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Jugendgruppenleiter-Ausbildung
(Pressemeldung 10/2003 vom 14.01.2003) Wie Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern mitteilte, ist für die öffentliche Förderung von Kinder- und Jugendgruppen, die Leitung durch einen geeigneten Jugendgruppenleiter Voraussetzung. Ihre Anerkennung als Jugendgruppenleiter erwerben in diesen Wochen 24 Personen im Rahmen der Gruppenleiterschulung der Kreisjugendpflege Marburg-Biedenkopf.

Die Ausbildung, die sich über sechs Wochenenden erstreckt und noch bis Mitte März 2003 läuft, wird von Kreisjugendpfleger Reinhold Beck, Kathryn Leppert, Joachim Scholz und Stefanie Fischer geleitet.

Die Kinder- und Jugendarbeit bietet der heranwachsenden Generation wesentliche Entfaltungsmöglichkeiten außerhalb von Elternhaus und Schule. Kinder und Jugendliche finden dort Gelegenheit, sich sinnvollen Aufgaben zu widmen, individuelle Fähigkeiten zu entwickeln und ihren Erfahrungshorizont zu erweitern. In Gruppen mit gleich gesinnten Altersgenossen können sie Zusammenarbeit üben und Geselligkeit erleben. In alldem liegt ein hoher erzieherischer Wert. Sinn und Nutzen der Kinder- und Jugendarbeit sind seit langem anerkannt, und Jugendarbeit ist auch auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen.

Die ehrenamtliche Mitwirkung in der Jugendarbeit ist geeignet. Fähigkeiten des Arbeitnehmers zu entwickeln und zu fördern, die auch dem Arbeitgeber zugute kommen können. Wer als Leiter einer Kinder- oder Jugendgruppe in seiner Freizeit tätig ist, wird dabei in der Regel Eigeninitiative entfalten und Verantwortungsbereitschaft zeigen müssen: Er gewinnt Erfahrungen im Umgang mit Menschen und Führungsqualitäten. Solche Fähigkeiten können sich auch bei der Tätigkeit im Betrieb positiv auswirken. Gerade für ehrenamtliche Kinder- und Jugendgruppenleiter wird die Aufgabe, so Reinhold Beck, immer schwieriger. Erhöhter Leistungsdruck in Schule und Ausbildung, vermehrte kommerzielle Freizeitangebote und Konsumorientiertheit führen dazu, dass immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene bereit sind, sich ehrenamtlich in Vereinen oder Verbänden zu engagieren. Diejenigen, die dennoch in diesem Bereich tätig sind, sehen sich mit immer neuen Problemen konfrontiert.

Von ihnen werden beispielsweise pädagogische Fähigkeiten und Rechtskenntnisse verlangt, um Kinder und Jugendliche mehr zu motivieren und insbesondere feste, gruppenspezielle Angebote zu unterbreiten. Oftmals sind Ehrenamtliche diesen Anforderungen nicht gewachsen und verlieren das Interesse an der weiteren Mitarbeit. Um dies zu verhindern, bedarf es einer besseren und qualifizierten Aus- und Fortbildung, erklärte Kreisjugendpfleger Beck. Er erinnerte daran, dass Kinder- und Jugendarbeit neben Familie und Beruf/Schule die dritte Erziehungs- und Bildungsinstitution darstellt: "In der Kinder- und Jugendarbeit geht es nicht um die Beaufsichtigung von Kindern in ihrer Freizeit. Kinder- und Jugendarbeit versteht sich als eine dritte, eigenständige, außerfamiliäre und außerschulische Erziehungs-, Bildungs- und Freizeiteinrichtung. Das Rollenverhalten in der Gruppe und der damit verbundene Gruppenprozess, Leitungsstile, Programm und Programmgestaltung, Medien und Umweltarbeit, Konflikte in der Gruppe, neue kreative Spiele und Tänze, wie auch erste Hilfe in der Gruppenstunde sind Themen während der Gruppenleiterausbildung."

Im Oktober dieses Jahres wird wieder ein neues Seminar für Jugendgruppenleitungen angeboten. Informationen sind bei der Kreisjugendpflege Marburg-Biedenkopf, Tel.: 06421/405-368 oder 06461/79-113 erhältlich.
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