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Landrat und Feuerwehrverband lehnen diese Form der Wahlwerbung entschieden ab
(Pressemeldung 18/2003 vom 21.01.2003) Als zuständiger Dezernent für den Fachbereich Gefahrenabwehr und damit auch für die Feuerwehren im Landkreis Marburg-Biedenkopf äußert sich Landrat Robert Fischbach zu der Wahlwerbung der Republikaner an einem ehemaligen Feuerwehrfahrzeug in Stadtallendorf:

"Meiner Meinung nach hat Wahlwerbung auf Einsatzfahrzeugen oder ehemaligen Einsatzfahrzeugen überhaupt nichts zu suchen. Die Art und Weise wie hier versucht wird, sich das gute Image der Feuerwehr nutzbar zu machen, ist entschieden abzulehnen," sagte der Landrat. Er sei sich sicher, dass alle Feuerwehrleute gegen eine solche Art der Wahlwerbung seien.

Bei ihm und in der Verwaltung gehen Anrufe von irritierten und verärgerten Bürgern ein. Grund ist die Werbung der Republikaner auf einem ursprünglich aus Gummersbach stammenden und in Fulda gemeldeten ehemaligen Feuerwehrfahrzeug. Es wird durch den Schriftzug Feuerwehr der Eindruck erweckt, dass es sich hierbei um ein aktuelles Einsatzfahrzeug handelt. Dieser Eindruck wird zusätzlich durch ein grünes Nummernschild verstärkt.

"Es ist mir sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um kein Feuerwehrfahrzeug aus unserem Landkreis oder von einer unserer Feuerwehren im Kreis handelt", so der Landrat. Der Vorfall sei inzwischen an den zuständigen Landkreis Fulda gemeldet worden und dort werde man der Sache nachgehen, sagte Fischbach.

So wie Landrat Fischbach meldet sich auch der Kreisbrandinspektor Dieter Beetz für den Kreisfeuerwehrverband Marburg-Biedenkopf zu Wort: "Die Freiwilligen Feuerwehren unseres Landkreises sind Sinnbild für die Hilfeleistung in Notsituationen für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion und Parteizugehörigkeit. Wir verwahren uns auf das entschiedenste gegen die in Stadtallendorf erfolgte Wahlwerbung mit einem Feuerwehrfahrzeug. Kein Angehöriger unserer Feuerwehren käme auf eine solch unsinnige Idee, wird doch die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Feuerwehren durch so einen Auftritt erheblich in Frage gestellt. Zu bedauern ist hierbei, dass die Freiwillige Feuerwehr Stadtallendorf einen erheblichen Imageschaden davon tragen könnte, gleichwohl sie mit dieser ‚Präsentation‘ rein gar nichts zu tun hatte, ja nicht einmal das Fahrzeug aus unserem Landkreis stammte. Wahlwerbung hat da ihr Ende zu finden, wo sie versucht, Zusammenhänge zu den Feuerwehren herzustellen die es nicht gibt und hoffentlich auch niemals geben wird."

Landrat Fischbach und der Kreisfeuerwehrverband verdeutlichten, dass die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Marburg-Biedenkopf auch weiterhin allen Menschen zur Seite stehen, die Hilfe benötigen; und zwar so, wie das erwartet werde. Das geschehe professionell und unparteilich.
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