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Studierende der Medizin, Ärzte in Weiterbildung und Hausärzte diskutieren in Marburg über das Berufsbild Landarzt – 3. Gesprächsforum von Kreis und Universität mit angehenden Medizinern rückte die Frage nach der ärztlichen Versorgung auf dem Land in den Fokus
(Pressemitteilung Nr. 478/2012 vom 29.11.2012)
Marburg-Biedenkopf – Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung in ländlichen Regionen ist – auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – ein wichtiges Thema. Unter dem Titel „Chance Landarzt“ haben im Rahmen einer Informationsveranstaltung Studierende der Medizin, Ärzte in Weiterbildung und niedergelassene Ärzte in Marburg diskutiert. Eingeladen hatten der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seiner Initiative Gesundheitsregion und die Marburger Philipps-Universität. Das Ziel: Angehenden Ärzten das Berufsbild Landarzt und die Chancen dieser Form der ärztliche Tätigkeit näherbringen.

Die Studentinnen und Studenten sowie Ärzte und Ärztinnen in Weiterbildung, die der Einladung gefolgt waren, konnten sich aus 1. Hand über den Beruf des Landarztes informieren. Berichte und Informationen aus der Praxis gaben dabei Dr. Michaela Kern, Hausärztin im Ebsdorfergrund und Lehrärztin an der Marburger Philipps-Universität, Dr. Gangolf Seitz, Hausarzt in der Gemeinde Lahntal und Lehrbeauftragter der Universität Marburg sowie Martina Lommler-Thamer, die sich kürzlich als Landärztin niedergelassen hat. Sie ist nach eigenen Angaben begeisterte Landärztin und vermittelte ein positives Bild von diesem ärztlichen Tätigkeitsfeld. Sie schätze auch das hohe Maß an selbstständigem Arbeiten, dass in einer Landarztpraxis bei guter Organisation mögliich sei.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Erika Baum, Hausärztin und Leiterin der Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin der Marburger Philipps-Universität sowie von Ruth Glörfeld, die das Projekt Gesundheitsregion beim Landkreis Marburg-Biedenkopf leitet.

„Unser Ziel war es, ein Forum zu entwickeln, in dem vor allem Medizinstudierende, aber auch Ärzte und Ärztinnen aus dem Klinikum auf niedergelassene Ärzte treffen und sich aus 1. Hand über eine Niederlassung in der ländlichen Region informieren können“, erläuterte Ruth Glörfeld.

Die Fragen der angehenden Ärzte bezogen sich dabei überwiegend auf die Bedingungen für eine Niederlassung, nach den Möglichkeiten einer Teilzeitbeschäftigung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, nach Gehaltsvorstellungen und Verdienstmöglichkeiten oder nach der Möglichkeit, auch befristet in einer Landarztpraxis tätig zu werden.

Nach Auskunft der niedergelassenen Ärzte, die den Studierenden Rede und Antwort standen, ist die Arbeitsbelastung bei guter Organisation oder etwa in Form von Gemeinschaftspraxen vertretbar, um auch Beruf, Familie und Privatleben unter einen Hut zu bekommen.

  Prof. Dr. Erika Baum moderierte die Veranstaltung "Chance Landrazt", die die ärztliche Versorgung auf dem Land zum Thema hatte. Foto: Landkreis
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Prof. Dr. Erika Baum moderierte die Veranstaltung "Chance Landrazt", die die ärztliche Versorgung auf dem Land zum Thema hatte.
Foto: Landkreis

 

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