilfen anzubieten und ein guter Personaldienstleister für die Unternehmen der Region zu sein“, erklärte Dr. McGovern.

Landrat Fischbach, Dr. McGovern und Uwe Pöppler in Vertretung der erkrankten Leiterin Andrea Martin, stellte eine Reihe an Zahlen vor, die zumindest einen Eindruck von der Arbeit ermöglichen.

Im Jahr 2005 konnten insgesamt 5.621 Angebote beruflicher Perspektiven aufgezeigt werden. Das ist eine als sehr positiv zu bewertende Zahl. Hinter dieser Zahl stehen 2.661 Vermittlungen in den ersten Arbeits- und Ausbildungsmarkt durch Auswahl und Vorschlag des KreisJobCenters vom 01.01.2005 – 15.12.2005 und zudem konnten fast dreitausend Menschen (2.960) Arbeitsgelegenheiten vermittelt werden (allein im zweiten Halbjahr: 717 Menschen in Arbeitsgelegenheiten, 827 Menschen in Kurse, Projekte und berufliche Weiterbildung und 372 Menschen in betriebliche Praktika vermittelt). Hinzu kommen Vermittlungen durch beauftragte Dritte.

Gab es im Juni 2005 noch 300 gemeldete offene Arbeitsstellen, so gelang es bis zum Dezember 2005 667 offene Stellen gemeldet zu bekommen und damit die Chancen auf Vermittlung für Langzeitarbeitslose deutlich zu verbessern.

Landrat Fischbach und Dr. McGovern verdeutlichten nochmals, dass in den KreisJobCentern des Kreises auch im Hessen-Vergleich gut gearbeitet werde. So lag man im dritten Quartal im Vergleich der hessischen Optionskommunen mit 771 Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt mit einer Quote von 9,4 % auf dem ersten Platz.

Dr. McGovern verwies darauf, dass ein besonderes Augenmerk natürlich auch auf die jugendlichen Arbeitslosen gerichtet wurde. Von 622 beim KreisJobCenter gemeldeten Jugendlichen, die 2005 eine Ausbildung suchten, müssen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur noch für 16 Jugendliche Maßnahmen ergriffen werden. Die anderen haben entweder eine Ausbildungsstelle gefunden oder sind in einer berufsorientierenden oder berufsvorbereitenden Maßnahme. Das, so Dr. McGovern, sei eine sehr gute Nachricht.

Nicht vergessen sollte auf der anderen Seite, dass das Konzept „comeback@50“ im Wettbewerb „Beschäftigungspakt für Ältere in den Regionen“ mit vier Millionen Euro prämiert wurde. Gerade für Arbeitssuchende über 50 Jahre eröffnen sich dadurch neue Chancen.

Als Fazit hielt der Kreisausschuss fest, dass der eingeschlagene Weg sich als richtig erwiesen habe. Die Nähe vor Ort zu den Unternehmen und ihren spezifischen Anforderungen sei der große Vorteil des regionalen Ansatzes. Die Leitung des KreisJobCenters mit Andrea Martin und Uwe Pöppler habe das Vertrauen in sie voll gerechtfertigt und durch ihren Einsatz und den Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KreisJobCenters könne man bereits nach dem ersten Jahr Erfolge aufweisen, die man vor einem Jahr bestimmt nicht erwarten durfte.
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