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Gemeinsame Pressemitteilung von Landkreis Marburg-Biedenkopf, Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill, Agentur für Arbeit Wetzlar, Lahn-Dill-Arbeit, Pakt sucht Partner – für neue Lehrstellen, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. sowie Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill und Biedenkopf - Erfolgs-Bilanz für den Ausbildungspakt
(Pressemeldung 35/2008 vom 24.01.2008)

Auch im vierten Jahr seines Bestehens befindet sich der Ausbildungspakt für Unternehmen und Azubis auf Erfolgskurs. Wieder konnte die Zahl der Ausbildungsplätze in der Region sowohl im Handwerk, der Industrie als auch im Dienstleistungs-Bereich erhöht werden. Unterm Strich konnte in 2007 ausnahmslos allen jungen Menschen, die sich intensiv um einen Ausbildungsplatz oder eine Qualifizierung bemüht hatten, ein Angebot gemacht werden.

Die Erfolgsbilanz des Paktes im Detail: Die Zahl der neu bei der IHK eingetragenen Ausbildungsverhältnisse in der Region Biedenkopf-Dillenburg-Wetzlar konnte zum 31. Dezember 2007 um 16 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Alleine von IHK-Betrieben wurden mehr als 200 neue Lehrstellen sowie über 150 Stellen für Einstiegsqualifizierungen angeboten.

Im vergangenen Jahr wurden im Bereich der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill 555 Lehrlinge neu eingestellt. Dies ist eine Steigerung von 17 % gegenüber dem Vorjahr und ein Beweis für das große Ausbildungsengagement der heimischen Handwerksbetriebe. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch die hohe Ausbildungsquote von annähernd 9 %. Im Bereich der Kreishandwerkerschaft Biedenkopf wurden bis zum 31. Dezember 2007 103 Lehrlinge eingestellt. Damit sind im Hinterland in 2007 nochmals über 6 Prozent mehr Ausbildungsplätze von den Handwerksbetrieben zur Verfügung gestellt worden. Im Ausnahmejahr 2006 hatte die Steigerung 40,57 % betragen.

Insgesamt waren zum Stichtag 30. September bei der Agentur für Arbeit, der Lahn-Dill-Arbeit und dem KreisJobCenter (Region Biedenkopf) noch rund 51 Ausbildungsstellen offen. Diese betrieblichen Ausbildungsplätze konnten den zu diesem Zeitpunkt noch unversorgt gebliebenen Bewerbern angeboten werden.

Als hervorragendes Instrument, immer mehr jungen Menschen den Weg in eine qualifizierte Ausbildung zu ebnen, hat sich die „Einstiegsqualifizierung“ etabliert. Zielgruppe sind Jungendliche mit individuell eingeschränkten Vermittlungsperspektiven. Während der Betrieb den Ausbilder und alle notwendigen Sachmittel zur Verfügung stellt, fördert die Agentur für Arbeit, das KreisJobCenter bzw. die Lahn-Dill-Arheit diese Plätze aus ihren Mitteln. Die Jugendlichen werden fachlich und sozial auf eine Ausbildung vorbereitet und erhalten im Rahmen ihrer sechs- bis zwölfmonatigen Qualifizierung eine Nettovergütung von bis zu 192 Euro monatlich.
Bundesweit konnten im Jahre 2007 mehr als 60 Prozent aller Jugendlichen, die diese Einstiegsqualifizierung abgeschlossen hatten, im Anschluss in eine betriebliche Ausbildung weiter vermittelt werden.

Diesen positiven Trend haben auch die heimischen Unternehmen aufgegriffen und erneut eine Vielzahl an Stellen zur „Einstiegsqualifizierung“ bereitgestellt: Bis 31. Dezember 2007 waren insgesamt 273 Qualifizierungsstellen in der Region gemeldet (IHK 172, Handwerk 70, Sonstige 31). Davon konnten 143 Stellen bis 31. Dezember besetzt werden.

Eine Erfolgsgeschichte auf hohem Niveau sind auch die Aktivitäten der Nachvermittlungsaktionen für Jugendliche, die zum Stichtag noch keine geeignete Stelle gefunden hatten. IHK, Agentur für Arbeit, Lahn-Dill-Arbeit, KreisJobCenter, Arbeitgeberverbände und das Handwerk machten sich am 9. Oktober in Biedenkopf, am 10. Oktober in Wetzlar und am 11. Oktober in Dillenburg stark, gemeinsam mit den jungen Bewerbern eine geeignete Stelle zu finden.
Arbeitsagentur, Lahn-Dill-Arbeit und KreisJobCenter hatten 151 Jugendliche zu den Nachvermittlungs-Terminen eingeladen. Leider erschien weniger als die Hälfte von ihnen zum Gespräch. Ausnahmslos allen konnte ein geeignetes Angebot gemacht werden, oftmals konnten die jungen Menschen sogar zwischen mehreren Angeboten wählen. In Zahlen: Von den insgesamt 122 Bewerbern, die zum 30. September noch keine berufliche Einstiegsmöglichkeit gefunden hatten, konnten durch die Nachvermittlungsaktionen 77 Jugendliche eine Ausbildungs- oder Einstiegsqualifizierung finden – oder sie nutzten die Möglichkeit einer anderen Berufsvorbereitungs- oder sonstigen Qualifizierungsmaßnahme.

 

 

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