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Gemeinsame Pressemitteilung der Universitätstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf – Peer-Group-Projekt des Landkreises und der Universitätsstadt Marburg: Auszubildende unterstützen Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in den Beruf

(Pressemitteilung 448/2013 vom 27. November 2013)

Marburg-Biedenkopf – Als Anerkennung und Wertschätzung ihres sozialen Engagements im Rahmen des Peer-Group-Projekts haben junge Auszubildende am Mittwoch Zertifikate erhalten. Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern und Christian Meineke, der Leiter des Fachbereichs Zentrale Jugendhilfedienste der Universitätsstadt Marburg, überreichten die Zertifikate im Marburger Landratsamt. Bei dem Peer-Group-Projekt werden junge Auszubildende zu Berufsberatern und geben Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe wertvolle Tipps für den Einstieg in Ausbildung und Beruf.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Universitätsstadt Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf durch das Jugendbildungswerk der Stadt und der Jugendförderung des Landkreises. Bei so genannten Peer-Group-Ansätzen werden Informationen durch Personen der gleichen Altersgruppe vermittelt, um einen authentischen und damit nachhaltigeren Wissenstransfer zu erreichen. Im hier beschriebenen Projekt berichten Auszubildende aus unterschiedlichen Berufsbereichen Schülern von ihrem Weg in Ausbildung und Beruf. Der Austausch auf Augenhöhe soll die Schüler im Prozess der Berufsorientierung stärken und motivieren. Darüber hinaus werden die Auszubildenden in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert. Auch ein Grund dafür, dass Betriebe sich hier gerne beteiligen und ihre Auszubildenden für das Projekt freistellen.

„Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihre individuellen Fragen zu Ausbildung und Ausbildungsplatzsuche mit jungen Menschen zu besprechen, die diese Phase gerade abgeschlossen haben“, erläuterte Dr. McGovern und Christian Meineke ergänzte: „Der Austausch auf Augenhöhe soll die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in den Beruf motivieren und stärken.“ Beide lobten diese gemeinsame Arbeit, die auf die aktuellen Erfordernisse junger Menschen eingehe.

Das Projekt kann auf vier erfolgreiche Jahre zurückschauen und befindet sich nach der Akquise von 26 Auszubildenden in der aktiven Planungsphase für das zweite Schulhalbjahr. Innerhalb der letzten Monate wurden 26 Peers aus unterschiedlichen Bereichen angeworben (Einzelhandel, Gesundheit und Pflege, Industrie, Verwaltung). Die Schulungen der Peers finden im Januar und Februar 2014 statt. In Kleingruppen erarbeiten die Peers ihre Unterrichtsentwürfe. Im Zeitraum von März bis November 2014 erfolgen dann die Unterrichtseinsätze.

Im Schuljahr 2012/2013 sind im Rahmen des Projekts an acht schulen fast 600 Schülerinnen und Schüler in 30 Klassen informiert und beraten worden. Insgesamt konnten in den vier Projektjahren über 2.000 Schülerinnen und Schüler von den Erfahrungen der Auszubildenden profitieren.

Zudem sollen die Auszubildenden in ihrer persönlichen und sozialen Entfaltung gefördert werden. Weiterhin leisten die Betriebe durch Freistellung ihrer Auszubildenden einen wichtigen Beitrag zum schulischen Berufsorientierungsprozess. Hervorzuheben ist, dass das Projekt bei den betreffenden Schülern auf sehr große Resonanz gestoßen ist. Die Reaktionen waren sehr anerkennend und immer wieder wurde angemerkt, wie positiv die Schülerinnen und Schüler es fanden, dass junge Auszubildende zu ihnen kommen.

Das Projekt ist unter anderem von der hessischen Landesstrategie „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen“ (OloV) als innovatives „Best Practice-Beispiel“ ausgezeichnet worden. Dies ist vor allem auf den aktiven Einsatz der Peers sowie der guten Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern und Schulen zurückzuführen.


Ansprecherpartner für das Projekt:

Matthias Gnau, Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Marburg,
Tel. 06421 201-302, E-Mail: matthias.gnau@marburg-stadt.de

Armin Plewa-Moormann, Jugendförderung Landkreis Marburg-Biedenkopf,
Tel. 06421 405-1682, E-Mail: plewa-moormannA@marburg-biedenkopf.de


Hintergrundinfos:

Folgende Peers (in Klammer der freistellende Betrieb) unterstützten dieses sinnvolle Projekt im Schuljahr 2012/2013 und wurden für ihr Engagement mit einem Zertifikat gewürdigt:

- Luisa Acker, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Verwaltungsfachangestellte

- Jonas Bergmann, Firma Fritz Winter, Mechatroniker

- Daniela Bittner, Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Kauffrau für Bürokommunikation

- Sebastian Borchard, Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Sport- und Fitnesskaufmann

- Laura Brumlik, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Verwaltungsfachangestellte

- Michelle Dewald, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Verwaltungsfachangestellte

- Mira-Yvonne Döringer, Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Verwaltungsfachangestellte

- Tina Muth, Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Verwaltungsfachangestellte

- Viktor Fischer, Elisabeth von Thüringen Akademie, Gesundheits- und Krankenpfleger

- Lena Holzapfel, Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Biologielaborantin

- Kevin Kaletsch, Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Verwaltungsfachangestellte

- Katharina Kauz, Philipps Universität Marburg, Kauffrau für Bürokommunikation

- Erik Kirchhainer, Firma Fritz Winter, Gießereimechaniker

- Mareike Klaus, Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Biologielaborantin

- Vanessa Königsmark, Pharmaserv, Kauffrau für Bürokommunikation

- Ali Kotüz, Elisabeth von Thüringen Akademie, Gesundheits- und Krankenpfleger

- Anna Krutmann, Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Fachangestellte für Medien- und Inf. Dienste

- Mareike Löffler, Magistrat der Universitätsstadt Marburg, Verwaltungsfachangestellte


Durch neu akquirierte Auszubildende haben wir zurzeit eine Teilnehmerinnen- und Teilnehmerzahl von insgesamt 26 Peers und sind damit in der Lage, das Projekt weiter zu verstetigen.

Das Peer Group-Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben des Jugendbildungswerks der Universitätsstadt Marburg und der Jugendförderung des Landkreis Marburg-Biedenkopf. Das Vorhaben wird im Rahmen der Strategie „Qualitätsstandards zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit“ (OloV) des Hessischen Paktes für Ausbildung gefördert. Des Weiteren unterstützen die Agentur für Arbeit Marburg und die Universitätsstadt Marburg das Projekt im Rahmen der vertieften Berufsorientierungs-Maßnahmen (BOM).

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (vorne, links) und Christian Meineke, Leiter des Fachbereichs Zentrale Jugendhilfedienste der Universitätsstadt Marburg (vorne, rechts), überreichten im Beisein anderer Projektbeteiligter den Auszubildenden die Zertifikate als Dank und Anerkennung für ihr Engagement. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (vorne, links) und Christian Meineke, Leiter des Fachbereichs Zentrale Jugendhilfedienste der Universitätsstadt Marburg (vorne, rechts), überreichten im Beisein anderer Projektbeteiligter den Auszubildenden die Zertifikate als Dank und Anerkennung für ihr Engagement.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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