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Auf dem Neujahrsempfang des Landkreises wurde die gute Struktur des Kreises gelobt - Gerhard Grandke hielt Festvortrag über Metropolregion Rhein-Main
(Pressemeldung 13/2009 vom 12.01.2009)

Marburg-Biedenkopf – Vor 200 Gästen auf dem Neujahrsempfang des Landkreises erläuterte zuerst Landrat Robert Fischbach die Situation im Landkreis Marburg-Biedenkopf einerseits rückblickend auf 2008 aber vor allem vorausschauend auf 2009. Anschließend referierte der Festredner Gerhard Grandke (Geschäftsführer OFB Projektentwicklung GmbH und ab 1. März Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen) über das Thema: „Entwicklung der Metropolregion Rhein-Main – Chance oder Risiko für den Landkeis Marburg-Biedenkopf?“

Landrat Fischbach verwies auf das Wechselbad im Jahr 2008, das hervorragend begann und mit einer großen Finanzkrise endete. Bildlich gesehen sei 2009 im momentanen Zustand vergleichbar mit einer Nebelwand und man könne vorerst lediglich auf Sicht fahren.

Er lobte besonders die Politik, die hier schnell mit entsprechenden Konjunkturpogrammen reagiere. Das werde sich auch für den Landkreis positiv äußern, beispielsweise in Form von Baumaßnahmen im Schulbau. Hier würden für den Landkeis allein 30 bis 40 Millionen Euro für potenzielle Baumaßnahmen zur Verfügung stehen können, was natürlich auch eine große Herausforderung in der Umsetzung für den Landkreis sei.

Auch im Jahr 2009 seien die Themen Energiewende, Demografie und Kinderschutz die wichtigen Betätigungsfelder für den Landkreis, ergänzt durch das Projekt Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf. Der Landkreis bietet ein umfassendes Paket an Gesundheitsleistungen, das insbesondere unter Berücksichtigung des Partikelzentrums an der Philipps-Universität sehr große Bedeutung erhalten werde.

Insgesamt sei Marburg-Biedenkopf ein guter Standort für Betriebe und Familien. Die relativ geringe Entfernung zum Frankfurter Flughafen sowie eine gute Infrastruktur hob der Landrat hervor. Der Bau der A 49 sei für die Region allerdings sehr wichtig.

Schließlich verwies der Landrat auf die guten Ergebnisse in den Prognosstudien, bei dem der Kreis insgesamt sehr gut abschneide. „Damit sich das auch weiterhin positiv entwickelt, müssen alle mit anpacken. Das Klima ist in Ordnung. Ich wünsche mir, dass das auch 2009 so bleibt“, so Landrat Fischbach.

In einem interessanten und kurzweiligen Vortrag führte Gerhard Grandke seine Zuhörer in die Besonderheiten der Metropolregion Rhein-Main ein. Insbesondere hob er hervor, dass man einerseits von einer Metropolregion innerhalb Deutschlands spreche, andererseits aber Potenziale verschenke, wenn man immer noch zu oft als einzelne Städte auftrete. Insbesondere bei Studien mit einem Ranking helfe es wenig, wenn die Städte innerhalb dieser Region zwar ganz ordentlich abschneiden würden, aber keine Spitzenposition einnähmen. Auch durch unnötiges Konkurrenzverhalten würden Potenziale verschenkt. Ein gemeinsames Auftreten könne hier viel bewirken. Im internationalen Maßstab würden die Entfernungen, die innerhalb einer Stunde zurückgelegt würden, leicht als zur Metropole gehörend verstanden. In Deutschland sehe man das ganz anders und begreife die Regionen dagegen deutlich kleinräumlicher.

Die Rhein-Main-Region habe eine enorme Ausstrahlung, die auch bis zum Landkreis Marburg-Biedenkopf reiche. Der Kreis habe hier eine gesunde Unternehmensstruktur vorzuweisen und insbesondere die guten Ergebnisse bei den Prognosstudien, allen voran die hervorragende Bewertung beim Karriereatlas 2008, zeigten, dass Marburg-Biedenkopf sich mehr als sehen lassen könne. Es sei letztlich eine Frage des Ankoppelns oder des Abkoppels an die Region. Marburg-Biedenkopf könne sich zu einer Art Scharnier zwischen der Rhein-Main-Region und Nordhessen entwickeln. Die Voraussetzungen seien gut.

Nach den Vorträgen gab es im Foyer reichlich Gelegenheit zu intensiven Diskussionen mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Intensive Diskussionen fanden nach den Reden auf dem Neujahrsempfang im Foyer der Kreisverwaltung statt. Vorschau -  Foto: Landkreis
Intensive Diskussionen fanden nach den Reden auf dem Neujahrsemppfang im Foyer der Kreisverwaltung statt. Foto: Landkreis
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