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Landkreis Marburg-Biedenkopf stellt Konzeption Suchtprävention vor
(Pressemeldung 15/2005 vom 14.01.2005) Gemeinsam und frühzeitig dem Suchtverhalten entgegenwirken, dies lässt sich als Ziel der im Kreishaus vorgestellten Konzeption Suchtprävention im Landkreis Marburg-Biedenkopf ansehen. Bei der Vorstellung der Konzeption betont der Erste Kreisbeigeordnete und Dezernent für Jugend, Familie und Gesundheit, Dr. Karsten McGovern, dass eine wirkungsvolle Suchtprävention nur funktioniert, wenn möglichst viele Institutionen, die für Kinder und Jugendliche in deren Sozialisation von Bedeutung sind, sich daran beteiligen. Die Konzeption Suchtprävention versteht sich daher als Aufforderung, die schon vorhandenen Ansätze der Suchtprävention weiterzuführen und noch zu verstärken.

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf existiert seit 1983 die Präventionsfachstelle im Fachbereich Gesundheit und seit 1994 die Fachstelle für Suchtprävention in Stadtallendorf. Die dort tätigen Fachkräfte arbeiten auf vielen Ebenen und zwar in der Elternarbeit, der Information und Fortbildung von Multiplikatoren, der Begleitung und Durchführung von Projekten in Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen und in der Öffentlichkeitsarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten nach fachlich erforschten Standards der Suchtprävention und führen regelmäßig eine Qualitätssicherung durch.

Mit der vorliegenden Konzeption soll die Arbeit aller in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit tätigen Fachkräfte unterstützt werden. Suchtprävention muss zu einem alltäglichen und dazugehörigen Thema in der verbandlichen und gemeindlichen Jugendarbeit, in den Kindertagesstätten, in der Schule, in der Beratungsarbeit und auch bei den Eltern werden. Nur so kann eine umfassende Strategie gegen Abhängigkeit erfolgreich sein.

Das Thema Prävention ist durch das geplante Präventionsgesetz momentan verstärkt in der Diskussion. Suchtprävention ist ein Teil der Prävention, die nach dem Verständnis der umfassenden Gesundheitsförderung arbeitet. Gemäß des Begründers der Salutogenese (Lehre darüber, was Menschen gesund erhält), Aaron Anatovsky, sollen Menschen in einem Fluss voller Gefahren, Strudeln, Biegungen und Stromschnellen zu guten Schwimmern gemacht werden, statt die Ertrinkenden aus dem Strom zu reißen.

Die Konzeption ist für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen in der Erziehungsarbeit vorgesehen. Neben Grundsätzen in der Suchtprävention werden eine Leistungsbeschreibung, Angebote, Kooperationspartner und Adressen vorgestellt. Die Konzeption ist erhältlich im Fachbereich Gesundheit in Marburg, Tel.: 06421/189141 und in der Präventionsfachstelle in Stadtallendorf, Tel.: 06428/7333.
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