Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Am 28. Januar ist Welt-Lepra-Tag - Zwei bis vier Millionen Behinderte - Krankheit mit Antibiotika heilbar
(Pressemeldung 19/2007 vom 23.01.2007) Marburg-Biedenkopf - Am Sonntag, 28. Januar, ist Welt-Lepra-Tag. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass immer noch hunderttausende Menschen jedes Jahr in Asien, Afrika und Südamerika an Lepra erkranken. Die meisten Opfer gibt es in Indien. Dort wurden allein im Jahr 2004 etwa 265.000 Menschen von dem Lepra-Bakterium befallen. Die Zahl der Menschen, die durch Lepra behindert sind, wird von Medizinern auf zwei bis vier Millionen geschätzt.

Die meisten von ihnen haben mit Ausgrenzung zu kämpfen, sie finden keine Arbeit, Verelendung ist die Folge.

„Lepra ist eine Krankheit der Armen. Deshalb soll dieser Gedenktag die Öffentlichkeit informieren, dass wir mit unserer Unterstützung mehr Behandlungsangebote schaffen, soziale Hilfe zur Verbesserung der Lebensbedingungen bieten und die Aufklärungsarbeit intensivieren können“, so der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern.

Claudia Kuhnhen, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, erklärt, „wenn Leprakranke nicht behandelt werden, droht ihnen ein schreckliches Schicksal. Das Lepra-Bakterium befällt die Haut und das Nervensystem, die Haut wird gefühllos. Die Kranken verletzen oder verbrennen sich leicht, ohne es zu merken. Infektionen entstehen, es kommt zu den gefürchteten Verstümmelungen. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten gab es keine Hilfe. Ein wirksamer Impfstoff ist zwar noch nicht entwickelt, doch ist Lepra mit Antibiotika gut zu behandeln. Mit den richtigen Medikamenten kann diese Infektionskrankheit innerhalb von sechs bis zwölf Monaten geheilt werden. Die Heilung eines Patienten kostet im Schnitt 50 Euro.“

Vor 50 Jahren wurde die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe als Deutsches Aussätzigenhilfswerk (DAHW) gegründet. Weitere Informationen und Spendenkonto unter www.dahw.de.
[ schliessen ]