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Eine Schulidylle kämpft gegen den Abwärtstrend – Schuldezernent Marian Zachow im Austausch mit dem Arbeitskreis "Erhalt der Grundschule Bracht"

(Pressemitteilung 439/2014 vom 25.11.2014)

Marburg-Biedenkopf – Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Erhalt der Grundschule Bracht“ hat der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow über ein Konzept zum Erhalt der Dorfschule in dem Rauschenberger Stadtteil gesprochen. Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich brachte die Zielsetzung des Arbeitskreises auf den Punkt: „Es ist wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen“. Das gemeinsame Ziel lautet: den Ort attraktiver machen, um den Abwärtstrend bei den Schülerzahlen zu stoppen. Marian Zachow lobte das Engagement in Bracht. „Ich sehe, dass hier gemeinsam, konstruktiv und mit großem Einsatz an der Lösung eines Problems gearbeitet wird“, stellte Zachow fest.

Bracht ist einer von sieben Ortsteilen der Stadt Rauschenberg und hat rund 950 Einwohner. Die Grundschule Rauschenberg hat hier eine Außenstelle mit zwei Kombi-Klassen. Wegen sinkender Schülerzahlen sieht der Schulentwicklungsplan mittelfristig die Reduzierung von zwei auf eine jahrgangsübergreifende Schulklasse für das Schuljahr 2017/2018 voraus, so dass die Auflösung dieses Schulstandorts im Raum steht.

Schuldezernent Marian Zachow ermutigte die Akteure zur Zusammenarbeit: „Das Beste ist, wenn Ort und Schule gemeinsam ein Konzept auf den Weg bringen“. Dabei könnten die Beteiligten auch unkonventionelle Lösungen in Betracht ziehen und zum Beispiel über alternative Raumnutzungen an der Schule nachdenken, wenn nur noch ein Raum als Klassenzimmer gebraucht werde.

Die Schule ist sehr aktiv. Regelmäßige Entspannungstage verbessern das Lernklima, Auch Veranstaltungen wie die „Lesenacht“, die von vielen Ehrenamtlichen getragen wird, hob der Arbeitskreis hervor. Für Pfarrer Dirk Brüning, der in den Klassen in Bracht auch Religion unterrichtet, stand fest: „Die Idylle dieser Schule kann man nicht überzeichnen“. Er nannte konkrete Argumente für das Lernen an der Dorfschule: „Die Kombiklassen aus 1. und 2. sowie 3. und 4. Klasse machen individuelles Lernen möglich, weil die Kinder je nach Fortschritt einfachere oder schwerere Aufgaben bearbeiten können“, so Brüning. Die Kinder seien bereits seit der gemeinsamen Zeit in der Kita, also zwischen zwei und drei Jahren, bis zum Wechsel auf die weiterführende Schule, etwa mit zehn Jahren in stabilen sozialen Gruppen zusammen. Dadurch entstehe ein gutes Lernklima.

Ein Elternvertreter berichtete: „Die Diskussion, ob Hausaufgaben gemacht werden, gab es bei uns nicht, weil die Kinder wegen des positiven Lernklimas sehrt motiviert sind“. In der Schule herrsche eine lockere Stimmung, sodass zwischen Lehrern und Eltern unkompliziert Absprachen getroffen werden könnten. Auch für zugezogene Eltern ermögliche die Schule Kontakt zu anderen Eltern.

Der Erste Kreisbeigeordnete bekräftigte, dass der offene Austausch und das gemeinsame Entwickeln von Ideen eine gute Basis für tragfähige Konzepte seien. „Unser Ziel ist es, Schule gemeinsam zu gestalten – und bürgerschaftliches Engagement wie in Bracht ist ein wichtiger Beitrag dazu“, sagte Zachow.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Erhalt der Grundschule Bracht“ hat der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (li.) über ein Konzept zum Erhalt der Dorfschule in dem Rauschenberger Stadtteil gesprochen. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Erhalt der Grundschule Bracht“ hat der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (li.) über ein Konzept zum Erhalt der Dorfschule in dem Rauschenberger Stadtteil gesprochen.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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