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Landrat Robert Fischbach überreicht Bewilligungsbescheide für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung – Zuschüsse für Projekte in Bad Endbach, Cölbe, Ebsdorfergrund, Münchhausen, Rauschenberg, Weimar und Wetter sowie für die Region Lahn-Dill-Bergland

(Pressemitteilung 463/2013 vom 13.12.2013)

Marburg-Biedenkopf – Bewilligungsbescheide für Zuschüsse im Rahmen der Dorf- und Regionalentwicklung in einer Gesamthöhe von fast 600.000 Euro hat Landrat Robert Fischbach am Donnerstag im Marburger Landratsamt übergeben. Damit werden förderfähige Projektkosten in Höhe von rund 812.000 Euro unterstützt. „Ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung des ländlichen Raums und ein Gewinn für die Menschen, die hier leben“, wie Landrat Fischbach betonte.

Im Rahmen der Dorfentwicklung erhält die Gemeinde Bad Endbach für einen Beratervertrag ein Zuschuss in Höhe von 8.950 Euro. Der Vertrag ist die Grundlage für eine umfassende Beratung von bauwilligen, privaten und öffentlichen Haus- und Grundbesitzern, die Unterstützung in baurechtlichen Fragen sowie die Teilnahme an Informationsveranstaltungen und Arbeitskreissitzungen durch das Beratungsbüro, die Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Ausarbeitung von Planskizzen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 14.200 Euro, wovon 11.934 Euro förderfähig sind. Die Förderquote beträgt hier 75 Prozent.

Der Gemeinde Ebsdorfergrund werden Fördermittel im Rahmen der Dorfentwicklung im Ortsteil Wittelsberg für die Projekte „Umfeldgestaltung des Bürgerhauses und der Hirtenwiesenstraße“ sowie für das Moderationsprojekt „Älter werden im Dorf“ gewährt. Die Gesamtkosten beider Projekte belaufen sich auf 713.870,80 Euro, wovon 600.418,61 Euro förderfähig sind. Der Gesamtzuschuss beträgt 450.313 Euro bei einer Förderquote von 75 Prozent. Die Maßnahme der Flächenneugestaltung rund um das Wittelsberger Bürgerhaus sieht die Anlage eines Multifunktionsplatzes vor. Im Hinblick auf den demographischen Wandel soll zudem ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept mit dem Ziel der Errichtung einer Seniorenbegegnungsstätte im Bürgerhaus ausgearbeitet werden.

Die Gemeinde Münchhausen erhält Fördermittel zur Sanierung der Eingangstüren am Dorfgemeinschaftshaus in Simtshausen, zur Sanierung des Backhauses Oberasphe und des Grenzgangshauses in Wollmar. Alle Gebäude stellen einen wichtigen Faktor für die dörfliche Gemeinschaft und das Vereinsleben dar. Eine Erhaltung und Sanierung kommt somit der gesamten Gemeinde zu Gute, verbessert die energetische Situation der Gebäude und erfüllt Anforderungen des Brandschutzes. Die Gesamtkosten der drei Projekte belaufen sich auf 87.133,59 Euro, förderfähig sind 37.221,50 Euro. Bei einer Förderquote von 75 Prozent beläuft sich der Zuschuss auf 54.915 Euro.

Für die Dorfentwicklung in Rauschenberg und im Rahmen der Regionalentwicklung der Region Burgwald-Ederbergland fließen Zuschüsse in einer Gesamthöhe von 48.395 Euro in die Stadt am Burgwald. Dabei soll im Rahmen der Dorfentwicklung das Thema „Leerstand“ in den Rauschenberger Stadtteilen unter die Lupe genommen werden. Dazu ist die Ausarbeitung eines Leerstandskonzeptes zur Entwicklung von Handlungsansätzen geplant. Die Projektkosten belaufen sich auf 30.000 Euro, die auch in voller Höhe förderfähig sind. Der Zuschuss liegt, mit einer Förderquote von 75 Prozent, bei 22.500 Euro. Ein weiteres Projekt ist die Freiflächengestaltung am Ortsausgang von Josbach in Richtung Lischeid. Dort ist eine ansprechende Bepflanzung zur Aufwertung des Orts- und Landschaftsbildes geplant. Die Gesamtkosten liegen hier bei 3.439,77, die in voller Höhe förderfähig sind. Bei einer Förderquote von 75 Prozent beträgt der Zuschuss 2.579 Euro. Die Erdarbeiten werden in Eigenleistung und durch die Gemeinde ausgeführt. Die Pflege der Fläche werden die Josbacher Bürgerinnen und Bürger übernehmen. Aus Mitteln der Regionalentwicklung soll in Rauschenberg zudem ein Seniorenfitnessparcours an der „Kratz’schen Scheune“ eingerichtet werden. Die Anschaffung der Fitnessgeräte ist auf die Steigerung der Attraktivität des Gesamtprojektes als Begegnungsstätte ausgelegt. Die Geräte sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt, gleichwohl aber von Jung und Alt nutzbar. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 36.995,32 Euro, bezuschusst wird das Projekt mit 75 Prozent oder 23.316 Euro.

