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Kreis fördert bürgerschaftliche Hilfe für Senioren in der Gemeinde Weimar – Landrätin übergibt Förderbescheid über 20.000 Euro

(Pressemitteilung 464/2014 vom 10.12.2014)

Marburg-Biedenkopf – Mit der Übergabe des Förderbescheides über 20.000 Euro an den Förderverein Bürgerhilfe Weimar e.V. hat Landrätin Kirsten Fründt den Weg für den Ausbau der bürgerschaftlichen Hilfe für ältere Menschen in der Gemeinde Weimar geebnet. Zusammen mit dem Zuschuss der Pflegekassen in Höhe von 25.000 Euro und dem Anteil der Gemeinde Weimar kann das Projekt des Fördervereins mit der Einrichtung einer hauptamtlichen Koordinatorenstelle maßgeblich voran gebracht werden. „Das Modell des Vereins ist zukunftsfähig und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Kommunen in der ländlichen Region auch für ältere Menschen lebenswert zu gestalten“, betonte die Landrätin.

Das Ziel des Fördervereins ist es, ein Netzwerk von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu bilden, die älteren Menschen Hilfestellungen in möglichst vielen Lebenssituationen leisten können. Die Seniorinnen und Senioren in der Gemeinde Weimar haben den Wunsch geäußert, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können. Dazu möchte der Förderverein mit seinem Unterstützungsangebot einen wichtigen Beitrag leisten. Niedrigschwellige Alltagshilfen wie begleitete Fahrten zum Arzt, Unterstützung in den eigenen vier Wänden, regelmäßige Besuche oder die Begleitung bei Veranstaltungen zeichnen das ehrenamtliche Angebotsspektrum aus. Dieses ehrenamtliche Engagement wird jetzt durch die Förderung honoriert und mit der Schaffung einer hauptamtlichen Koordinatorenstelle ergänzt.

„Die anstehenden Aufgaben können nicht alle durch die Pflegekassen und ambulante Pflegedienste aufgefangen werden. Das Engagement des Vereins bildet deshalb eine sehr wichtige Säule“, betonte die Landrätin. Die Gemeinde Weimar gehe damit einen sehr wichtigen Schritt und habe mit dem Förderverein für Bürgerhilfe bereits tragfähige Strukturen entwickelt.

„Es ist wichtig, dieses Thema, das die Menschen in den Ortsteilen ganz unmittelbar betrifft, offensiv anzupacken und vorhandenes Potenzial in den Vereinen vor Ort zu nutzen“, unterstrich Bürgermeister Peter Eidam, der dieses Projekt mit auf den Weg gebracht hat. Er dankte dem Landkreis Marburg-Biedenkopf für die gute und Ziel führende Begleitung.

Dieter Happel vom Vorstand des Fördervereins versprach, dass die Fördergelder gut angelegt seien. Damit könne in der Gemeinde Weimar den Herausforderungen des demografischen Wandels wirkungsvoll begegnet werden. Er dankte dem Kreis für die Unterstützung. Das nun finanzierte Projekt werde einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass ältere Menschen in der Gemeinde Weimar länger in ihrer gewohnten Umgebung leben können.

Ruth Schlichting, die beim Kreis die Stabsstelle Altenhilfe leistet, betonte, dass durch die Hilfe engagierter ehrenamtlicher Bürgerinnen und Bürger der Umzug älterer Menschen in Seniorenheime verzögert oder sogar verhindert werden könne. „Der Verein bildet mit seinem Angebot, das niedrigschwellig und bürgerschaftlich organisiert ist, eine wichtige Ergänzung.

Die Einstellung der hauptamtlichen Koordinierungskraft erfolgt zunächst für ein Jahr. Eine Verlängerung ist grundsätzlich möglich. Die Gemeinde Weimar stellt Räumlichkeiten, Büroausstattung und notwendige Sachleistungen bereit. Der aktuelle Schritt mit Förderzusagen des Kreises und der Pflegekassen ist das Ergebnis eines Prozesses, der in Gemeinde Weimar seit 2012 vorangetrieben wurde. Bei diesem Prozess, der von Dr. Henning Smolka moderiert wurde, haben die Akteure in Arbeitsgruppen und unter anderem mit Hilfe einer Bürgerbefragung konkrete Projektideen entwickelt.

Freuen sich über die Förderung des Projekts in der Gemeinde Weimar: (v. li.) Bürgermeister Peter Eidam, Dr. Henning Smolka (Moderator), Claudia Schmidt und Dieter Happel vom Förderverein für Bürgerhilfe Weimar e.V., sowie Landrätin Kirsten Fründt und Ruth Schlichting von der Stabsstelle Altenhilfe des Landkreises Marburg-Biedenkopf. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Freuen sich über die Förderung des Projekts in der Gemeinde Weimar: (v. li.) Bürgermeister Peter Eidam, Dr. Henning Smolka (Moderator), Claudia Schmidt und Dieter Happel vom Förderverein für Bürgerhilfe Weimar e.V., sowie Landrätin Kirsten Fründt und Ruth Schlichting von der Stabsstelle Altenhilfe des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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