Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Welt-AIDS-Tag: Information und Aufklärung beugen Ängsten vor – Informationsstand im Foyer des Gesundheitsamtes des Kreises

(Pressemitteilung 458/2015 vom 07.12.2015)

Marburg-Biedenkopf – Nach aktueller Schätzung des Robert-Koch-Instituts lebten in Deutschland Ende 2014 rund 83.400 Menschen mit einer HIV-Infektion. Dank der Fortschritte bei den Behandlungsmöglichkeiten hat sich die Lebenserwartung HIV-positiver Menschen erheblich verbessert. Doch im Alltag erleben sie vielfach immer noch Zurückweisung.

Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 2014 zeigen, dass die Bevölkerung gut darüber informiert ist, wie HIV übertragen wird. In konkreten Situationen, zum Beispiel im Umgang mit Menschen mit einer HIV-Infektion herrschen dennoch häufig Angst und Verunsicherung. Dies kann ablehnendes Verhalten begünstigen.

„Der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinem Gesundheitsamt möchte mit seinem Informations- und Beratungsangebot dazu beitragen, Verunsicherungen, Ängste und manchmal auch Vorurteile abzubauen“, sagte Landrätin Kirsten Fründt anlässlich des Welt-AIDS-Tages am vergangenen Dienstag. Aus diesem Anlass war im Foyer des Gesundheitsamtes in der Marburger Schwanallee ein Stand aufgebaut, an dem wichtiges Informationsmaterial zu den Themen HIV-Infektion, AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten bereit liegt.

Die Kampagne zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag ruft zu Toleranz und Solidarität auf und stellt gezielt „Gewissensfragen“ zum „Positiv zusammen leben“, wie zum Beispiel „Würden Sie mit einem HIV-positiven Menschen zusammen ziehen?“, „Würden Sie zu einem HIV-positiven Arzt gehen?“ oder „Dürfte Ihr Kind mit HIV-positiven Kindern spielen?“

Weltweit lebten 2014 etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV. Und längst nicht alle Menschen haben Zugang zu den notwendigen Medikamenten. Denn am stärksten betroffen sind die ärmsten Länder. Auch daran will der Welt-AIDS-Tag erinnern.

„Das Wissen um Übertragungswege und Schutzmaßnahmen ist unverändert Basis für die realistische Einschätzung von Risiken und den Abbau von unbegründeten Ängsten“, unterstrichen Dr. Birgit Wollenberg, Leiterin des Gesundheitsamtes, und ihre Kollegin Dr. Cäcilia Zöller. Der Fachbereich Gesundheit bietet daher eine kostenlose Beratung zum Thema HIV an. Die Sprechstunde findet jeden Mittwoch zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr statt.

Weitere Informationen auch im Internet:

http://www.bzga.de/

http://www.aidshilfe.de/

http://marburg.aidshilfe.de/

Sie werben für mehr Toleranz und Solidarität bei den Themen AIDS und HIV-Infektion: (v. li.) Dr. Birgit Wollenberg (Leiterin des Gesundheitsamtes Marburg-Biedenkopf), Dr. Cäcilia Zöller (Ärztin beim Gesundheitsamt), Landrätin Kirsten Fründt und Mario Ferranti (AIDS-Hilfe Marburg). (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Sie werben für mehr Toleranz und Solidarität bei den Themen AIDS und HIV-Infektion: (v. li.) Dr. Birgit Wollenberg (Leiterin des Gesundheitsamtes Marburg-Biedenkopf), Dr. Cäcilia Zöller (Ärztin beim Gesundheitsamt), Landrätin Kirsten Fründt und Mario Ferranti (AIDS-Hilfe Marburg).

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

[ schließen ]