Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Landrätin Kirsten Fründt begrüßte japanische Delegation in der Kreisverwaltung – Bürgermeister Suzuki und weitere Vertreter der Stadt Kuzumaki reisten für zwei Tage an

(Pressemitteilung 462/2015 vom 01.12.2015)

Marburg-Biedenkopf – Landrätin Kirsten Fründt hatte eine fünfköpfige Delegation aus Japan unter der Führung von Bürgermeister Shigeo Suzuki empfangen. Bei dem zweitägigen Programm für die Vertreter der nordjapanischen Stadt Kuzumaki stand ebenfalls eine Besichtigung eines Molkereibetriebes im Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie ein gemeinsames Essen auf der Tagesordnung.

Die Stadt Kuzumaki liegt im Norden der Hauptinsel Japans und gehört dem Landkreis Iwate an. Mit einer Gesamtfläche von rund 435 km² deckt Kuzumaki etwa ein Drittel der Fläche des Landkreises Marburg-Biedenkopf ab, die aktuell rund 6.700 Menschen ihre Heimat nennen. Die Umgebung ist geprägt von einem ländlichen und hügeligen Gelände mit einer Vielzahl an Wäldern. Nicht umsonst steht Kuzumaki unter dem Motto „Die Stadt der Milch, des Weins und der erneuerbaren Energie“: Die Umgebung ist nicht nur bekannt für die zahlreichen Milchbauernbetriebe und den Wein, sondern auch für diverse Bioenergieanlagen, mit denen der Energiebedarf gedeckt wird. Saubere Energie sei wichtig für die Stadt Kuzumaki, betonte Bürgermeister Suzuki, damit nehme sie eine gesonderte Stellung in Japan ein. Vor etwa zwanzig Jahren angefangen, erzielt die Stadt mithilfe von Wind, Biogas und Pellets bereits genug Energie, um sie zu exportieren. Gleichzeitig hob Suzuki hervor, dass man von Deutschland in dieser Hinsicht noch einiges lernen könne, deshalb freue ihn der Austausch mit der Landrätin umso mehr.

„In Sachen Klimaschutz sind Sie beim Landkreis Marburg-Biedenkopf tatsächlich an der richtigen Adresse“, versicherte Kirsten Fründt im Gegenzug. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf setzte sich bereits sehr früh für den Klimaschutz ein und ist seit 2012 eine der wenigen bundesweit teilnehmenden Landkreise, der dem „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ folgt. Ziel des Masterplans ist es nicht nur, bis 2040 den Energiebedarf gänzlich mit Erneuerbaren Energien aus der Region zu decken, sondern auch eine 95-prozentige Senkung der Treibhausgasemissionen und eine Halbierung des gesamten Energiebedarfs bis 2050 zu erreichen.

Des Weiteren stellte Fründt viele vergleichbare Bereiche zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und Kuzumaki fest: „Ein regelmäßiger Austausch wäre für beide Seiten fruchtbar.“ Im Anschluss verständigte man sich nicht nur über die Gesprächspunkte Regionalität, den demografischen Wandel und den akuten Fachkräftemangel, sondern tauschte auch kleine Präsente aus. Zum Abschluss folgte in der Kreisverwaltung die Einladung des Bürgermeisters Suzuki in die von ihm seit mehreren Jahren verwaltete Stadt, über die sich die Landrätin sehr freute.

Der Bürgermeister der japanischen Stadt Kuzumaki, Shigeo Suzuki, besuchte samt einer kleinen Delegation Landrätin Kirsten Fründt in der Kreisverwaltung, um vor allem über Erneuerbare Energien zu sprechen. Foto: Landkreis

Der Bürgermeister der japanischen Stadt Kuzumaki, Shigeo Suzuki, besuchte samt einer kleinen Delegation Landrätin Kirsten Fründt in der Kreisverwaltung, um vor allem über Erneuerbare Energien zu sprechen.

Foto: Landkreis

[ schließen ]