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Landrat überreicht an Vertreter von neun Städten und Gemeinden Bescheide für die Dorferneuerung und Regionalentwicklung – 308.000 Euro Fördermittel fließen in die Kommunen des Kreises
(Pressemitteilung Nr. 500/2012 vom 19.12.2012)
Marburg-Biedenkopf – An die Vertreter von neun Städten und Gemeinden hat Landrat Fischbach am Mittwoch Bewilligungsbescheide für die Dorferneuerung und die Regionalentwicklung übergeben. Insgesamt fließen damit 308.675 Euro in die Kommunen des Landkreises. Förderbescheide erhielten die Gemeinden Bad Endbach, Breidenbach, Ebsdorfergrund, Lohra und Münchhausen sowie die Städte Marburg, Rauschenberg, Neustadt und Amöneburg.

Landrat Robert Fischbach lobte das Engagement der Kommunen im Bereich der Dorferneuerung. „Von kommunaler Seite und auch von privater Hand wird hier viel bewegt, um die reizvollen Dörfer in unserer Region auch in Zukunft attraktiv zu machen und die Lebensqualität dort zu erhalten und zu steigern. Die Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm sind hierbei eine wichtige Hilfestellung“, betonte der Landrat.

Neben der Dorferneuerung sei auch die Regionalentwicklung ein wichtiges Instrument, um gerade die ländlichen Regionen nachhaltig zu stärken. „Das hat gerade auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung einen hohen Stellenwert“, so der Landrat.

Die Europäische Union und das Land Hessen unterstützen ländliche Regionen mit speziellen Förderprogrammen, die als Anschubfinanzierung für eigenständige Regionalentwicklungen gedacht sind. Dabei soll das vorhandene Potenzial genutzt und die Stärken der Regionen ausgebaut werden.

Die Vielzahl der dörflichen Aktivitäten und das bau- und kulturgeschichtliche Bild der Dörfer sollen erhalten werden. Im Zuge des demographischen Wandels gilt es unter anderem der Abwanderung und Verringerung der jungen Bevölkerung und der damit einhergehenden Überalterung der ländlichen Bevölkerung entgegen zu wirken. Dazu soll die Attraktivität der heimischen Dörfer in den Punkten Wohnqualität, Arbeitsmöglichkeiten, Versorgungseinrichtungen und Gestaltung des Dorflebens erhalten und verbessert werden.

„Dabei kommt vor allem dem bürgerschaftlichen Engagement und der Eigeninitiative eine große Bedeutung zu. Entwicklungsimpulse für wirtschaftliche, ökologische, kulturelle und soziale Projekte sowie bürgerschaftliche Projekte zur Selbsthilfe gilt es gemeinsam zu erarbeiten. Eine positive Folge daraus ist die Stärkung des Gemeinschaftssinns der Bevölkerung“, unterstrich der Landrat. Wichtige Themen der heutigen Zeit seien Inhalt der Dorferneuerung, so zum Beispiel auch der Strukturwandel, regenerative Energienutzungen oder Energieeinsparungen.

Das hessische Dorferneuerungsprogramm unterstützt in anerkannten Förderschwerpunkten die dörflichen Aktivitäten sowie die Erhaltung der charakteristischen Baustrukturen der Dörfer. Dabei gilt es die Attraktivität und Lebensqualität in den Dörfern zu erhalten und zu steigern. Besonders die Dorfmitte soll wieder an Bedeutung gewinnen. Im Zuge der Dorferneuerung wird auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger besonderer Wert gelegt. Das Dorferneuerungsverfahren läuft über neun Jahre und wird von der Kommune beim Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Kreises beantragt. Nach der Anerkennung durch das zuständige Ministerium wird im ersten Jahr zunächst das Dorfentwicklungskonzept mit den vorgesehenen Entwicklungsansätzen erarbeitet. Dies bildet die Grundlage für die Förderung und das Vorgehen der nächsten Jahre. Im Zuge des Dorferneuerungsprogramms können unterschiedliche Maßnahmen sowohl für kommunale als auch für private Projekte gefördert werden.

Eine Übersicht der dezidierten Infos zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie hier.

 

Im Landratsamt hat Landrat Robert Fischbach eine Reihe von Bescheiden aus der Dorf- und Regionalentwicklung an eine Stadträtin, einen Ortsvorsteher und Bürgermeister übergeben (v.l.n.r.):  Bgm. Michael Richter-Plettenberg, Bgm. Thomas Groll, Ortsvorsteher Michael Emmerich, Bgm. Georg Gaul, Bgm. Andreas Schulz, Stadträtin Kerstin Weinbach, Bgm. Werner Reitz, Bgm. Markus Schäfer, Bgm. Peter Funk, Dr. Helmut Otto (Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Kreises) sowie Landrat Robert Fischbach. Foto: Landkreis
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Im Landratsamt hat Landrat Robert Fischbach eine Reihe von Bescheiden aus der Dorf- und Regionalentwicklung an eine Stadträtin, einen Ortsvorsteher und Bürgermeister übergeben (v.l.n.r.):  Bgm. Michael Richter-Plettenberg, Bgm. Thomas Groll, Ortsvorsteher Michael Emmerich, Bgm. Georg Gaul, Bgm. Andreas Schulz, Stadträtin Kerstin Weinbach, Bgm. Werner Reitz, Bgm. Markus Schäfer, Bgm. Peter Funk, Dr. Helmut Otto (Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Kreises) sowie Landrat Robert Fischbach.

Foto: Landkreis

 

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