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Syrischer Künstler Khaled Al Deab stellt in der Kreisverwaltung aus – Ausstellungseröffnung am 8. Dezember um 18 Uhr

(Pressemitteilung 468/2015 vom 04.12.2015)

Marburg-Biedenkopf – „Das ist eine andere Ausstellung, als die, die wir sonst bei uns im Hause haben. Eine Ausstellung eines syrischen Künstlers, der über die Zustände im Kriegsgebiet, über die Flucht und auch über das Ankommen im Landkreis gemalt hat. Er zeigt uns durch die Kunst seine Sicht des Erlebten“, sagte Landrätin Kirsten Fründt.

Die Ausstellungseröffnung findet am Dienstag, dem 8. Dezember 2015, um 18 Uhr im Foyer der Kreisverwaltung in Marburg-Cappel statt. Die künstlerischen Arbeiten sind dort bis zum 21. Januar 2016 zu sehen.

Die Ausstellung wird vom Duo Salzbauer musikalisch umrahmt; zudem wird ein lyrisches Gedicht des Syrers Hamza Al Ahmed vorgetragen. In die Ausstellung führt Birgit Simmler, Kulturreferentin der Stadt Biedenkopf, ein.

Seit seiner Ankunft in Biedenkopf widmet sich Khaled Al Deab mit viel Leidenschaft der Malerei. Die in der Kreisverwaltung ausgestellten Exponate sind alle erst seit seinem Ankommen in Biedenkopf entstanden. Das wird auch durch den Titel der Ausstellung „Neuanfang“ deutlich.

Al Deab ist 1985 in Damaskus geboren, er lebte dort bis zu seinem 27. Lebensjahr. Sein Kunststudium konnte er aufgrund des Krieges nicht beenden. Als 2013 eine Bombe in seiner Wohnung einschlug, flüchtete seine gesamte Familie nach Amman in Jordanien. Dort arbeitete er, um sich das nötige Geld für die weitere Flucht zu verdienen. 2014 kam er über die Balkanroute nach Deutschland und lebt jetzt in Biedenkopf.

Im März 2015 stellte Khaled Al Deab einige seiner Bilder im Rahmen des Workshops „Fliehkräfte“ im Biedenkopfer Rathaus aus. Es folgte von April bis Juni eine weitere kleine Ausstellung in der „christlichen Bücherstube“ in Biedenkopf.

Bei den Biedenkopfer Schlossfestspielen spielte er in dem Musical „Der Postraub“ überzeugend einen der acht Posträuber. Die Motive seiner Bilder greifen immer wieder das Leiden der Menschen als Folge des Krieges auf – aber auch sein „Neuanfang“ und seine Hoffnungen spiegeln sich in seinen Arbeiten wider.

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