Auch die Gemeinde Weimar profitiert vom Dorfentwicklungsprogramm. Vor dem Hintergrund der notwendigen, kostenintensiven Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Allna soll ein Konzept zur zukünftigen Nutzung der Gemeinschaftshäuser in den Ortsteilen von Weimar ausgearbeitet werden. Hierbei werden Fragen der Nutzung, der Auslastung sowie der Sanierungs- und Folgekosten beleuchtet. Das Gesamtkonzept soll dann als Entscheidungsgrundlage für die weiteren Investitionen in Gemeinschaftshäuser dienen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 15.181,43 Euro, davon sind 12.757,50 förderfähig und werden mit 70 Prozent oder 8.930 Euro bezuschusst.

In der Gemeinde Cölbe ist die Errichtung einer Schutzhütte am zertifizierten Wanderweg „Junkernpfad“ in der Gemarkung Schwarzenborn geplant. Als Unterstand-, Rast- und Ruheplatz wertet die Schutzhütte den Wanderweg auf. Die Hütte soll 5.732,98 Euro Kosten, förderfähig sind davon 4.817,63 Euro, zu 70 Prozent, also mit 3.372 Euro gefördert werden.

Die Region Lahn-Dill-Bergland möchte mit zwei Imagefilmen für die touristische Attraktivität der Region zu werben. Der Film „Naturpark Lahn-Dill-Bergland“ soll alle Bereiche des Naturparks mit den touristischen Schwerpunkten abbilden. Der Film über das Regionalentwicklungsprogramm „LEADER“ wird exemplarisch Förderprojekte vorstellen. Das Filmprojekt ist mit Gesamtkosten in Höhe von 8.827,50 Euro veranschlagt, davon sind 8.250 förderfähig. Die Region erhält einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent – also 6.600 Euro.

Die Stadt Wetter plant in Oberrosphe den bisweilen wenig attraktiven Festplatz in einen Multifunktionsplatz umzugestalten. Die vorhandene Schotterfläche soll aufgewertet und neu gestaltet werden. Dadurch wird eine generationenübergreifende Nutzung angestrebt. Neben der Nutzung für Festlichkeiten von Vereinen wird auch Raum für sportliche und spielerische Aspekte, zum Beispiel als Spielplatz, Bouleplatz, Beachvolleyballfeld geschaffen. Zur Realisierung ist eine umfassende Planung mit Gesamtkosten von 8.198,96 ‚Euro notwendig. Davon sind 6.889,88 Euro förderfähig, für die ein 75-Prozent-Zuschuss in Höhe von 5.167 Euro gewährt wird.

„Die Dorf- und Regionalentwicklung hat in den vergangenen Jahren im Landkreis viel bewegt und den Kommunen gestalterische Spielräume eröffnet. Die Fördermittel sind eine wichtige Hilfestellung, um weiterer Projekte auf den Weg zu bringen“, sagte Landrat Robert Fischbach. Bürgermeister Andreas Schulz (Ebsdorfergrund) dankte dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, dessen Verwaltung mit den Kommunen und Projektträgern Hand in Hand zusammengearbeitet habe, für die Unterstützung. Die Förderung durch die Dorf- und Regionalentwicklung sei eine gute Möglichkeit, Geld in die Region zu holen.

Vorgezogene Bescherung kurz vor Weihnachten: Landrat Robert Fischbach  (4. v. re.) übergab die Bewilligungsbescheide für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung an (v. li.) Bürgermeister Volker Carle (Cölbe), Marion Klein (Region Lahn-Dill-Bergland), Bürgermeister Michael Emmerich (Rauschenberg), Rolf Koch (Region Lahn-Dill-Bergland), Bürgermeister Andreas Schulz (Ebsdorfergrund), Stadtrat Konrad Moog (Wetter) und Bürgermeister Peter Eidam (Weimar). Dr. Helmut Otto (re.) vertrat den Fachbereich Ländlicher Raum des Kreises.  (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Vorgezogene Bescherung kurz vor Weihnachten: Landrat Robert Fischbach  (4. v. re.) übergab die Bewilligungsbescheide für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung an (v. li.) Bürgermeister Volker Carle (Cölbe), Marion Klein (Region Lahn-Dill-Bergland), Bürgermeister Michael Emmerich (Rauschenberg), Rolf Koch (Region Lahn-Dill-Bergland), Bürgermeister Andreas Schulz (Ebsdorfergrund), Stadtrat Konrad Moog (Wetter) und Bürgermeister Peter Eidam (Weimar). Dr. Helmut Otto (re.) vertrat den Fachbereich Ländlicher Raum des Kreises.  (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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