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ALV-Oberhessen bedient weiterhin die Verkehrsleistung im Linienbündel Nordost – Heimische Unternehmen erhalten erneut den Zuschlag / Neue Busse erhöhen Qualität / Fahrpläne moderat angepasst

(Pressemitteilung 457/2013 vom 9. Dezember 2013)

Marburg-Biedenkopf – Nach einer europaweiten Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und des Regionalen Nahverkehrsverbandes Marburg-Biedenkopf (RNV) wurde die Arbeitsgemeinschaft Linienverkehr (ALV) - Oberhessen, das Konsortium der heimischen Busunternehmen bestehend aus der OVG in Wetter, Nau in Kirchhain und Herrmann in Marburg erneut mit der Ausführung der Busleistungen beauftragt, die bisher bereits von diesen Unternehmen erbracht wurden.

Die ALV Oberhessen wird damit auch nach dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 weiterhin den Betrieb von 13 lokalen und einer regionalen Buslinie im Bereich Kirchhain – Stadtallendorf – Neustadt für weitere acht Jahre übernehmen. Die Auftraggeber setzen damit bei dem alten und neuen Betreiber weiterhin auf den bisher bereits mit hoher Zuverlässigkeit ausgeführten Fahrauftrag. Die Ausschreibung erfolgte auf der Basis des vom Kreistag im Februar 2011 beschlossenen Nahverkehrsplanes nach den Vorgaben des EU-Rechts.

„Wir sind sehr froh, dass wir die Linienverkehre im Nordosten des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Ausschreibungswettbewerb erneut gewinnen konnten“, freut sich der Geschäftsführer der ALV Oberhessen, Udo Diehl. „Damit können wir als einheimische Unternehmen langfristig in erheblichem Umfang Arbeitsplätze in der Region sichern“, so Diehl weiter.

Im Linienbündel Nordost kommen neben den Verstärkerfahrzeugen, die im reinen Schülerverkehr eingesetzt werden, hauptsächlich moderne, klimatisierte, niederflurige Fahrzeuge zum Einsatz. Bei den Niederflur-Bussen gibt es zudem Absenkvorrichtungen als Einstiegshilfen und eine Rampe für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste an der breiten Tür.

Mit diesen qualitativ unterschiedlichen Fahrzeugtypen können die Aufgabenträger das Verkehrsangebot für die Fahrgäste bezahlbar halten und gleichzeitig den Ansprüchen bezüglich Umweltstandards, Modernität und Komfort genügen.

„Trotz der veränderten Kostensituation, die sich bei den Ausschreibungsergebnissen jetzt deutlich bemerkbar machen, werden wir erneut ein Plus an Qualität bekommen“, so der Erste Kreisbeigeordnete und RNV-Vorstandsvorsitzende Dr. Karsten McGovern. „Mit den bisherigen Ausschreibungen der Linienverkehre konnten nicht nur die Vorgaben des Nahverkehrsplanes in vollem Umfange umgesetzt sondern auch immer wieder Verbesserungen der ÖPNV-Angebote erreicht werden“, erklärt Dr. McGovern. Um Dumpinglöhne zu verhindern, wurde der Ausschreibungsgewinner verpflichtet, Busfahrer und Busfahrerinnen mindestens nach dem tarifvertraglich vereinbarten Niveau für das private Omnibusgewerbe des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zu entlohnen.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund weist darauf hin, dass sich durch den Wettbewerb das Durchschnittsalter der Fahrzeuge im Verbund in den vergangenen Jahren deutlich verringert hat. Außerdem versuchen RMV und RNV als gemeinsame Auftraggeber durch die Ausschreibungen die Information der Fahrgäste zu verbessern, indem zum Beispiel die Lieferung von Echtzeitdaten für die dynamische Fahrplanauskunft inzwischen zum Ausschreibungsstandard gehört und damit im Internet Verspätungsprognosen jederzeit abrufbar sind. Zum Ausstattungsstandard der eingesetzten Fahrzeuge gehört inzwischen auch, dass alle Fahrzeuge videoüberwacht sind und damit ein erheblicher Beitrag zum Sicherheitsgefühl der Fahrgäste geleistet wird.

Das Linienbündel Nordost umfasst etwa 1,1 Mio. Nutzwagenkilometer; der Nutz-Wagen-Kilometer ist ein statistischer Wert, der die Fahrleistungen der Zugfahrzeuge im Straßenbahn- und Omnibus-Verkehr sowie im Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen angibt. Neben der für den Landkreis Marburg-Biedenkopf traditionell hohen Nutzung der Linienverkehre durch die Schülerinnen und Schüler bilden die Regionalbuslinie MR-70 von Wohratal über Rauschenberg nach Kirchhain sowie die lokalen Linien MR-72 und MR-76 von Rauschenberg über Cölbe nach Marburg die Hauptverbindungsachsen des Linienbündels Nordost. Hinzu kommt der Stadtverkehr in Stadtallendorf mit den Linien MR-91 und MR-92, der völlig neu konzipiert wurde.

Im einzelnen besteht das Linienbündel Nordost aus der regionalen Linie MR-70 (Gemünden/Wohra – Wohratal – Rauschenberg – Kirchhain), sowie den lokalen Linien MR-71 (Burgholz – Emsdorf – Langenstein – Kirchhain), MR-72 (Josbach – Rauschenberg – Cölbe – Marburg), MR-73 (Halsdorf – Hertingshausen – Halsdorf), MR-74 (Schulverkehr Rauschenberg – Wohratal), MR-76 (Rundverkehr Marburg – Cölbe – Schwabendorf – Cölbe – Marburg), MR-77 (Betziesdorf – Himmelsberg – Kirchhain – Amöneburg), MR-78 (Schulverkehr Kirchhain – Amöneburg – Anzefahr – Cölbe – Marburg), MR-90 (Wolferode – Hatzbach – Erksdorf – Stadtallendorf), MR-91, MR-92 (Stadtverkehre Stadtallendorf), MR-96 (Mengsberg – Neustadt), MR-97 (Mengsberg – Kirchhain – Amöneburg). Ergänzt wird das Verkehrsangebot des Linienbündels durch AST-Verkehre mit Kleinbussen.

„Mit diesen zusätzlichen, flexiblen Angeboten, vor allem in Schwachlastzeiten abends und am Wochenende versuchen wir auch die ÖPNV-Versorgung für die Bevölkerung in kleineren Ortsteilen sicherzustellen“, erläuterte Dr. McGovern das Nahverkehrskonzept des Landkreises.

Alle Fahrpläne sind auf der Homepage des RNV Marburg-Biedenkopf unter www.rnv.marburg-biedenkopf.de veröffentlicht.

Nach einer europaweiten Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und des Regionalen Nahverkehrsverbandes Marburg-Biedenkopf (RNV) wurde die Arbeitsgemeinschaft Linienverkehr (ALV) - Oberhessen, das Konsortium der heimischen Busunternehmen bestehend aus der OVG in Wetter, Nau in Kirchhain und Herrmann in Marburg erneut mit der Ausführung der Busleistungen beauftragt. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Nach einer europaweiten Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und des Regionalen Nahverkehrsverbandes Marburg-Biedenkopf (RNV) wurde die Arbeitsgemeinschaft Linienverkehr (ALV) - Oberhessen, das Konsortium der heimischen Busunternehmen bestehend aus der OVG in Wetter, Nau in Kirchhain und Herrmann in Marburg erneut mit der Ausführung der Busleistungen beauftragt.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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