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Brettspiel-Seminar der Kreisjugendpflege veranschaulichte die Bedeutung des Spielens
(Pressemeldung 4/2003 vom 10.01.2003) Das von der Kreisjugendpflege Marburg-Biedenkopf ausgerichtete Brettspiel-Seminar im Kreisjugendheim Wolfshausen fand einen guten Anklang und stieß seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf positive Resonanz. So hatten die Seminarteilnehmer die Gelegenheit, die neuesten Spiele auszuprobieren und zu bewerten. Die Kreisjugendpflege stellte hierzu über 50 verschiedene Brettspiele bereit.

Für die Kinder- und Jugendgruppenleiter bietet das Seminar die Möglichkeit, neue Spiele kennen zu lernen, um dann entscheiden zu können, welche Spiele man für die eigene Gruppe anschaffen möchte. Dazu erklärte Kreisjugendpfleger Reinhold Beck, dass die Kinder- und Jugendgruppenleiter eine sachkundige Beratung bei der Auswahl pädagogisch wertvoller Spiele benötigen. Über 300 Spiel-Neuerscheinungen pro Jahr sind schwer zu überblicken. Spielen ist für Kinder lebenswichtig. Spielerisch erleben sie die Welt, spielerisch nehmen sie Kontakt auf zu anderen Kindern und zu Erwachsenen, spielerisch entwickeln sie ihre geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten, ihre Fantasie, ihre Ausdauer, ihre Kraft, ihr logisches Denken, ihre Kompromissbereitschaft, ihr planvolles Handeln, d. h. im Spiel entwickeln sich Persönlichkeit und Identität.

Trotzdem ist unverkennbar, dass Kinder ihre Zeit zunehmend nicht mehr im Freien, sondern im Haus verbringen. So wie es wichtig ist, Kindern wieder mehr Spielraum im Freien zu schaffen, so ist es auch wichtig, Kindern und Familien geeignete Spielmöglichkeiten für die Wohnung zu bieten. Brett- und Gesellschaftsspiele sind ein Spielangebot neben vielen anderen.

Gesellschaftsspiele tragen zur Geselligkeit bei, zur "sozialen Integration" unter Kindern oder auch zwischen Kindern und Erwachsenen. Es ist verblüffend, welcher Spielspaß sich oft entfacht, wenn die Familie ein Spiel aus der Schachtel nimmt. Besonders geeignet für generationsübergreifende Spielrunden sind solche Spiele, bei denen Große und Kleine die gleichen Chancen haben zu gewinnen. Es geht nicht ums passive Konsumieren, sondern um die spannende, abenteuerliche, originelle, lustige oder taktische kämpferische Begegnung mit dem Mitspieler/der Mitspielerin. So mussten die Seminarteilnehmer auch nach jedem Spiel eine Spielebewertung erstellen.

Zum Abschluss wählten die Seminarteilnehmer die Spiele "Gerüchteküche" und "Villa Paletti" zu den Spielen des Seminars.
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