Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Landrat verabschiedet vier Bezirkschornsteinfegermeister in den Ruhestand – Dank für langjährige vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit
(Pressemitteilung Nr. 505/2012 vom 21.12.2012)
Marburg-Biedenkopf – Landrat Robert Fischbach hat am Mittwoch vier alt gediente Bezirksschornsteinfegermeister in den Ruhestand verabschiedet. Lothar Becker, Harry Kieper, Ludwig Pfalzgraf und Uwe Tysper haben über Jahrzehnte die wichtige Arbeit der Schornsteinfeger im Landkreis mit geprägt. Der Landrat dankte den scheidenden Bezirksschornsteinfegermeistern für die jahrelange vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Kreises.

Die vier verabschieden sich zu einem sehr markanten Zeitpunkt: Die großen Veränderungen im Schornsteinfegerwesen greifen im neuen Jahr. Ab 1. Januar 2013 unterliegen nur noch die hoheitlichen Tätigkeiten, also die Feuerstättenschau oder der Erlass des Feuerstättenbescheides und die Abnahme von Feuerstätten den Bezirksschornsteinfegermeistern. Für alle anderen Tätigkeiten wie Messungen und Kehren herrscht dann „Freier Markt“.

1983 wurde der Schornsteinfegermeister Lothar Becker für die Dauer eines Jahres auf Probe mit Handschlag auf den Kehrbezirk „S 8“ der Stadt Marburg verpflichtet. Die endgültige Bestellung erfolgte dann wenig später. 1994 hat Lothar Becker seinen Kehrbezirk „MR 9“ (Biedenkopf) mit der Dienstverpflichtung durch den damaligen Kreisbeigeordneten Robert Fischbach erhalten.

Das große Hobby von Lothar Becker ist der Brandschutz. Bereits am 1967 ist er in die Freiwillige Feuerwehr Friedensdorf eingetreten. 1979 wurde er Ortsbrandmeister, 1999 Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Dautphetal. Dieses Amt hat er bis Dezember 2004 bekleidet. Er war zu jeder Zeit Ansprechpartner in Brandschutzfragen für die Schornsteinfegerkollegen der Kreisgruppe Marburg.

Harry Kieper aus Holzhausen bekam den Schronsteinfegerberuf in die Wiege gelegt: Auch sein Vater war bereits Bezirksschornsteinfegermeister. 1983 übernahm Harry Kieper den Kehrbezirk „L 3“, heute „MR 11“ (Angelburg) im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Nach erfolgreich absolviertem Probejahr wurde danach auch auf diesen Kehrbezirk dauerhaft verpflichtet. Seit dieser Zeit hat er nun diesen Kehrbezirk durchgehend geführt. Harry Kieper ernagierte sich auch darüber hinaus für das Schornsteinfegerhandwerk: Als Kreismeister, vorher schon als Stellvertreter, hat er die Kreisgruppe der Bezirksschornsteinfegermeister von 1993 bis 1998 geführt. Er war Kreisgruppentechniker, Bezirksgruppentechniker und unterrichtete an der Berufsschule für Schornsteinfeger in Bebra. Er war außerdem über viele Jahre Stellvertreter des Gemeindebrandinspektors Lothar Becker und auch Wehrführer in Holzhausen. In seiner Funktion als Landestechniker der Schornsteinfegerinnung war er auch als Sachverständiger, oft auch in Verwaltungsstreitverfahren und auch bei Gerichtsverhandlungen aktiv. In allen technischen Fragen stand Harry Kieper immer mit Rat und Tat zur Seite – „Ruf den Harry an“ steht als Synonym für seinen gelebten Beruf.

Karl Ludwig Pfalzgraf aus Haddamshausen übernahm 1981 den Marburger Stadtbezirk „S 2“. Nach seinem Probejahr wurde er 1982 auf diesen Kehrbezirk endgültig dienstverpflichtet. Ein Kehrbezirkswechsel auf den Kehrbezirk des Landkreises „MR L 10“, heute „MR 18“ (Weimar) erfolgte dann 1989. Diesem Kehrbezirk ist er auch bis zu seinem Ausscheiden treu geblieben. Auch Karl Ludwig Pfalzgraf war über viele Jahre in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Haddamshausen aktiv.

Uwe Tysper aus Bad Laasphe erhielt seinen ersten Kehrbezirk „S 4“ auf Probe 1988. Dies war ein Kehrbezirk innerhalb des Stadtgebietes Marburg. Nach Ablauf des Probejahres wurde Uwe Tysper endgültig auf diesen Stadtbezirk verpflichtet. 1993 wurde ihm dann Kehrbezirk „MR 10“ (Breidenbach) übergeben. Diesen Kehrbezirk hat Uwe Tysper dann bis zu seinem Ausscheiden geführt. Er hatte, bevor er Schornsteinfeger wurde, zunächst den Beruf des Ofenbauers erlernt, was eine sehr nützliche Erfahrung für seinen Beruf als Schornsteinfeger war. Auch alle Kollegen aus der Kreisgruppe griffen gerne auf dieses Fachwissen zurück.

„Die gemeinsame Zeit war geprägt von gegenseitigem Respekt und dem Willen, gemeinsam an einer Lösung der anstehenden Probleme zu arbeiten“, betonte Landrat Fischbach. Er wünschte den Verabschiedeten alles Gute für den Ruhestand.

  Landrat Robert Fischbach (re.) verabschiedete gemeinsam mit Mitarbeitern der zuständigen Fachabteilung des Kreises vier langjährige Bezirksschornsteinfegermeister in den Ruhestand. (Foto: Landkreis)
Download Druckversion
Landrat Robert Fischbach (re.) verabschiedete gemeinsam mit Mitarbeitern der zuständigen Fachabteilung des Kreises vier langjährige Bezirksschornsteinfegermeister in den Ruhestand.
(Foto: Landkreis)

 

[ schliessen ]