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Landkreis Marburg-Biedenkopf und Kreisjugendring Marburg-Biedenkopf verabschieden gemeinsame Vereinbarung zum Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen in der verbandlichen Jugendarbeit

(Pressemitteilung 492/2016 vom 28.11.2016)

Marburg-Biedenkopf – Der Kreisjugendring Marburg-Biedenkopf hat in seiner Vollversammlung der „Vereinbarung zum Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen in der verbandlichen Jugendarbeit“ zugestimmt. Diese Vereinbarung wurde gemeinsam vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Kreisjugendring Marburg-Biedenkopf erarbeitet und vom Jugendhilfeausschuss und vom Kreisausschuss beschlossen.

„Ich bin über das Ergebnis sehr erfreut. Es zeigt die gemeinsame Haltung, dass im Landkreis der Schutz der Kinder und Jugendlichen ernst genommen wird und zur effektiven Umsetzung ein einheitliches Konzept mit allen betroffenen Akteuren erarbeitet wurde“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. Der Landkreis trägt damit zugleich dem Bundeskinderschutzgesetzt Rechnung und kommt seiner Verantwortung nach, den Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen sicherzustellen.

In einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Landkreises Marburg-Biedenkopf sowie Vertretern des Kreisjugendrings Marburg-Biedenkopf, wurden gemeinsam drei Handlungskonzepte zur konkreten Umsetzung, wie ein Tätigkeitsausschluss erfolgen kann, erarbeitet. Dabei wird konkret festgelegt, wann die Einsichtnahme in das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis bei Personen, die in der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit neben- oder ehrenamtlich tätig sind, erfolgen muss. Es soll sichergestellt werden, dass keine Person, die bereits einschlägig vorbestraft ist, in der verbandlichen Jugendarbeit als Träger der freien Jugendhilfe tätig ist. Damit soll ein besserer Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Kindeswohlgefährdung und sexualisierter Gewalt erfolgen. Für hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der kommunalen und verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit ist dieses schon eine Grundvoraussetzung für ihre Tätigkeit.

Der Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Landkreises, Uwe Pöppler und der erste Vorsitzende des Kreisjugendrings, Sebastian Sack, sprachen von einer sehr kooperativen Zusammenarbeit. Die gemeinsame Vereinbarung stellt für beide Partner einen wegweisenden Schritt zur Stärkung des Kinderschutzes dar.

Eine gemeinsame Vereinbarung wurde für den Kreisjugendring und den Landkreis Marburg-Biedenkopf unterschrieben (v.l.n.r.), vordere Reihe, sitzend: Sebastian Sack, Landrätin Kirsten Fründt, hintere Reihe: Jürgen Jakob, Siegfried Heppner, Klaus Grübener, Stephan Landmann und Uwe Pöppler. Foto: Landkreis

Eine gemeinsame Vereinbarung wurde für den Kreisjugendring und den Landkreis Marburg-Biedenkopf unterschrieben (v.l.n.r.), vordere Reihe, sitzend: Sebastian Sack, Landrätin Kirsten Fründt, hintere Reihe: Jürgen Jakob, Siegfried Heppner, Klaus Grübener, Stephan Landmann und Uwe Pöppler.

Foto: Landkreis

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