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Arbeitslosenquote im SGB II-Bereich steigt leicht auf 3,5 Prozent
(Pressemeldung 4/2009 vom 07.01.2009)

Marburg-Biedenkopf – Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist im Dezember auf 4.360 registrierte Arbeitslose angestiegen. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Steigerung um 102 Personen bzw. 2,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kann jedoch weiterhin ein deutlicher Rückgang um 214 Langzeitarbeitslose konstatiert werden (minus 4,7 Prozent).

Insbesondere in den Regionalcentern Ost (1.002 Arbeitslose, Veränderung zum Vormonat: plus 73 Personen) und West (876 Arbeitslose, Veränderung zum Vormonat: plus 37 Personen) stieg die Arbeitslosenzahl wieder an. Das Regionalcenter Mitte wies 2.482 Arbeitslose aus. Dies sind acht Arbeitslose weniger als noch im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote im SGB II-Bereich erhöht sich von 3,4 Prozent auf 3,5 Prozent. Als Grund für des Anstieg der Arbeitslosenzahl sieht der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dr. Karsten McGovern neben saisonalen Gründen unter anderem die verhaltene Stimmung der Wirtschaft: „Die Verunsicherung ist nicht nur im Landkreis Marburg-Biedenkopf spürbar. Trotz des insgesamt nicht schlechten Dezember-Ergebnisses sind die Integrationszahlen im letzten Quartal des Jahres 2008 doch leicht zurückgegangen.“

Angesichts der Negativschlagzeilen der vergangenen Wochen (Finanzkrise und Rezessionsprognosen) konnte im Dezember 2008 noch eine vergleichsweise hohe Zahl von Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt erzielt werden. Insgesamt 237 Integrationen in Arbeit und weitere 17 in Ausbildung sind zu verzeichnen.

In den nächsten Monaten wird das KreisJobCenter insbesondere durch den Einsatz gezielter Gruppen- und Einzelqualifizierungen versuchen, die Integrationsergebnisse nicht einbrechen zu lassen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KreisJobCenters ist es wichtig, in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten sehr eng mit den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern vor Ort zusammenzuarbeiten.

Entgegen der Tendenz bei den Arbeitlosen im SGB II-Bereich hat sich die Zahl der im Leistungsbezug stehenden erwerbsfähigen Hilfeberechtigten im Dezember gegenüber dem Vormonat nochmals um 0,3 Prozent von 9.871 auf 9.842 Menschen verringert. Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt einen deutlichen Rückgang um 475 Hilfeberechtigte bzw. um 4,6 Prozent.

Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist im Vergleich zum November um 11 (minus 0,2 Prozent) auf 7.230 gesunken. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt 311 Bedarfsgemeinschaften bzw. 4,1 Prozent. 4.024 Personen erhalten Sozialgeld (minus 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat). Sozialgeld erhalten die nicht erwerbsfähigen Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft, soweit sie keinen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII haben. Zu diesem Personenkreis gehören in der Regel Kinder unter 15 Jahren.

Neben der Integration in Arbeit gewinnt in Zeiten eines Rückgangs bei der Nachfrage nach Arbeitskräften die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zusehends an Bedeutung. Im Dezember konnte in diesem Bereich 2.149 Menschen eine Qualifizierungsmaßnahme, ein Praktikum oder eine Arbeitsgelegenheit angeboten werden.

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