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Erfolgreich vom Kindergarten in die Grundschule – Ein Modellprojekt zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, dem Bildungsinstitut Bernd Reith (ibr) und drei Kindertagesstätten aus Stadtallendorf

Pressemitteilung Nr. 31/2012 vom 01.02.2012

Marburg-Biedenkopf – Der Mensch ist von Geburt an lernfähig. Wichtige Grundlagen für das Erlernen der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen können bereits vor der Einschulung gelegt werden. Vorschulische Institutionen wie z.B. die Kita bestimmen damit den späteren Schulerfolg wesentlich.

Eine gelungene Vorschularbeit in der Kindertagesstätte bedeutet aber nicht, dass die Kinder schon vor der Einschulung Lesen, Schreiben, Rechnen können sollen. Wichtig ist, dass die Vorschulkinder in einer guten Lernatmosphäre Basiskompetenzen wie das Erkennen von Reimen oder das Erfassen von Mengen vermittelt bekommen, die sie auf das Lesen, Schreiben und Rechnen vorbereiten. Diese Aufgabe ist nur gemeinsam mit Eltern, Kita, Grundschule und dem Kind gut zu meistern. Ein erfolgreicher Übergang erfordert also die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Mit dem Lernkonzept „Erfolgreich vom Kindergarten in die Grundschule“ hat das Bildungsinstitut ibr ein kompaktes Trainingsprogramm der Basiskompetenzen für das Lesen, Schreiben und Rechnen entwickelt. Im Rahmen eines Modellprojektes zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, dem Bildungsinstitut ibr sowie drei Kindertagesstätten aus Stadtallendorf (kath. KiGa „Marienheim“, Integrative Kita des Weißen Steins, Kommunaler Kita „Hofwiesenweg“) wird in diesem Kindergartenjahr die Effektivität des Förderprogramms getestet.

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern machte deutlich, worum es bei diesem Projekt vor allem gehe: „Wir wollen eine fachlich fundierte und im Alltag einer Kindertagesstätte umsetzbare individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes mit dem Ziel, jedem Kind seinen Fähigkeiten entsprechend einen guten Schulstart zu ermöglichen.“ Er sehe dies als gemeinsame Aufgabe von Eltern, Kita und Schule an. Alle Beteiligten sollten sich daher frühzeitig kennen lernen und gut zusammenarbeiten, so Dr. Karsten McGovern. Die Projekt-Kooperation mit den Schulen solle daher intensiviert werden.

Für das Projekt werden die Lernhefte des Verlags ibr als Grundlage zur Erlangung der Basiskompetenzen für das Lesen, Schreiben und Rechnen für alle Vorschulkinder in den drei Einrichtungen eingesetzt. Die individuelle Bearbeitung der Lernhefte durch die Kinder wird von den Erzieherinnen im Rahmen der Vorschularbeit begleitet.

Grundlage für die Förderung der Kinder im letzten Kindergartenjahr ist ein neues Diagnoseverfahren, das speziell für den Übergang von der Kita in die Grundschule entwickelt wurde. Für jedes Kind wird durch die Erzieherinnen im Rahmen des Projektes ein individueller Förderplan erstellt und mit den Eltern kommuniziert. Durch monatliche Elternabende werden die Eltern zudem an die Bedeutung und die Inhalte der Vorschulerziehung herangeführt. Im Rahmen des Projektes wird eine engere Zusammenarbeit der Kitas mit den Grundschulen vor Ort angestrebt.

Die gezielte Förderung aller Kinder in schulnahen Basiskompetenzen sicher zustellen, unabhängig vom Bildungsstand der Eltern, ist auch das Hauptanliegen von Stadtallendorfs Bürgermeister Manfred Vollmer. „Wir wollen die Kinder in unseren Kindertagesstätten bestmöglich auf einen gelungenen Schulstart vorbereiten und ihnen die Freude am Lernen vermitteln.“ Stellvertretend für die beteiligten Kindertagesstätten betonte Karin Mönke, Leiterin der kommunalen Kita „Hofwiesenweg, wie sehr ihre Kolleginnen und auch die Eltern froh seien, an dem Modellprojekt, das durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf begleitet wird, teilzunehmen. Die Akzeptanz der Eltern zeige sich auch an den gut besuchten Elternabenden.

Die Projektleiterin des ibr, Cornelia Henkel, die das Projekt von Anfang an begleitet hat, unterstrich die Wichtigkeit von positiv erlebten Lernerfahrungen von Kindern im Vorschulbereich. Alle Beteiligten äußerten sich sehr positiv über den bisherigen Projektverlauf und sind gespannt auf die ersten Zwischenergebnisse.
 

 

 (v. li.) Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Bürgermeister Manfred Vollmer, Bernd Reith und Jennifer Henkel (beide Institut ibr) sowie Kita-Leiterin Karin Mönke und ibr-Projektleiterin Cornelia Henkel sowie Birgitta Opdenhövel (Fachbereich Familie, Jugend  und Soziales des Kreises) schauen den Kindern  zu.  (Foto: Landkreis)

Während Leon und Leon, Erva, Kimberly, Ezgi, Emre und Yavuz (von rechts) mit dem Konzentrationskissen "Koki" auf der Schulter ihre Basiskompetenzen trainieren, schauen (v. li.) Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Bürgermeister Manfred Vollmer, Bernd Reith und Jennifer Henkel (beide Institut ibr) sowie Kita-Leiterin Karin Mönke und ibr-Projektleiterin Cornelia Henkel sowie Birgitta Opdenhövel (Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Kreises) den Kindern kurz dabei zu. (Foto: Landkreis)
 

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