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Mitteilung aus der Staatskanzlei: Notunterkünfte im Landkreis Marburg-Biedenkopf werden frühestens im Januar belegt – Aktuell rückläufige Flüchtlingszahlen / Bestehende Notunterkünfte in Hessen reichen derzeit aus / Einrichtungen müssen ab Januar schnell betriebsbereit sein

(Pressemitteilung 484/2015 vom 15.12.2015)

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf wird in diesem Jahr voraussichtlich keine Flüchtlinge mehr in den vier aufgebauten Notunterkünften in Kirchhain, Weimar-Wenkbach und Dautphetal-Dautphe unterbringen müssen. Das geht aus einem Schreiben der Hessischen Staatskanzlei hervor. Grund sind demnach die derzeit rückläufigen Flüchtlingszahlen und ausreichend freie Kapazitäten in den bestehenden Notunterkünften. „Wir haben die Information zu dieser aktuellen Entwicklung am Montagnachmittag erhalten“, teilte Landrätin Kirsten Fründt mit.

Wenige Tage zuvor waren die hessischen Landrätinnen und Landräte noch darüber informiert worden, dass vor Weihnachten mit einer Belegung der Notunterkünfte gerechnet werden müsse. „Vor dem Hintergrund des derzeitigen, geringeren Zugangs an Flüchtlingen in Hessen zeichnet sich ab, dass wir zwar zur Vermeidung von Obdachlosigkeit auch weiterhin Notunterkünfte brauchen werden, wir aber voraussichtlich in diesem Jahr keine weiteren Notunterkünfte mehr in Betrieb nehmen müssen“, schreibt Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei.

„Trotz dieser Nachricht aus Wiesbaden sind wir im Landkreis Marburg-Biedenkopf froh, dass unsere Notunterkünfte in den Leichtbauhallen und im ehemaligen Rewe-Markt in Kirchhain ab Donnerstag einsatzbereit sind“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. Ab Januar 2016, so die Informationen aus Wiesbaden, sollten die Notunterkünfte bei Bedarf schnell betriebsbereit sein. „Diese Voraussetzungen erfüllen wir an den ausgewählten Standorten und wir können so unser geplantes Konzept einer geordneten und koordinierten Aufnahme der Flüchtlinge im Rahmen der Notunterbringung umsetzen“, betonte die Landrätin.

„Jetzt haben zudem die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die bereits vielfältige Unterstützung angeboten haben, Zeit, ihre Strukturen weiter zu festigen und vorzubereiten. Außerdem werden die Ehrenamtlichen so nicht während der Weihnachtsfeiertage belastet“, stellte die Landrätin fest.

Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise und nach der Aufforderung durch das Land Hessen, sich auf die Notunterbringung von bis 1.000 Flüchtlingen vorzubereiten, hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf vier Notunterkünfte aufbauen lassen: In Kirchhain im ehemaligen Rewe-Markt und an der Markthalle, im Gewerbegebiet Weimar-Wenkbach und auf einem Areal an der Hinterlandhalle in Dautphetal-Dautphe.

Hintergrund dieses Konzept ist die Absicht des Kreises, keine Sporthallen oder Bürgerhäuser als Notunterkünfte einzurichten. Zudem soll die Aufnahme im Rahmen der Notunterbringung koordiniert ablaufen. Neben dem Umbau des ehemaligen Rewe-Marktes in Kirchhain ließ der Kreis durch einen Dienstleister in Kirchhain, Wenkbach und Dautphe noch mehrere isolierte, beheizbare und winterfeste Leichtbauhallen aufbauen, in denen die Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Der Plan sieht vor, dass in den Notunterkünften in Kirchhain Platz für insgesamt 400 Flüchtlinge ist (160 im ehemaligen Rewe-Markt, 240 an der Markthalle), in Wenkbach und Dautphe jeweils 300 Schutzsuchende untergebracht werden können. Alle Notunterkünfte bieten die erforderliche Infrastruktur mit Toiletten, Duschen, Verpflegung, Aufenthalts- und Betreuungsbereichen, Sicherheits- und Sanitätsdienst. Die Betreiberverantwortung für die Notunterkünfte wird voraussichtlich beim Landkreis Marburg-Biedenkopf liegen, der für die praktische Umsetzung des Betriebs mehrere Dienstleister beauftragen wird.

An allen Standorten der Notunterkünfte haben sich mit Unterstützung der Kommunen auch bereits vielfältige ehrenamtlich getragene Unterstützungsangebote gebildet. So richtet zum Beispiel die Flüchtlingshilfe Weimar den ehemaligen Bahnhof in Niederwalgern, nur wenige Meter von der Notunterkunft entfernt, als Begegnungszentrum her.

„Für das vielseitige ehrenamtliche Engagement bedanke ich mich herzlich. Die Ehrenamtlichen werden eine wichtige Unterstützung sein“, betonte Landrätin Kirsten Fründt.

Der Landkreis richtet in Kirchhain, Wenkbach (Foto) und Dautphe Notunterkünfte für insgesamt bis zu 1.000 Flüchtlinge ein. Die Belegung soll jetzt frühestens im Januar erfolgen. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Der Landkreis richtet in Kirchhain, Wenkbach (Foto) und Dautphe Notunterkünfte für insgesamt bis zu 1.000 Flüchtlinge ein. Die Belegung soll jetzt frühestens im Januar erfolgen.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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