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Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement ist Schlüssel zum Erfolg - KreisJobCenter stellt die Jahresbilanz 2007 vor
(Pressemeldung 34/2008 vom 28.01.2008)

Marburg-Biedenkopf – Landrat Robert Fischbach und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern präsentierten zusammen mit der Leiterin des KreisJobCenters, Andrea Martin, die Jahresbilanz 2007 des KreisJobCenters. „Es ist eine ganz besondere Freude, die Bilanz des KreisJobCenters für das Jahr 2007 vorzustellen. Die erfolgreiche Arbeit des KreisJobCenters hatte einen starken Einfluss auf den deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahl im Landkreis Marburg-Biedenkopf. So konnte vom Januar 2007 bis zum Dezember 2007 die Arbeitslosenquote von 7,4 % auf 5,8 % gesenkt werden. Die Integrationsszahlen konnten gegenüber dem schon sehr erfolgreichen 2006 nochmals um 8,6 % gesteigert werden. 4.302 Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt und 375 Integrationen in Ausbildung sind starke Ergebnisse, die zeigen, dass im KreisJobCenter eine erfolgreiche Arbeit gemacht wird“, sagte Landrat Robert Fischbach.

Der zuständige Dezernent für das KreisJobCenter der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern lobte besonders die engagierte Arbeit der Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen des KreisJobCenters. „Die hohe Zahl der Integrationen in den Arbeitsmarkt konnte nur durch die abgestimmte und intensive Vermittlungs-, Beratungs- und Qualifizierungsarbeit weiter gesteigert werden. Dabei setzt das KreisJobCenter auf eine individuelle und arbeitsmarktorientierte Förderung der Kunden und Kundinnen. Uns freut dabei besonders, dass in diesem Jahr mit unserer gezielten Förderung viele den Sprung in den Arbeitsmarkt schafften, obwohl sie schon länger arbeitslos waren.“

Obwohl der Bund die Mittel für die Qualifizierung und Förderung der Kunden und Kundinnen erheblich reduziert hat, indem er von den ursprünglich geplanten Fördermitteln 1,8 Mio. Euro zurückhielt, konnte durch stärkere Modularisierung der Angebote die Anzahl der Integrationen in Kurse, Qualifizierungen und sonstige Förderleistungen im Vergleich zu dem Jahr 2006 nochmals gesteigert werden. „4.096 Einmündungen in qualifizierende Maßnahmen sind eine Steigerung von 2,5% gegenüber dem Vorjahr. Diese Förderungen stärken das Selbstbewusstsein unserer Kunden und Kundinnen und sind häufig die notwendige Qualifizierungs- und Erfahrungsgrundlage für den erfolgreichen Eintritt in den Arbeitsmarkt“ so Andrea Martin. Nicht zuletzt durch diese Maßnahmen konnte die Zahl der Einmündungen in Arbeit, die durch Auswahl und Vorschlag durch unser Fallmanagement zustande gekommen sind, von 2006 auf 2007 auf nunmehr 1.555 Vermittlungen und somit um 6,6 % deutlich gesteigert werden. Insgesamt erreicht das KreisJobCenter die hervorragende Zahl von 8.773 Integrationen in Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheiten oder qualifizierende Maßnahmen im Laufe des Jahres 2007.“

„Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die fortlaufende Fortbildung und Weiterbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Im Mittelpunkt steht hierbei die Weiterentwicklung eines konsequent beschäftigungsorientierten Fallmanagements,“ kommentiert der stellvertretende Leiter des KreisJobCenters Uwe Pöppler die Ergebnisse. „Neben dem fortlaufenden Angebot von Fortbildungsmöglichkeiten konnte die Arbeitsstruktur durch eine intensive Projektgruppenarbeit weiter verbessert werden. Hierbei stehen beispielsweise wichtige Aufgaben wie Gender Mainstreaming, Ausbildungsvermittlung für Jugendliche mit einem Migrationshintergrund und die Fortbildung der Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter ganz oben auf der  Themenliste.“

