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Land will Integrierte Gesamtschule in Neustadt nicht genehmigen - Kreisausschuss fordert Änderung des Erlasses
(Pressemeldung 6/2006 vom 03.01.2006) Marburg-Biedenkopf - In einem Ende letzten Jahres versandten Erlass teilt die Hessische Kultusministerin mit, dass es im nächsten Schuljahr keine neuen Gymnasialklassen mehr geben soll. Gleichzeitig kündigt die Kultusministerin an, die im Schulentwicklungsplan des Landkreises anvisierte Integrierte Gesamtschule (IGS) in Neustadt ab dem Schuljahr 2007/2008 nicht zu genehmigen. Auf diese Ankündigung haben der Landrat des Landkreises Robert Fischbach und der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern direkt reagiert und in einem Schreiben an die Kultusministerin dazu aufgefordert, den Erlass zu revidieren und die Absicht der Nichtgenehmigung nicht umzusetzen. Dies widerspreche dem Ziel eines stabilen weiterführenden Schulangebotes in Neustadt und außerdem allen Beschlüssen der Region. Neben dem Kreistag hatten sich die Schulgremien und auch die Stadtverordnetenversammlung in Neustadt für eine Integrierte Gesamtschule ausgesprochen.

Der Kreistag des Landkreises hatte am 18. November 2005 den Schulentwicklungsplan mit der Planung einer integrierten Gesamtschule in Neustadt beschlossen. "Wenn im nächsten Schuljahr keine neue Gymnasialklasse gebildet wird, ist auch die Idee, eine integrierte Gesamtschule in Neustadt einzuführen, nicht mehr realistisch. Damit besteht wegen der geringen Schülerzahlen die Gefahr, dass es in Neustadt künftig kein stabiles weiterführendes Schulangebot mehr geben wird. Wir können nicht nachvollziehen, weshalb das Kultusministerium den nach reiflichen Überlegungen eingebrachten Vorschlag einer IGS verwerfen will und hoffen auf eine Korrektur des Erlasses", so Dr. McGovern.
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