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Dr. McGovern betont Bedeutung der Fortbildungen im Bereich der kindlichen Entwicklung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindertageseinrichtungen - Das Thema ist zurzeit eines der zentralen Fachthemen im Bereich der Elementarpädagogik
(Pressemeldung 40/2008 vom 31.01.2008)

Marburg-Biedenkopf – Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern begrüßte in der Bildungs-, Tagungs- und Freizeitstätte in Weimar-Wolfshausen die Teilnehmerinnen einer Fortbildung mit dem Thema „Kindliche Entwicklung beobachten und dokumentieren - In Anlehnung an den Ersten Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan“.

Er verwies dabei auf das umfangreiche Fortbildungsangebot und erläuterte, dass dieses spezielle Angebot zur Dokumentation und Beobachtung kindlicher Entwicklung sozusagen ein Dauerbrenner des Fortbildungsprogramms sei: „Die Fortbildung wurde als Reaktion auf eine Orientierungsfortbildung zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan erstmalig 2006 angeboten und ist seit dem sehr gefragt. Mit unserem Angebot wollen wir in dem sehr wichtigen Feld der Betreuung und Förderung von Kindern im Kindergartenalter mit dazu beitragen, die Arbeit in den Kindertagesstätten im Landkreis - so gut wie möglich - leisten zu können.“

Besonders bedankte er sich bei der Leiterin der Fortbildung, Anne Kebbe, die seit der ersten Staffel der Fortbildung die Ausbildung übernommen hat. Anne Kebbe aus Lampertheim ist Qualitätsentwicklerin und unter anderem wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Koblenz, Mitbegründerin des Kronberger Kreises für Qualitätsentwicklung sowie Dozentin für Fort- und Weiterbildung im Bereich der Erwachsenenbildung. Außerdem hob er das Engagement des Fachdienstes KiTa der Kreisverwaltung hervor und bedankte sich stellvertretend für die Mitarbeiter des Fachdienstes bei der anwesenden Birgitta Opdenhövel.

Bislang wurden bereits circa 100 Fortbildungsteilnehmerinnen durch Frau Kebbe in dem Themenbereich „individuelle Beobachtung und Dokumentation“ geschult. Die derzeitigen Fortbildungsteilnehmerinnen haben mit der viertägigen Fortbildung im Jahr 2007 begonnen. Da die im April 2008 beginnende neue Fortbildungsstaffel bereits vor Veröffentlichung des Fortbildungsprogramms voll ausbucht war, wurde durch den Fachdienst „Kita“ ein zweiter Durchlauf beginnend im Dezember 2008 ins diesjährige Fortbildungsprogramm aufgenommen.

Die starke Nachfrage nach dieser Fortbildung zeigt einerseits, dass das Thema „Beobachten und Dokumentieren“ zurzeit eines der zentralen Fachthemen im Bereich der Elementarpädagogik ist. Andererseits wird die hohe fachliche Kompetenz der Referentin deutlich, die es versteht mit ihrer eigenen Begeisterungsfähigkeit für die Belange und die Qualitätsentwicklung der Elementarpädagogik die Kursteilnehmerinnen im positiven Sinne „anzustecken“.

In den letzten Jahren wurden infolge gesellschaftlicher Debatten über Bildung und Bildungsförderung in allen Bundesländern Bildungspläne für den Elementarbereich erarbeitet.  In der Hauptsache geht es in allen Plänen darum, Eltern und Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen für die positive und stärkende Wahrnehmung des Kindes zu sensibilisieren. Pädagogische Planungen und Angebote sollen stärker auf die Bedürfnisse, Entwicklung und Interessen des einzelnen Kindes bezogen werden. Diese neue fachliche Aufgabe erfordert von Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen die Auseinandersetzung mit und Entscheidung über geeignete und umsetzbare methodische Möglichkeiten der individuellen Beobachtung und Dokumentation.

Der Schwerpunkt dieser Fortbildung liegt auf dem aus Neuseeland stammenden Ansatz der Entwicklungsdokumentation „Bildungs- und Lerngeschichten“, der gegenwärtig in einem bundesweiten Projekt des Deutschen Jugendinstitutes auf seine Anschlussfähigkeit für deutsche Kindertageseinrichtungen erprobt wird. Diese Vorentscheidung wurde getroffen, weil die Methode derzeit gut geeignet erscheint, das Kind selbst in den Reflexionsprozess einzubeziehen und damit bestens mit der im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan eingeführten Philosophie korrespondiert.

Dieses Angebot ist eingebettet im Gesamtfortbildungsprogramm 2008 der Kreisverwaltung für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Themen in der Fortbildung sind beispielsweise „Qualifizierungsoffensive für Gesamtteams von Kindertagesstätten“, „Fortbildungsangebote für Leitungskräfte“, „Schriftspracherwerb – Konzepte zur Sprachförderung“, „Kindliche Entwicklung beobachten und dokumentieren“, „Wie Kinder das Lernen lernen“, „Sinnvolles und Alltägliches im Umgang mit Kindern unter 3 Jahren“ „Schwierige Gespräche mit Menschen“ oder etwa „Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern im Gruppenalltag“.

Dr. Karsten McGovern diskutierte mit den Teilnehmerinnen einer Fortbildung des Fachdienstes KiTa. Vorschau - Foto: Landkreis
Dr. Karsten McGovern diskutierte mit den Teilnehmerinnen einer Fortbildung des Fachdienstes KiTa. Foto: Landkreis
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