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Mehr Fälle im KreisJobCenter als erwartet - Personelle Maßnahmen erfolgen
(Pressemeldung 9/2005 vom 11.01.2005) "Nach einer ersten Bilanzierung ist von einer deutlich höheren Fallzahl im KreisJobCenter als erwartet auszugehen", so der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Prognostiziert waren circa 5700 Fälle beziehungsweise Bedarfsgemeinschaften. Zwischenzeitlich sind über 6300 Bedarfsgemeinschaften im KreisJobCenter gezählt worden. Gleichzeitig wird erwartet, dass durchschnittlich mehr Erwerbsfähige im Sinne des Gesetzes als bisher angenommen in einer Bedarfsgemeinschaft sind.

Von den 5700 Fällen sind etwa 2400 frühere Empfängerinnen und Empfänger der Sozialhilfe. Von den Agenturen für Arbeit sind circa 3670 Akten übergeben worden. Abschließend geklärt werden muss noch, wie viele davon tatsächlich einen Leistungsanspruch haben.

Nachdem die Agenturen offenbar schon im Dezember keine SGB II-Anträge mehr angenommen und bearbeitet haben, sind unter 260 Neuanträgen etliche bisherige Arbeitslosenhilfeempfängerinnen und -empfänger.

Bemessungsgrundlage für die Finanzausstattung des Landkreises ist die Zahl der Erwerbsfähigen innerhalb der Bedarfsgemeinschaften. Die Auswertung erlaubt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur eine Schätzung, da erst noch genau ermittelt werden muss, wie viele Erwerbsfähige in den 3670 Akten der Agentur erfasst wurden. Im Bereich der bisherigen Sozialhilfefälle kommen auf eine Bedarfsgemeinschaft statistisch circa 1,3 Erwerbsfähige. Nimmt man dies generell an, so ist mit über 8000 Erwerbsfähigen, statt bisher angenommenen 6500 Erwerbsfähigen, im Landkreis Marburg-Biedenkopf zu rechnen.

"Für den Landkreis bedeutet die Fallzahlsteigerung, dass die Personalplanungen noch längst nicht abgeschlossen sind", so Dr. McGovern. In den nächsten Wochen werden daher weitere Schritte unternommen, um das Konzept eines integrierten Fallmanagements umsetzen zu können.
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