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Landkreis ändert die Förderung des Chorwesens mit Schwerpunkt auf die Projektförderung und Jugendarbeit - Anträge können bis zum 31. März 2005 eingereicht werden
(Pressemeldung 7/2005 vom 11.01.2005) Bereits im letzten Jahr hat der Landkreis die Förderung des Chorwesens umgestellt. „Es gibt fast vierhundert Chöre im gesamten Landkreis. Das ist eine sehr hohe Anzahl. Gesang ist nicht nur eine sehr beliebte, sondern auch eine sehr kommunikative und sinnvolle Freizeitbeschäftigung“, sagte Landrat Robert Fischbach.

Allerdings gebe es einerseits Gesangvereine und Chöre, die sehr aktiv seien und insbesondere auch in der Jugendarbeit viel Engagement zeigen würden, andererseits gibt es jedoch auch solche, die kaum mehr aktiv sind und für den Nachwuchs im Chorwesen kaum oder gar keine Angebote mehr bereithalten würden. Deshalb, so der Landrat, habe man die Förderung komplett umgestellt, um vor allen den aktiven Chören besser helfen zu können.

Seit letztem Jahr erfolgt die Förderung des Chorwesens im Rahmen einer Sockelförderung über die Sängerbünde und Sängerkreise sowie mittels einer Projektförderung. In diesem Jahr greifen die Veränderungen vor allem auch im Hinblick auf eine neue Antragsfrist bis zum 31. März 2005.

Während die Sockelförderung ausschließlich den Sängerkreisen bzw. Kirchen zur weiteren Verwendung insbesondere für Fortbildungen zur Verfügung gestellt wird, sollen durch die Projektförderung alle Chöre die Möglichkeit erhalten, bei besonderen Aktivitäten unterstützt zu werden. Grundsätzlich gilt, das Projekte gefördert werden, die beispielhaft sind, die herausragende Leistungen darstellen und vor allem der Förderung und Ausbildung der Kinder- und Jugendchöre dienen. Als mögliche Projekte kommen so zum Beispiel die Gründung eines Jugendchores oder einer Jugendgruppe, die Aus- und Fortbildung von Jugendlichen aber auch Veranstaltungen wie „Wertungs- oder Kritiksingen mit defizitärer Finanzierung“ in Betracht. Wichtig dabei ist, dass es sich um eine zukünftige Maßnahme handelt und je Maßnahme ein Mindestbetrag in Höhe von 200 Euro erreicht wird.

Auslandsreisen, die Beschaffung von Textilien, die Beschaffung und die Reparatur von Musikinstrumenten können nicht mehr gefördert werden.

Die Antragstellung sollte mittels eines Antragsformulars vor der Durchführung der Veranstaltung erfolgen und spätestens bis zum 31. März eines Kalenderjahres an die Kreisveraltung geschickt werden. Dieses Formular kann beim Kreisausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Presse- und Kulturarbeit, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg, Tel.: 06421/405-228 (achenbachs@marburg-biedenkopf.de) angefordert werden. Ein Finanzierungsplan, aus dem alle projektbezogenen Einnahmen und Ausgaben ersichtlich sind, ist dem Antrag beizufügen.

Die Anträge werden dann von der Verwaltung geprüft und im April von einem Gremium mit Fachleuten aus den Förderbereichen und Bediensteten der Verwaltung auf ihre Förderung hin entschieden.
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