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Landkreis Marburg-Biedenkopf entwickelt umfassendes Wohnraumkonzept für alle gesellschaftlichen Gruppen – Erster Schritt: Arndt Räuber unterstützt Verwaltung bei der Wohnungssuche für Asylbewerber

(Pressemitteilung 453/2015 vom 27.11.2015)

Marburg-Biedenkopf – Um die Fragen der Wohnraumentwicklung kümmert sich jetzt beim Landkreis Marburg-Biedenkopf eine eigene Arbeitsgruppe. Die zunächst drängendste Herausforderung, die diese Arbeitsgruppe lösen wird, ist die Unterbringung von Asylsuchenden. Als Reaktion darauf wird Arndt Räuber aus Bad Endbach im Auftrag des Kreises gezielt nach geeignetem Wohnraum für die Asylbewerber suchen, die dem Kreis zur Unterbringung zugewiesen werden.

„Die Wohnraumentwicklung und die Suche nach Wohnraum für alle gesellschaftliche Gruppen ist ein wichtiges Zukunftsthema, das wir anpacken müssen“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow. Das Ziel des Kreises sei es daher, ein vernünftiges Gesamtkonzept zu entwickeln, um Wohnraum zu suchen oder zu schaffen – nicht nur für Flüchtlinge oder Asylbewerber. Das Konzept des Kreises ziele daher auch auf erschwinglichen Wohnraum zum Beispiel für Studierende oder für sozial schwächer gestellte Personen, unterstrich Zachow.

Einen ersten wichtigen Baustein für das Gesamtkonzept bildet jetzt die Arbeit von Arndt Räuber. Er wird die Angebote, die der Kreis für die Zweitunterbringung von Flüchtlingen bekommt, prüfen und auch gemeinsam mit den Städten und Gemeinden weitere Wohnungen suchen und auf ihre Eignung hin überprüfen. Die Strategie des Kreises lautet dabei „Lieber 400 mal 5 als 20 mal 100“. Das bedeutet, dass der Kreis vordinglich kleinere Wohneinheiten für etwa fünf Personen sucht. „Wir möchten lieber viele kleinere Wohneinheiten als wenige große Unterkünfte für 100 Personen“, erläutert Marian Zachow.

„Uns erreichen nahezu täglich Angebote über freie Wohnungen im Landkreis Marburg-Biedenkopf für die Unterbringung von Asylsuchenden“, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete Zachow. Diese Angebote müssten alle genau geprüft werden. „Arndt Räuber ist daher eine wichtige Unterstützung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zudem sehr gut geeignet für diese Aufgabe. Als Bauingenieur war er bei der Bundeswehr unter anderem auch für den Umbau von Kasernengebäuden verantwortlich – er kennt sich also mit Gebäuden und Bausubstanz bestens aus. Außerdem hat er durch Auslandseinsätze, unter anderem in Afghanistan, einen Blick für die Bedürfnisse der Menschen“, erläuterte Zachow. Zudem sei er gut vernetzt und wisse auch, wie Verwaltung und kommunalpolitische Entscheidungsfindungen funktionieren.

Arndt Räuber lobt die Strategie des Kreises bei der Unterbringung: „Kleinere, dezentrale Wohnungen erhöhen die Akzeptanz und das Miteinander mit den Menschen in der Nachbarschaft“, ist er sich sicher.

Seine Arbeit ist auch ein erster Schritt in der Weiterentwicklung des Wohnraumkonzeptes des Kreises. Er wird bei Wohnungs- und Hausbesitzern, deren Wohnungen nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen in Frage kommen, dafür werben, den vorhandenen freien Wohnraum anderweitig zu vermieten.

Arndt Räuber (v. li.), Jochen Koenemann (Leiter des Fachdienstes Asyl, Migration und Flüchtlinge) und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow besprechen die nächsten Schritte bei der Suche nach Wohnraum. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Arndt Räuber (v. li.), Jochen Koenemann (Leiter des Fachdienstes Asyl, Migration und Flüchtlinge) und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow besprechen die nächsten Schritte bei der Suche nach Wohnraum.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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