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Gemeinsame Pressemitteilung der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf – Auszubildende beraten Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in den Beruf – Zertifikatsübergabe an die beteiligten Auszubildenden und fünf Jahre Peergroup-Projekt

(Gemeinsame Pressemitteilung 453 der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf vom 9. Dezember 2014)

Seit nun bereits fünf Jahren haben die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf durch das Jugendbildungswerk der Stadt und den Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Landkreises einen besonderen Weg in der Berufsorientierung eingeschlagen. In Kooperation mit heimischen Betrieben, unterstützt und gefördert durch die Strategie „Qualitätsstandards zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen“ (OloV) des hessischen Paktes für Ausbildung, werden allgemeinbildenden Schulen in der Stadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf Unterrichtsbesuche als ein Modul der schulischen Berufsorientierung angeboten. Diese Arbeit leisten Teams aus jeweils zwei bis drei Auszubildenden. Die Auszubildenden werden für ihr ehrenamtliches Engagement im Peergroup-Projekt von ihren Betrieben freigestellt.


Im Rahmen einer kleinen Jahresabschlussveranstaltung am 8. Dezember 2014 im Tagungsgebäude der Kreisverwaltung sprachen Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Dr. Franz Kahle den beteiligten Auszubildenden ihren Dank aus, die durch ihr ehrenamtliches Engagement dem Projekt ihr Gesicht verleihen. Als Anerkennung wurde ein Zertifikat über die Mitwirkung im Projekt überreicht. Weiterhin dankten sie den Kooperationspartnern im OloV- Netzwerk, insbesondere den beteiligten Betrieben, Institutionen und Verwaltungen für die Unterstützung des Projektes durch die Freistellung der Auszubildenden.


In dem Projekt berichten die jungen Menschen, die gerade die Phase der Berufswahl und des Bewerbungsprozesses abgeschlossen haben, den Schülern und Schülerinnen aus erster Hand und aktuell über ihre Erfahrungen und Stolpersteine auf ihrem eigenen Weg in eine Ausbildung. Es präsentieren sich keine Super-Azubis, sondern Auszubildende, die im Rahmen eines Schulungstages die Unterrichtseinheiten selbständig erarbeitet haben. Hierbei steht die Ermutigung, sich selbst mit den eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen, Stärken und Schwächen ehrlich und glaubhaft darzustellen im Mittelpunkt der Unterrichtseinheiten.


Die Reflexion des eigenen Weges in den Beruf und die Vorbereitung der Unterrichtsentwürfe erfolgt im Rahmen eines Schulungstages zum Jahresbeginn, der vom Jugendbildungswerk der Stadt Marburg und der Jugendförderung des Landkreis Marburg-Biedenkopf konzeptioniert und organisiert wird. Diese Institutionen übernehmen auch die pädagogische Begleitung der Teams während der Umsetzungsphase in den Schulen, die von März bis Oktober stattfindet.


Die Reaktionen sind immer sehr anerkennend. Die Schülerinnen und Schüler treffen auf Ansprechpersonen auf Augenhöhe und nutzen die Möglichkeit, sich ihre individuellen Fragen aus den Erfahrungen der Auszubildenden beantworten zu lassen. Die freistellenden Betriebe berichten, dass Auszubildende nach den Einsätzen selbstbewusster auftreten, an Moderationsfähigkeiten und an der Fähigkeit zum freien Sprechen hinzugewonnen haben, so dass sich für alle Beteiligten eine „Win-Win-Stituation“ ergibt.


Folgende Auszubildende (in Klammer der freistellende Betrieb) unterstützten das Projekt im Schuljahr 2013/14: Frederik Rosenberg, Patrick Pfeffer (VR-Bank Hessenland), Christoph Rau, Hendrik Bieker, David Kandziora, Vanessa Königsmark (PharmaServ), Julian Kuli, Patricia Künkel, Anna-Lena Zimmer, Jannik Schneider (Amt für Bodenmanagement), Lena Holzapfel, Mareike Klaus (Siemens healthcare productions), Annkatrin Knierim, Irina Nemkovic, Christian Kiser, Carolin Ide, Ines Jowanowitsch, Tuba Günes (Elisabeth-von-Thürigen-Akademie), Enrico Beckel (Herkules Edekacenter), Lion Czyrzewski (OBI Baumarkt), Olga Schlenger, Anna Krutmann, Madlin Momberger (Stadt Marburg), Luisa Acker, Jennifer Klinge (Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Ansprecherpartner für das Projekt:

Matthias Gnau, Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Marburg, Tel. 06421 201-302, E-Mail: matthias.gnau@marburg-stadt.de

Armin Plewa-Moormann Jugendförderung Landkreis Marburg-Biedenkopf, Tel. 06421 405-1682, E-Mail: plewa-moormannA@marburg-biedenkopf.de



Hintergrund:


Das Peer Group-Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Universitätsstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf, organisiert durch das Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Marburg und des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, Fachdienst Jugendförderung des Landkreises. Das Vorhaben wird im Rahmen der Strategie „Qualitätsstandards zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit“ (OloV) des Hessischen Paktes für Ausbildung gefördert. Des Weiteren unterstützen die Agentur für Arbeit Marburg und die Universitätsstadt Marburg das Projekt im Rahmen der vertieften Berufsorientierungsmaßnahmen (BOM).

Bei so genannten Peergroup-Ansätzen werden Informationen durch Personen der gleichen Altersgruppe vermittelt, um einen authentischen und damit nachhaltigeren Wissenstransfer zu erreichen.

Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihre individuellen Fragen zu Ausbildung und Ausbildungsplatzsuche mit jungen Menschen zu besprechen, die diese Phase gerade abgeschlossen haben. Der Austausch auf Augenhöhe soll die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in den Beruf motivieren und stärken. Andererseits sollen die Auszubildenden in ihrer persönlichen und sozialen Entfaltung gefördert werden. Weiterhin leisten die Betriebe durch Freistellung ihrer Auszubildenden einen wichtigen Beitrag zum schulischen Berufsorientierungsprozess. Hervorzuheben ist, dass das Projekt bei den betreffenden Schülerinnen und Schülern auf sehr große Resonanz gestoßen ist. Die Reaktionen waren sehr anerkennend und immer wieder wurde angemerkt, wie positiv die Schülerinnen und Schüler es fanden, dass junge Auszubildende zu ihnen kommen.



 Landrätin Kirsten Fründt (rechts) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (links) übergaben die Zertifikate an die am Peergroup-Projekt mitwirkenden Auszubildenden.   Foto: Landkreis


Landrätin Kirsten Fründt (rechts) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle (links) übergaben die Zertifikate an die am Peergroup-Projekt mitwirkenden Auszubildenden.
 
Foto: Landkreis

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