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(Pressemitteilung Nr. 439/2011 vom 17.11.2011) Anlässlich des offiziellen Projektstarts stellten Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Claus Schäfer, Leiter des Büros für Integration des Landkreises, Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (Gladenbach) und Walter Mengel für die Stadt Stadtallendorf sowie Maria Flohrschütz, Sabine Schlegel und Claudia Bickel von der JUKO Marburg e.V. den neuen Ansatz des Präventionsprojektes vor. Das Projekt SEAL – der Name steht für Sicherheit, Engagement, Anerkennung und Lebensnähe – soll in den kommenden drei Jahren dazu beitragen, dass Menschen in ihrer Region zu Akteuren und Vermittlern bei Konflikten innerhalb oder zwischen den verschiedenen Gruppen werden. „Wir möchten Menschen aus allen sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Gruppen dafür gewinnen, sich gemeinsam für ihre Region zu engagieren. Wir bieten ihnen eine fundierte Ausbildung in den Bereichen Konfliktlösung und Gewaltprävention und unterstützen sie in der Vernetzung mit lokalen Akteuren“, stellte Maria Flohrschütz, Geschäftsführerin der JUKO Marburg e.V., die zentralen Aspekte des Projekts heraus. „Darüber hinaus eröffnen wir mit einer kontinuierlichen individuellen Begleitung der Konflikthelfer Wege, die aufgebauten Kompetenzen in ihrem Lebensumfeld zu nutzen.“ Die ausgebildeten SEALs werden davon profitieren, dass sie die jeweilige Situation und die Hintergründe vor Ort gut kennen. Durch die Bekanntheit und Vernetzung vor Ort werden die SEALS sicherlich von den Beteiligten besonders akzeptiert. Die Auswahl der beiden Standorte ist eng mit dem Büro für Integration des Landkreises abgestimmt. Maßgeblich ist dabei die Überlegung gewesen, dass das Projekt mit den neuen Impulsen auf gewachsenen Strukturen aufbauen kann. „Wir erhoffen uns durch dieses Projekt ein verstärktes Engagement von Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Gruppen für die Integration und die Bewältigung von Konflikten zur Verbesserung des Zusammenlebens in diesen Regionen“ erläuterte Dr. McGovern. Auch aus Sicht der mitwirkenden Städte handelt es sich um ein interessantes Projekt. „Es gibt bereits gute ehrenamtliche Strukturen, auf die wir bei diesem Projekt aufbauen können“, betonte Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim aus Gladenbach. Auch Walter Mengel aus Stadtallendorf äußerte sich positiv über dieses Projekt: „ Wenn Konfliktpotenzial frühzeitig erkannt wird, kann dies zu einem besseren Miteinander führen“. Für Interessierte bieten Sabine Schlegel und Claudia Bickel die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung näher zu informieren. Bei dieser Gelegenheit können konkrete Fragen zur Ausbildung und zum geplanten Netzwerk gestellt und Details zum Projekt erfragt werden.
Die Informationsveranstaltungen finden statt:
Zusätzlich zu diesen Informationsmöglichkeiten stehen Sabine Schlegel (Tel.: 06421 690912) und Claudia Bickel (Tel.: 06421 6200154) auch telefonisch für weitere Fragen zur Verfügung. |
Das Projekt "SEAL" zeigt neue Wege für Integration und Prävention auf. Getragen wird es von (v. li.) Walter Mengel (Stadtallendorf), Claus Schäfer (Büro für Integration), Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (Gladenbach), Sabine Schlegel, Claudia Bickel und Maria Flohrschütz (alle JUKO) sowie Dr. Karsten McGovern (Erster Kreisbeigeordneter). Foto: Landkreis |