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Das gemeinsame Projekt „Regionales Übergangsmanagement“ hat seine Arbeit aufgenommen
(Pressemeldung 17/2009 vom 20.01.2009)

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg sind als Region Marburg-Biedenkopf in die Förderinitiative „Regionales Übergangsmanagement“ im Rahmen der Ausschreibung „Perspektive Berufsabschluss“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aufgenommen worden. Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern und die Marburger Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach freuten sich, dass jetzt auch das gesamte Personal für das „Regionale Übergangsmanagement“ eingestellt werden konnte.

Von rund 180 Bewerbungen wurden 27 Anträge mit einem positiven Bescheid versehen, darunter auch das Projekt für die Region Marburg-Biedenkopf. Die Laufzeit des Projektes wurde vom 1. Mai 2008 bis zum 31.03.2012 festgelegt. Es erfolgt eine fast 100-prozentige finanzielle Förderung durch das BMBF sowie aus dem Europäischen Sozialfonds.

„Inhaltlich soll das ,Regionale Übergangsmanagement’ die Strukturen beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung verbessern und nachhaltig absichern“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern. Es sei ein weiterer Bestandteil des gemeinsamen Projektes „Perspektiven für Jugendliche mit geringen Ausbildungs- und Beschäftigungschancen“ des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg.

„Das Übergangsmanagement ergänzt die bisher schon vorhandenen Ansätze der Jugendberufshilfe, der Kompetenzagentur, der beruflichen  Jugendbildung und der sozialräumlichen Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt Jugend und Beschäftigung“, sagte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach.

Ziel der Arbeit des „Regionalen Übergangsmanagements“ sei es, über die modellhafte Umsetzung und Auswertung der Ergebnisse nach Möglichkeit eine flächendeckende Verankerung der Handlungsansätze zu erreichen, so Dr. Weinbach und Dr. McGovern. Fachtagungen und begleitende Studien sollen diese Arbeit absichern. Außerdem wird dieses Projekt auch vom Deutschen Jugendinstitut wissenschaftlich begleitet, ausgewertet und dokumentiert.

Im Rahmen des Aufgabenverbundes Jugendberufshilfe arbeiten der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg im Themenbereich Übergang Schule-Beruf eng zusammen und bringen die Projekte „Kompetenzagentur“ und „Regionales Übergangsmanagement“ gemeinsam voran. Hat bei der Kompetenzagentur formal die Stadt Marburg die Trägerschaft übernommen, so ist dies bei dem „Regionalen Übergangsmanagement“ der Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Die Gesamtprojektleitung innerhalb des Aufgabenverbundes liegt bei Erhard Zentner (Stadt Marburg) und bei Siegfried Heppner (Landkreis), die auch bei beiden Projekten die Konzeptentwicklung übernommen haben. „Durch die gemeinsame Leitungsfunktion wird gewährleistet, dass alle Beteiligten im Bereich der Jugendberufshilfe ihre Aufgabenstellungen eng miteinander abgestimmt wahrnehmen“, erläuterte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach.

Das „Regionale Übergangsmanagement“ ist wie die Kompetenzagentur regional ausgerichtet. So kann den unterschiedlichen Anforderungen im Landkreis und der Stadt Marburg Rechnung getragen werden. Ansprechpersonen in der Region Mitte mit Büros in Marburg sind der Projektleiter René Marc, die pädagogische Mitarbeiterin Franziska Naundorf-Frerichs und die Verwaltungsfachkraft Sandra Heckeroth. Als weitere pädagogische Mitarbeiterinnen sind Evelyne Rößer für die Region West mit Sitz in Biedenkopf und Fidan Düz für die Region Ost mit Sitz in Stadtallendorf zuständig.

Hintergrund:

In der Antragstellung wurden mehrere inhaltliche Handlungsschwerpunkte benannt:
Interkulturelle Elternarbeit: Insbesondere die Elternarbeit im schulischen und außerschulischen Bereich soll weiter entwickelt werden. Eltern haben bei der Berufswahl von Jugendlichen eine Schlüsselfunktion. Bei Eltern mit einem Migrationshintergrund soll beispielhaft eine Vermittlung des Stellenwerts des dualen Ausbildungssystems erfolgen, da dies oft nicht dem der Herkunftsländer entspricht.
Lokale Bündnisse mit der Wirtschaft: Die bestehenden Ansätze der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft sollen noch weiter ausgebaut werden. Durch gezielte Einblicke von jungen Menschen in die Arbeitswelt können wichtige Kontakte zu den Ausbildungsbetrieben geknüpft werden und eine Auseinandersetzung  mit Berufsbildern und betrieblichen Abläufen erfolgen.
Berufswegplanung: Gemeinsam mit ausgewählten Schulen soll im Rahmen einer Berufswegplanung die berufliche Orientierung an der Schule festgelegt werden. Dies bedeutet beispielsweise eine Festschreibung, was und mit wem in welchen Klassen zum Thema Berufsorientierung erfolgen soll.
Datenoptimierung: Jedes Übergangsmanagement Schule/Beruf benötigt als Grundlage Daten, mit denen dieser Bereich sowohl insgesamt als auch mit seinen vielfältigen Ausformungen im Detail möglichst umfassend und aktuell dargestellt werden kann. Mit den Akteuren in diesem Bereich soll eine möglichst abgestimmte Datenerhebung und -verarbeitung angestrebt werden. Durch eine Prozess begleitende Datenerhebung soll außerdem dokumentiert werden, ob durch die von den Jugendlichen eingeschlagenen Wege eine berufliche Integration erfolgt ist.
Koordinierung der Netzwerke: Es gibt eine große Anzahl von Gremien, Arbeitsgemeinschaften, die sich zumindest partiell mit dem Übergang Schule – Beruf beschäftigen. Hier soll mit den einzelnen Akteuren eine Abstimmung und Transparenz entwickelt werden.

Die Akteure des Regionalen Übergangsmanagements: Fidan Düz, Franziska Naundorf-Frerichs, Evelyne Rößer, René Marc und Sandra Heckeroth, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, Stephan Landmann und Siegfried Heppner vom Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Landkreises sowie Erhard Zentner. Vorschau - Foto: Landkreis
Die Akteure des Regionalen Übergangsmanagements: (1. Reihe, v. li.): Fidan Düz, Franziska Naundorf-Frerichs, Evelyne Rößer, René Marc und Sandra Heckeroth; (2. Reihe, v. li.): Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, Stephan Landmann und Siegfried Heppner vom Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Landkreises sowie Erhard Zentner (Stadt Marburg). (Foto: Landkreis)
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