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Gesellschafterversammlung der Breitband Marburg-Biedenkopf GbR will Eigentums-GmbH vorbereiten - Weitere Schritte für ein zukünftiges, leistungsfähiges Breitbandnetz im Landkreis eingeleitet

PM 073/2012                                          Marburg, 28. Februar 2012

Marburg-Biedenkopf – Auf Grundlage einer vorgelegten Machbarkeitsstudie der Beratungsfirma „Broadband Academy“ hat die Breitband Marburg-Biedenkopf GbR beschlossen, die Gründung einer Eigentumsgesellschaft vorzubreiten, die den Glasfasernetzausbau im Landkreis realisieren soll. Die Kosten für die Verlegung von Glasfaserkabel in jeden Ort wird in den nächsten drei bis fünf Jahren Investitionen in Höhe von rund 38 Millionen Euro notwendig machen. Das Konzept sieht vor, dass eine langfristige Refinanzierung über die Mieter bzw. Betreiber der Netze möglich ist.

In der Eigentumsgesellschaft sollen der Landkreis Marburg-Biedenkopf und alle Städte und Gemeinden des Landkreises Mitglied werden, mit Ausnahme der Stadt Marburg, die ein ähnliches Vorhaben über ihre Stadtwerke realisieren will.

„Die möglichst komplette Versorgung mit schnellem Internet ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für den Landkreis, denn nur so können wir Betriebe und Menschen im Landkreis halten oder zum Zuzug bewegen. Dank der gemeinsamen Anstrengungen der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises und durch die Unterstützung durch das Land hoffe ich sehr, dass sich unser ambitioniertes Ziel realisieren lässt. Unsere wichtigste Aufgabe ist es zurzeit, einen geeigneten Netzbetreiber zu finden“, sagte Landrat Robert Fischbach nach der Sitzung der Breitband GbR im Landratsamt in Marburg.

Seit Anfang des Jahres wurden Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium sowie mit möglichen Netzbetreibern geführt. Darüber hinaus wurden Kooperationsgespräche mit dem Lahn-Dill-Kreis geführt, die sich auf den gleichen Weg gemacht haben. Außerdem wurden Gespräche mit der WI-Bank und dem Finanzministerium über eine 100-Prozent-Landesbürgschaft für die Kosten der Verlegung der rund 540 km Glasfaserleitungen geführt.

Die Strategie der Breitband GbR zielt auf die langfristige Versorgung aller Kommunen mit einem sehr schnellem Glasfasernetz ab. Funkübertragung ist wegen der geringeren Leistungsfähigkeit nur als Zwischenlösung geeignet. Umsetzbar erscheint ein Konzept, bei dem die Kabelverzweiger der Telekom in jedem Ortsteil mit Glasfaser angebunden werden. Die überregionalen Verbindungen wären dann mit dem zukunftsfähigen schnellen Glasfasernetz ausgestattet. Die letzte Meile in die Häuser müsste über das Kupfernetz der Telekom erfolgen. Somit wäre eine flächendeckende Versorgung von bis zu 50 MBits (oder etwas geringer in Abhängigkeit von der Länge des Kupferanschlusses) gewährleistet.

„Ich bin froh, dass wir in Sachen Breitband mit den Bürgermeistern unserer Städte und Gemeinden im Landkreis an einem Strang ziehen. Wir versuchen, uns zügig unserem Ziel zu nähern, aber bei so hohen Investitionssummen, die über Kredit finanziert werden sollen, muss eine sorgfältige Vorbereitung erfolgen. Dennoch ist es das Ziel, dass die Bagger noch dieses Jahr rollen“, schloss Landrat Fischbach.
 

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