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Wissenschaftler bescheinigt dem Kreis gute Arbeit bei der Bürgerbeteiligung – Experte für Demokratie-Forschung legt Zwischenbericht vor

(Pressemitteilung 496/2016 vom 01.12.2016)

Marburg-Biedenkopf – Ein wissenschaftlicher Zwischenbericht bescheinigt der Bürgerbeteiligung im Landkreis Marburg-Biedenkopf eine positive Entwicklung. „Die Bedingungen für einen erfolgreichen Bürgerbeteiligungsprozess erscheinen positiv.“ Zu diesem Ergebnis kommt der erste Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung des Wuppertaler Politikwissenschaftlers Dr. Volker Mittendorf. Seit Mitte 2015 begleitet der Experte für Demokratie- und Partizipationsforschung im Auftrag des Landkreises den Bürgerbeteiligungsprozess.

Wie Dr. Mittendorf hervorhebt, seien Bürgerbeteiligungsverfahren bislang vor allem auf Stadtebene umgesetzt worden. Das verstetigende und systematisierende Vorgehen des Landkreises Marburg-Biedenkopf bei der Bürgerbeteiligung stelle auf Landkreisebene bundesweit nach wie vor einen neuen Ansatz dar. Dabei sei es besonders wichtig, bei Planungen von Beteiligungsverfahren immer die Rolle der Kommunen mitzudenken.

Wie das Beispiel des Bürgerbeteiligungsverfahrens zur Radverkehrsentwicklung zeige, sei das Vorgehen des Landkreises geeignet, Bürgerbeteiligung im Zusammenspiel von Landkreis, Städten und Gemeinden sowie Bürgerschaft umzusetzen. „Insofern erscheint eine gleichberechtigte Beteiligung sowohl von nichtorganisierten Bürgerinnen und Bürgern, Interessenvertretern und Vertretern der Kommunen in einem Bürgerbeteiligungsprozess plausibel“, heißt es dazu im Zwischenbericht.

Vor allem die frühzeitige Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe zur bisher erfolgreichen Umsetzung des Bürgerbeteiligungsprozesses innerhalb der Verwaltung beigetragen. 2014 hatte die Kreisverwaltung zu Anfang des Prozesses die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form verschiedener Veranstaltungen und Weiterbildungen sowie mit einer verwaltungsinternen Projektgruppe am Aufbau geeigneter Strukturen beteiligt.

Zusätzlich sei die Erstellung des Bürgerbeteiligungskatasters ein wichtiger Schritt zur Einbindung und Motivation der Mitarbeitenden gewesen. Die Aufnahme von Projekten und Tätigkeitsfeldern in das Kataster sei von den Angestellten als „wertschätzend“ wahrgenommen worden. „Die Interviews der Verwaltungsmitarbeiter ergaben, dass durchweg eine hohe Bereitschaft bestand, Bürgerbeteiligung in den eigenen Bereichen umzusetzen“, so Mittendorf. Die aktuelle Ausgabe des Beteiligungskatasters bietet eine Übersicht zu den insgesamt 190 verschiedenen Beteiligungs- und Informationsangeboten des Landkreises. 

„Der erste Zwischenbericht zeigt, dass das Fundament für einen erfolgreichen Prozess der Entwicklung von mehr Bürgerbeteiligung im Landkreis Marburg-Biedenkopf gelegt ist. Grundlegend hierfür ist der motivierte, engagierte und dem Prozess gegenüber aufgeschlossene Einsatz der Mitarbeitenden“, betont Landrätin Kirsten Fründt.

Insgesamt bestätigt der Zwischenbericht eine positive Entwicklung. Es sei erkennbar, dass der von Landrätin Kirsten Fründt angestoßene Prozess eine Wirkung auf eine dauerhaft verstärkte Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in den Verwaltungsprozess haben könnte. „Es deutet viel darauf hin, dass eine wesentliche Komponente, die Umsetzungsbereitschaft in der Verwaltung selbst, in hinreichendem Maße gegeben ist“, so das vorläufige Fazit des Berichts.

Der wissenschaftliche Zwischenbericht ist auf der Beteiligungsplattform des Landkreises unter www.mein-marburg-biedenkopf.de veröffentlicht. Für weitere Informationen steht der Fachdienst Bürgerbeteiligung, Ideen- und Beschwerdemanagement unter der Rufnummer 06421 405-1212 sowie unter der E-Mail-Adresse buergerbeteiligung@marburg-biedenkopf.de zur Verfügung.

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