Der Landrat zieht ein sehr positives Fazit: „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass es richtig war die Betreuung und Vermittlung langzeitarbeitsloser Menschen eigenverantwortlich durch den Landkreis zu organisieren. Wir sind erfolgreich, weil wir die vielfältigen kommunalen Unterstützungs- und Beratungsleistungen nutzen und bei Arbeitgebern sprichwörtlich nah dran sind. Nur in kommunaler Hand kann Arbeitsmarktförderung so erfolgreich sein.“

Besonders belastend waren laut Dr. McGovern die zurückgehaltenen Bundesmittel für das Integrationsbudget: „Wir hätten dieses Geld gerne zur weiteren Qualifizierung und Beratung unserer Kunden und Kundinnen eingesetzt. Wir konnten jedoch erreichen, dass durch unsere flexible Planungsstruktur die Förderungen so ausgestaltet werden konnten, dass zumindest die Zahl der Leistungen nicht reduziert werden musste und insgesamt ein hohes Förderniveau erhalten blieb.“

Ein besonderer Erfolg des Jahres 2007 waren für Andrea Martin die Ergebnisse der ersten Förderphase des Projektes „comeback@50 “. Nach den ersten zwei Jahren konnte das Projekt schon 340 Integrationen vorweisen. Damit lag es deutlich über der ursprünglich angestrebten Zielmarke von 200 Integrationen. „Dieses Ergebnis ist jetzt eine gute Ausgangssituation für die Fortsetzung des Angebots. Wir freuen uns ganz besonders, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales uns jetzt die Möglichkeit gibt das Projekt um drei Jahre zu verlängern und räumlich mit der ARGE Lahn-Dill-Arbeit des Nachbarkreises zu erweitern. Darüber hinaus haben wir uns im Jahr 2007 sehr über die Ergebnisse des Berufsberatungsjahres 2006/2007 gefreut. Von 631 Bewerbern des KreisJobCenters blieben bis zum 30.09.2007 nur 12 Bewerber unversorgt. Auch die Vermittlung von 37 jungen Müttern in Ausbildung ist für uns ein Riesenerfolg.“

Für das Jahr 2008 benannte Dr. McGovern die wichtigsten geschäftpolitischen Ziele. Besonders wichtig ist Ihm hierbei die weitere Steigerung der Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt. Ebenfalls müssen die Integrationsperspektiven von Jugendlichen in Ausbildung und Qualifizierung weiterhin sichergestellt und weiterentwickelt werden. Die Förderung der Beschäftigungsmöglichkeiten von Frauen bleibt auch im Jahr 2008 ein besonders wichtiges Aufgabengebiet des KreisJobCenters. Zusammen mit den anderen Optionskommunen in Hessen wird die Integration junger Mütter in Ausbildung einen besonderen Stellenwert einnehmen und die bestehenden Unterstützungsleistungen hessenweit verstärkt. Auf der Suche nach einer Verbesserung der Integrationsmöglichkeiten und Arbeitsstrukturen sollen durch gezielte Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote weiterhin zusätzliche Potentiale entdeckt und gefördert werden.

Die beiden Fallmanagerinnen Fatma Aydin und Elke Werner stellten anonymisierte Beispiele vor, um deutlich zu machen, wir das KreisJobCenter den sogenannten Langzeitarbeitslosen effektiv helfen kann.

Landrat Fischbach und Dr. McGovern bedanken sich zum Abschluss besonders bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des KreisJobCenters für ihre erfolgreiche und engagierte Arbeit, die diese erfolgreiche Jahresbilanz erst möglich gemacht hat.

Sie stellten die Jahresbilanz des KreisJobCenters vor (v.l.): Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Andrea Martin, Elke Werner und Fatma Aydin (alle KreisJobCenter) sowie Landrat Robert Fischbach. Vorschau - Foto: Landkreis
Sie stellten die Jahresbilanz des KreisJobCenters vor (v.l.): Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Andrea Martin, Elke Werner und Fatma Aydin (alle KreisJobCenter) sowie Landrat Robert Fischbach. Foto: Landkreis
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