Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Gemeinsame Pressemitteilung der JUKO Marburg e.V. und des Landkreises Marburg-Biedenkopf – Verantwortung übernehmen: Ehrenamtliche Konflikthelfer engagieren sich in Stadtallendorf und Gladenbach – 16 Absolventen des SEAL-Projekts erhalten nach 40-stündigem Kurs Zertifikate
(Pressemitteilung Nr. 432/2012 vom 08.11.2012)
Marburg-Biedenkopf – Gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und unterstützt vom Landkreis Marburg-Biedenkopf bildet die Jugendkonflikthilfe Marburg e.V. (JUKO) seit August 2011 im Projekt „SEAL“ in den Regionen Gladenbach und Stadtallendorf Konflikthelfer aus. Das Wort SEAL steht für Sicherheit, Engagement, Anerkennung und Lebensnähe und beschreibt die Grundlagen des Integrationsprojekts. Nach einem Jahr Projektlaufzeit ist der erste Ausbildungsdurchgang, der in zwei Gruppen in Gladenbach und Stadtallendorf stattfand, mit insgesamt 16 Teilnehmenden zu Ende gegangen.

Dr. Karsten McGovern, Erster Kreisbeigeordneter, Claus Schäfer, Leiter des Büros für Integration des Landkreises, die Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (Gladenbach) und Christian Somogyi (Stadtallendorf) sowie Maria Flohrschütz, Sabine Schlegel, Thorsten Kubach und Claudia Bickel von der JUKO Marburg e.V. würdigten in einer Feierstunde im Landratsamt das große Engagement der neu ausgebildeten ehrenamtlichen Konflikthelferinnen und Konflikthelfer.

„Sie haben die Ausbildung in den Bereichen Konfliktlösung und Gewaltprävention erfolgreich abgeschlossen und können nun als ehrenamtliche Konflikthelfer in ihrer Region tätig werden. Ich freue mich, dass wir Ihnen heute in diesem feierlichen Rahmen diese Zertifikate überreichen können“, erklärte Maria Flohrschütz, Geschäftsführerin der JUKO Marburg e.V. „Ich möchte mich sehr herzlich bei denen bedanken, die dieses innovative und in der Region einmalige Projekt ermöglicht haben“, betonte Flohrschütz mit Blick auf die dreijährige Förderung durch das BAMF und auf die Ko-Finanzierung durch den Landkreis: „Wir sehen uns in der Pflicht, über die weitere Entwicklung dieses Modellvorhabens zu berichten, und wir wünschen uns dieses Projekt künftig als feste Einrichtung."

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. McGovern verwies auf die Bedeutung des Projektes für den Landkreis und die beteiligten Städte. „Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Verbesserung des Zusammenlebens der Menschen unterschiedlicher Herkunft. Mit dieser Ausbildung können die Teilnehmenden in ihrem jeweiligen Umfeld in der Nachbarschaft, Schule oder Verein bei interkulturellen Konflikten vermitteln und zum gegenseitigen Verständnis beitragen“, betonte er.

Die 40 Zeitstunden umfassende Qualifizierung, verteilt auf 10 Seminartage, vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Grundlagen und Wissen in Konfliktmanagement, Gesprächsführung und Konfliktlösung, Deeskalation und interkultureller Kompetenz.

Die SEAL-Absolventen des Stadtallendorfer Kurses sind Zeliha Alagöz, Anka Britzkow, Nevin Cagdas, Zekine Karaca, Jülide Özlükan, Günay Sirin, Menekse Sirin und Gülten Yildirim sowie Yildiz Tutu. Die SEALS des Gladenbacher Kurses sind Nimet Akgül-Duru, Renate Bender, Boris Duru, Martina Gebauer, Felicitas Röhr, Margot Ruppert-Keck, Karin Weimer und Gerda Wittmar..

Mit dem Ende der Ausbildung beginnt für die SEALS ein neuer Projektabschnitt. Gemeinsam mit der JUKO und dem entstehenden Netzwerk können nun Wege und Möglichkeiten eröffnet werden, diese aufgebauten Kompetenzen in dem jeweiligen Lebensumfeld zu nutzen. Um sie dabei auch künftig gut unterstützen zu können, wurden schon während der Ausbildung Kontakte zwischen den SEALS und wichtigen regionalen Akteuren wie den jeweiligen Stadtverwaltungen und dem Büro für Integration des Landkreises geknüpft. „Wir brauchen Menschen, die in ihrem Umfeld Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen und wir unterstützen die Konflikthelfer gerne dabei“, sagte Claus Schäfer vom Büro für Integration des Landkreises.

Bereits im kommenden Dezember werden in Stadtallendorf und Gladenbach neue Ausbildungskurse starten. Für Interessierte bieten Sabine Schlegel und Thorsten Kubach die Möglichkeit, sich im Rahmen von Informationsveranstaltungen vor Ort näher zu informieren. Bei dieser Gelegenheit können konkrete Fragen zur Ausbildung und zum Gesamtprojekt gestellt und Details zum Projekt erfragt werden.
Die Informationsveranstaltungen im Einzelnen (auch auf www.juko-marburg.de):
in Stadtallendorf: Montag, 19. November 2012, 17:30 bis 18:30 Uhr im Seminarraum des Südstadtkiosks, Iglauer Weg 6;
in Gladenbach: Donnerstag, 22. November 2012, 17:30 – 18:30 Uhr in der Dr.-Leinweber-Stube im Haus des Gastes, Karl-Waldschmidt-Straße 5.

  Konflikte entschärfen oder sie durch Vorbeugung gar nicht erst entstehen lassen: Die Konfliktberaterinnen und Konfliktberater können in Gladenbach und Stadtallendorf auf bestehende Strukturen und Netzwerke zurückgreifen. Die ehrenamtlichen Konflikthelfer erhielten jetzt, nach Abschluss der Ausbildung, ihre Zertifikate. Foto: Landkreis
Download Druckversion
Konflikte entschärfen oder sie durch Vorbeugung gar nicht erst entstehen lassen: Die Konfliktberaterinnen und Konfliktberater können in Gladenbach und Stadtallendorf auf bestehende Strukturen und Netzwerke zurückgreifen. Die ehrenamtlichen Konflikthelfer erhielten jetzt, nach Abschluss der Ausbildung, ihre Zertifikate. Foto: Landkreis

 

[ schliessen ]