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Gemeinsame Pressemitteilung - Kreis, Stadt, Polizei, Feuerwehr und DLRG warnen vor dem Betreten von Eisflächen - Auf fließenden Gewässern besteht Lebensgefahr / Dicke der Eisschicht ist unberechenbar
(Pressemeldung 11/2009 vom 12.01.2009)

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Universitätsstadt Marburg, die Polizei, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Kreisfeuerwehrverband Marburg-Biedenkopf warnen eindringlich vor dem Betreten der Eisflächen auf der Lahn.

„Trotz der klirrenden Kälte der vergangenen Tage ist das Betreten der Eisflächen auf Lahn gefährlich“, betonen Landrat Robert Fischbach und Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer weist darauf hin, dass bei Fließgewässern trotz eisiger Temperaturen keine einheitlich dicke Eisschicht entstehen kann. „Das Problem sind zum einen unterschiedliche Wasserstände, so dass unter dem Eis Hohlräume entstehen können. Zum anderen gibt es Stellen, an denen deutlich wärmeres Wasser in die Lahn eingeleitet wird. An diesen Stellen kann sich auch keine einheitliche dicke und tragfähige Eisschicht bilden.“ In der zurückliegenden Woche schwankte der Pegel der Lahn um bis zu 20 Zentimeter.

Oberbürgermeister Egon Vaupel und Landrat Robert Fischbach appellieren an die Menschen, Vernunft und Sicherheit walten zu lassen: „Wer jetzt auf das Eis der Lahn geht, begibt nicht nur sich sondern auch andere in Gefahr!“ Polizeisprecher Martin Ahlich ergänzt, dass sich hierbei auch Erwachsene ihrer Vorbildfunktion gegenüber Kindern bewusst werden sollten. „Kinder orientieren sich am Verhalten der Erwachsenen und ahmen es nach“, so Ahlich.

Die DLRG und der Kreisfeuerwehrverband Marburg-Biedenkopf weisen ergänzend darauf hin, dass bei den vorausgesagten Temperaturanstiegen in den kommenden Tagen die Tragfähigkeit der Eisdecken noch unberechenbarer wird. „Die Gefahr wird dann noch größer“, betonen Feuerwehr und DLRG, die im Landkreis Marburg-Biedenkopf für die Wasser- und Eisrettung zuständig sind.

Sollte jemand Zeuge einer Notlage werden, sofort über Notruf 112 die Rettungskräfte alarmieren. Falls vorhanden, kann man den Betroffenen Hilfsmittel wie Seile oder Rettungsringe zuwerfen, damit der Eingebrochene über Wasser bleibt. Man kann auch versuchen, ihnen Stangen, Bretter oder Leitern zuzuschieben. Von eigenen Rettungsversuchen sollte man Abstand nehmen – es sei denn, man kann die vom sicheren Ufer aus durchführen. „Warten Sie auf die Rettungskräfte“, sagen Feuerwehr und DLRG. Wenn das Eis anfängt zu knirschen und zu knacken, wenn man bereits darauf steht, sollte man sich möglichst flach hinlegen, um das eigene Gewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen. Wenn möglich, sollte man versuchen, vorsichtig ans Ufer zu kriechen. Falls dies nicht möglich ist: Flach liegen bleiben und auf die Rettungskräfte

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