Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Service-Einschränkungen bei der Waffen- und Jagdbehörde des Kreises in der kommenden Woche – Grund ist die Datenübertragung zum neuen nationalen Waffenregister
(Pressemitteilung Nr. 457/2012 vom 14.11.2012)
Marburg-Biedenkopf – In der kommenden Woche wird es in den Fachdiensten der Waffen- und Jagdverwaltung des Landkreises Marburg-Biedenkopf wegen des Anschlusses der Waffenbehörde an das nationale Waffenregister vorübergehend zu Einschränkungen im Service kommen.

Hintergrund ist der Beschluss der Europäischen Union bis Ende 2014 ein Europäisches Waffenregister einzurichten. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein nationaler Waffenregister. Ein solches gibt es in Deutschland bisher aber nicht. Die Waffendaten sind jeweils nur bei den örtlichen Waffenbehörden gespeichert und von diesen einsehbar. Auskünfte können infolge dessen bislang nur während der Dienstzeiten eingeholt werden.

Unter dem Eindruck der Ereignisse des Amoklaufs von Winnenden im März 2009 wurde beschlossen, bis zum 31. Dezember 2012 in Deutschland ein nationales Waffenregister einzurichten. Das Waffenregister mit einem zentralen Server beim Bundesverwaltungsamt wurde zwischenzeitlich eingerichtet und geht am 1. Januar 2013 in Betrieb. Mit diesem werden bis zum Ende des Jahres bundesweit die örtlichen Waffenverwaltungen verbunden. Datenänderungen werden dann online sofort an das Waffenregister weitergemeldet. Das Register ermöglicht künftig den zum Datenabruf zugelassenen Dienststellen, den Waffenbesitz von Personen jederzeit abzurufen.

Vor der Inbetriebnahme des Registers müssen die örtlichen Waffenverwaltungen erstmals bestimmte Daten dem Register elektronisch übermitteln. Diese Datenübermittlung ist für alle hessischen Waffenbehörden in der Zeit vom 19. bis 25. November 2012 vorgegeben. Die Waffenbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf wird am kommenden Montag, 19. November 2012, mit dem Datentransfer beginnen, der bis zum 25. November abgeschlossen sein muss.

Während der Zeit der Datenübermittlung kann das örtliche Jagd- und Waffenverwaltungsprogramm nicht benutzt werden. Folglich können keine Jagdscheine und keine waffenrechtlichen Erlaubnisse erteilt, keine An- oder Abmeldungen bearbeitet und anderen Behörden auch keine Auskünfte über den Waffenbesitz von Personen oder den Besitz von Jagdscheinen erteilt werden. Entsprechende Vorgänge können erst anschließend abgearbeitet werden. Zeitliche Verzögerungen und Serviceeinschränkungen sind daher die Folge. Die Entgegennahme von Unterlagen und Anträgen, die Beratung oder rechtliche Auskünfte sind aber möglich. Ob in unaufschiebbaren Fällen Jagdscheine manuell erteilt werden können, ist im Einzelfall von der Jagdbehörde zu prüfen.

 

 

[ schliessen ]