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Bildungslandschaft heute verstehen und für morgen gestalten: Bündnis zur Verbesserung der Bildungsangebote im Landkreis bekräftigt Zusammenarbeit

(Pressemitteilung 433/2017 vom 19.12.2017)


Marburg-Biedenkopf – Das Programm „Bildung integriert“ soll die Bildungsmöglichkeiten für die Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf verbessern. Am Montag haben die Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises, der Philipps-Universität, der Universitätsstadt Marburg, der Agentur für Arbeit, des Staatlichen Schulamtes sowie der Bürgermeister ihren Willen zur Mitgestaltung der Bildungslandschaft bekräftigt.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds nimmt „Bildung integriert“ den kommunalen Bildungsbereich in den Fokus, um die Bildungsmöglichkeiten für die Menschen jeden Alters zu verbessern. „Dabei geht es unter anderem um gut verzahnte Übergänge in den unterschiedlichen Lebensphasen“, sagte Landrätin Kirsten Fründt, die die Vereinbarung gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow für den Landkreis Marburg-Biedenkopf am Montag unterzeichnete. Für den Kreisbeigeordneten Marian Zachow kommt es vor allem darauf an, dass es Angebote sind, „die dabei helfen, das jeweils eigene Potential zu entwickeln“, sagte Zachow.

Hierzu sollen die Bildungsakteure weiter miteinander vernetzt und zugleich Zahlen, Daten, Fakten zum Bildungsbereich analysiert werden, um damit eine Grundlage für kommende bildungspolitische Entscheidungen zu schaffen. Die Kooperationsvereinbarung bekräftigt diese gemeinsame Zielsetzung der Steuerungsgruppe. In ihr versammeln sich neben Landrätin Fründt und dem Ersten Kreisbeigeordneten Zachow auch  Kirsten Dinnebier für die Universitätsstadt Marburg, Volker Breustedt für die Agentur für Arbeit Marburg, Professorin Dr. Evelyn Korn für die Philipps-Universität Marburg sowie Arno Bernhardt für das Staatliche Schulamt und Peter Eidam als Vertreter der Bürgermeister.

In der Steuerungsgruppe einfließen werden die Ergebnisse von fünf Arbeitsgruppen, in denen Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, von Bildungsanbietern und gemeinnütziger Vereine, Gewerkschaften, Beratungsstellen, der Politik sowie der Industrie- und Handelskammer und vor allem Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten. Hierbei sind die speziellen Anforderungen der Übergänge, beispielsweise zwischen Kita und Grundschule oder von der Mittelstufe auf weiterführende Schulen oder in die Berufswelt, nur ein Teil der zu bearbeitenden Bereiche. Mit dazu gehört beispielsweise die Frage, wie es gelingt, Menschen auch im fortgeschrittenen Alter für Bildungsangebote zu begeistern. Dementsprechend klingen die Namen der Arbeitsgruppen: „Bildungsberatung 2020“, „Übergang zwischen Kita und Grundschule“,  „Non-formale Erwachsenenbildung“, „Qualifizierung, Weiterbildung und akademische Bildung“ und „Bildungsgerechtigkeit“.

Von der gemeinsamen Arbeit verspricht sich die Vizepräsidentin Professorin Evelyn Korn Erkenntnisse für der Philipps-Universität. „Schülerinnen und Schüler sind oft verunsichert, wenn sie die Schule verlassen und sich ihrer Möglichkeiten nicht, oder noch nicht, bewusst sind. Sie in dieser Phase gut zu begleiten, ist auch für uns ein Gewinn“, sagte Korn. In den Kommunen seien vor es allem die Kitas, die Veränderungen mit sich brächten. „Eltern wünschen sich heute schon früher Plätze für ihre Kinder, mitunter bereits ab dem ersten Lebensjahr“, sagte Peter Eidam. Das bringe andere Ansprüche an die Infrastruktur vor Ort mit sich, machte Eidam deutlich. Der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, Volker Breustedt, wünscht sich unter anderem ein genaueres Bild von der Bildungslandschaft Marburg-Biedenkopf. „Für unsere Arbeit ist es wichtig, dass wir wissen auf welchen Bildungsständen wir aufbauen können“, sagte Breustedt.

Auch Arno Bernhardt, der Leiter des Staatlichen Schulamtes, hat hohe Erwartungen an die Zusammenarbeit. „In vielen Bereichen der Schulen, beispielsweise zwischen den beruflichen Schulen und den Kammern, gibt es Kooperationen. Wir sind also grundsätzlich an solchen Partnerschaften interessiert“, sagte Bernhardt. Das gelte angesichts des Ziels im besonderen Maße, zumal Bildung über bloßes lernen hinausgehe, so Bernhardt.

Immer aus der Perspektive des Lernenden, sei es aus Sicht des Kindes oder des Jugendlichen, der vor der Wahl einer Berufsausbildung oder eines Studiums steht. Für die Schuldezernentin der Universitätsstadt Marburg, Kirsten Dinnebier, ist daher wichtig, bei der gemeinsamen Arbeit einen ganzheitlichen Bildungsbegriff im Blick zu haben. Das gelte ebenso für diejenigen, die bereits fest im Berufsleben stehen und sich weiterbilden möchten oder jemand der sich für eine neue berufliche Herausforderungen qualifizieren möchte.

Hintergrund

Die fünf Arbeitsgruppen im Einzelnen: In der Arbeitsgruppe „Bildungsberatung 2020“ werden unter anderem die Möglichkeiten einer vernetzten Bildungsberatung für den Übergang von der Schule in die Ausbildung oder in ein Studium betrachtet. Dem „Übergang zwischen Kita und Grundschule“ widmet sich eine weitere eigene Arbeitsgruppe. Die AG „Non-formale Erwachsenenbildung“ beschäftigt sich mit den Angeboten der Erwachsenenbildung außerhalb der beruflichen Weiterbildung sowie der Seniorenbildung. Angebote zur Weiterqualifizierung sowie die Erreichbarkeit der Bildungsangebote und Vereinbarkeit mit dem Beruf werden in der AG „Qualifizierung, Weiterbildung und akademische Bildung“ gemeinsam erörtert. Dem Abbau von Benachteiligung im Bildungsbereich widmet sich die AG „Bildungsgerechtigkeit“.




„Bildung integriert“ soll die Bildungsmöglichkeiten für die Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf verbessern. Am Montag haben die Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises, der Philipps-Universität, der Universitätsstadt Marburg, der Agentur für Arbeit, des Staatlichen Schulamtes sowie der Bürgermeister ihren Willen zur Mitgestaltung der Bildungslandschaft bekräftigt. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

„Bildung integriert“ soll die Bildungsmöglichkeiten für die Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf verbessern. Am Montag haben die Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises, der Philipps-Universität, der Universitätsstadt Marburg, der Agentur für Arbeit, des Staatlichen Schulamtes sowie der Bürgermeister ihren Willen zur Mitgestaltung der Bildungslandschaft bekräftigt.

Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf

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